Lions Club Ausseerland: Einsatz für Carnica – Bienen

Die Carnica – Biene“ ist eine Ureinwohnerin des Ausseerlandes und seit der letzten Eiszeit bei uns heimisch. Die heimischen Imker wehren sich nun gegen die Einführung neuer Zuchtpopulationen, die eine Vernichtung der Carnica Biene mit sich bringen würde. Der Lions Club Ausseerland hat deswegen eine Unterschriftenpetition für die Steiermärkische Landesregierungunterstützt, mit dem Zweck, die Genehmigung für die neue Zuchtpopulation nicht zu erteilen.

Mehr in einem ARF – Fernsehbericht ab 21. Mai

Andreas Hillbrand, Obmann Bienenzuchtverein Bad Aussee – Grundlsee
Gerhard Steinhuber; Wolfhart Hofer (auch heuer gibt es wieder einen Lions – Bienenkalender), Andreas Hillbrand und Lions Incoming – President Georg Haselnus

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Comments

  1. Zum Beitrag schützt die „Carnicabiene“ ist anzumerken, dass diese heimische Bienenrasse seit Jahrtausenden unsere Alpenregionen bevölkert und sich vor allem den hier herrschenden klimatischen Bedingungen optimal angepasst hat.
    Bisher war in der Steiermark und in einigen anderen Bundesländern per Gesetz respektive Verordnung nur die Haltung dieser Rasse erlaubt. Leider wurden von einer beträchtlichen Anzahl von Imkern deren Beuten mit einer Hybridbiene namens Buckfast bevölkert. Diese Hybriden entwickeln eine riesige Volksstärkend und müssen daher bei Trachtmangel futtermäßig versorgt werden. Zweifelsfrei bringen diese bei kurzer Tracht infolge der höheren Volksstärke einen höheren Honigertrag. Jedoch sind diesen Völkern die Hybridköniginnen periodisch zu erneuern.
    Kritisch wird es, wenn sich beide Rassen kreuzen. Es entstehen im weiteren sogenannte Bastarde, welche in den meisten Fällen erfahrungsmäßig nicht als mild gelten. Die Buckfastbiene erkennt man m Regelfalle an einem orangen Streifen am Oberkörper. Für die Gerichte ist jedoch eine DNA maßgebend. Leider ist vielen Regionen der Steiermark diese neue Rasse bereits stark vertreten und drängt die Carnica stark zurück. Diese Entwicklung auch von vielen Obmännern und Funktionären der Bienenzuchtvereine – vielfach auch um den Vereinsfrieden zu wahren – verkannt und keine Maßnahmen gesetzt, um den gesetzlichen Zustand behördlich herstellen zulassen-
    Auch die diesbezüglich ausgesprochenen Verwaltungsstrafen waren meistens sehr bescheiden.
    Das neue steirische. Bienenwirtschaftsgesetz, welches praktisch eine weitere Zurückdrängung der Carnica auf sogenannte Reinzuchtgebiete vorsah und die Haltung der Hybridrasse ermöglichen sollte, wurde aufgrund massiver Einwendungen legistisch noch nicht umgesetzt. Es sind daher alle Bemühungen, unsere Carnica größtmöglichst zu erhalten, sehr zu begrüßen.
    Allerdings müssen die gesetzlichen Normen des neuen Bienenwirtschaftsgesetzes auch allfälligen verfassungsmäßigen Beschwerden standhalten.

    MfG – ein regionaler Imker, der bereits vor mehr als 20 Jahren dieses Rassenproblem in seiner juristischen Diplomarbeit behandelte.

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