Verfolgungsfahrt – aktuelle steirische Polizeimeldungen

Verfolgungsfahrt

Graz, Bezirk Lend. – Mittwochabend, 12. Mai 2021, wurde eine Polizeistreife in der Keplerstraße auf ein Fahrzeug mit defektem Scheinwerfer aufmerksam. Als die Beamten versuchten das Fahrzeug anzuhalten beschleunigte der unbekannte Lenker das Fahrzeug und fuhr davon.

Gegen 21.15 Uhr versuchten die Polizeibeamten das Fahrzeug anzuhalten. Der Lenker fuhr daraufhin Richtung Norden davon. Während der Verfolgungsfahrt fuhr der unbekannte Flüchtige mit stark überhöhter Geschwindigkeit und kam gefährlich in den Bereich eines Gehsteiges. Schließlich stoppte der Pkw-Lenker das Fahrzeug mitten auf der Wienerstraße und rannte in unbekannte Richtung davon. Der Beifahrer (16) der ebenfalls flüchtete, konnte nach kurzer Verfolgung gestellt werden. Im Auto befanden sich noch drei Mädchen im Alter von 14 und 15 Jahren. Im Zuge der Erhebungen konnte in Erfahrung gebracht werden, dass der Pkw nicht zum Verkehr zugelassen war. Des Weiteren waren gestohlene Kennzeichen auf dem Fahrzeug befestigt. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Verdacht des Sozialleistungsbetruges

Graz-Umgebung. – Ein 44-Jähriger steht im Verdacht, von 2018 bis 2020 durch Unterlassung von Meldepflichten unberechtigt Sozialleistungen bezogen zu haben.

Der 44-Jährige aus Tschetschenien steht im Verdacht, es im genannten Zeitraum unterlassen zu haben, Wohnsitzänderungen, Zusatzeinkommen und längere Auslandsreisen – beispielsweise in sein Heimatland – den zuständigen Behörden und Ämtern zu melden. Dadurch bezog er unberechtigt Sozialleistungen in der Höhe von über 70.000 Euro.

Weiters war er Mitte November 2020 an Covid19 erkrankt, hatte einen Absonderungsbescheid der Bezirkshauptmannschaft und unterließ es, die erhebenden Kriminalbeamten über diese Tatsache aufzuklären. Er wird verdächtigt, durch dieses Verhalten in Kauf genommen zu haben, die Beamten und einen Dolmetscher während Hausdurchsuchungen und Einvernahmen mit dem Virus zu infizieren. Aufgrund striktester Einhaltung von Hygienemaßnahmen durch die Beamten wurden diese nicht infiziert.

Der 44-Jährige wird auf freiem Fuß angezeigt.

Verdacht der Schlepperei

Sankt Anna am Aigen, Bezirk Südoststeiermark. – Bei einer Fahrzeugkontrolle Donnerstagfrüh, 13. Mai 2021, wurden zehn illegal eingereiste Personen festgestellt. Der Lenker des Fahrzeuges steht im Verdacht der Schlepperei.

Gegen 05.30 Uhr überquerte ein 50-jähriger Mann mit einem gemieteten Lkw den Grenzübergang Sankt Anna am Aigen. Dabei missachtete der Lenker aus Luxemburg Anhaltezeichen des Bundesheeres und widersetzte sich somit einer Kontrolle. Nach kurzer Nachfahrt konnte das Fahrzeug angehalten werden. Im Lkw befanden sich neben dem Lenker drei türkische und sieben irakische Staatsbürger*innen im Alter von vier bis 39 Jahren. Gegen den Lenker wurden seitens des Landeskriminalamtes Steiermark weitere Erhebungen wegen des Verdachtes der entgeltlichen Schlepperei eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft Graz ordnete die Einlieferung des mutmaßlichen Schleppers in die Justizanstalt Graz-Jakomini an. Die weiteren Insassen des Fahrzeuges stellten allesamt einen Asylantrag.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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