ServusTV: amicus optimus in aeternum

“ A Leben voller Gschichten – Zwei richtig alte Freunde“, am Fr., 28.05., ab 21:10 Uhr

Arno Watteck und Rudolf Ferch sind beide über 90 Jahre alt. Seit über 65 Jahren sind sie befreundet und haben so einiges aus ihrem turbulenten Leben zu erzählen.
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Dem Jugendwort „bff“ (englisch für ‚beste Freunde für immer‘) sind Arno Watteck und Rudolf Ferch ein Vorbild. Beide, über 90 Jahre alt, hätten es aber vermutlich noch in Latein gelernt (amicus optimus in aeternum). Kunst, Philosophie, Volkskunde, Natur und Glaube haben Arno stets erfüllt und tun dies auch heute noch. Rudolf hingegen malt, geht spazieren und liebt es, sich zu unterhalten und zu diskutieren. Zwei erstaunliche Männer, die auf eine Freundschaft seit über 65 Jahren zurückblicken können.
Knapp 200 Jahre Lebenserfahrung
Der eine war Forstbeamter und verbrachte viel Zeit in der Natur, der andere Grafiker und Künstler und hat viel von der Welt gesehen: Arno Watteck und Rudolf Ferch. Beide sind schon durch unglaublich schwere Zeit gegangen, haben gelitten und ihr Leben aufs Spiel gesetzt und trotzdem gaben sie nie auf. So konnten die Herren nach dem Krieg beachtliche Laufbahnen in ihren jeweiligen Interessensgebieten vorweisen. Beide sind außerdem schon fast ein Leben lang befreundet und tauschen sich auch heute noch gerne über die vielseitigen Aspekte des Lebens aus. Ein ergreifendes, aber auch inspirierendes Porträt zweier beeindruckender Persönlichkeiten.

Schriftsteller mit Hang zur Natur
Arno Watteck, geboren 1926, wächst als Sohn der Salzburger Heimatforscherin und Schriftstellerin Nora Watteck in Salzburg auf. Er liebt es, den riesigen Teich im Garten und das bunte Leben darin zu entdecken. Seine Begeisterung für die Natur findet hier seinen Ursprung. Etwas später wird Arno jedoch auch von einer dunkleren Zeit geprägt. Er weiß tragische Geschichten von der Front zu erzählen und hat Nah-Tod-Erfahrungen erlebt, die sein gesamtes weiteres Leben prägen sollten. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Forstbeamter, beschäftigt sich Arno Watteck mit verschiedenen volkskulturellen Thematiken. So sammelt er historisch wertvolle Möbel aus dem 17. und 18. Jahrhundert, restauriert Ölgemälde, gründet und richtet Museen ein und wird zu einer wichtigen Persönlichkeit der Salzburger Museen-Landschaft. Heute schreibt er Bücher, hauptsächlich über religiöse Themen. Jetzt, mit 94, arbeitet er an seinem neunten Buch.

Eine Begegnung, die sein Leben verändern sollte
Rudolf Ferch, geboren 1930, verbringt seine Kindheit in Rumänien, wo die Familie aber mit Einzug des russischen Militärs im Zweiten Weltkrieg flüchten muss. Es folgt eine turbulente Zugreise in einem Viehwagon, unter Bombardements und ständiger Angst, bis sie ein Flüchtlingslager in Linz erreichen. Dort bleiben sie über 10 Jahre lang. Rudolf absolviert die Kunstgewerbeschule in Linz und trifft unerwartet auf Josef „Pepi“ Fischer, den erfolgreichen Unternehmer und Skifabrikanten. Als dessen Grafiker, Designer und Berater erlebt er einen beruflichen Höhenflug. Er gestaltet Messen und Ausstellungen rund um die Welt. Als er das Malen für sich entdeckt, gelingt ihm auch hier der Durchbruch. Seine Bilder verkaufen sich gut und er richtet sich auf seinem Anwesen am Gaisberg ein Atelier ein. Ein Ort der Kreativität, wo er auch heute noch viel Zeit verbringt.

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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