Thema „Gewaltschutz“: Landtagsfraktionen bringen geschlossen Aktuelle Stunde ein

 Die alarmierende Anzahl an Frauenmorden in Österreich hat alle Fraktionen im Landtag dazu veranlasst,  erstmals geschlossen eine Aktuelle Stunde einzubringen.

 11 Frauenmorde gab es heuer bereits in Österreich. 2020 waren es laut polizeilicher Kriminalstatistik 31. Jede einzelne dieser Frauen wurde gewaltsam aus ihrem Leben gerissen, zumeist von Ex-Partnern oder Partnern. Ihr Tod hinterlässt eine schmerzliche, nicht zu schließende Lücke in den Leben ihrer Hinterbliebenen, Familien und Freund*innen.

 „Gewalt an Frauen geht uns alle an. Es ist ein Problem, unabhängig von sozialer Schicht oder Nationalität“, sind sich die Frauensprecherinnen und -sprecher aller Fraktionen einig. „Die Pandemie verschärft die Lage vieler Frauen. Umso wichtiger ist es, Gewaltschutz auch auf politischer Ebene weiterhin zu diskutieren und kontinuierlich weiterzuentwickeln.“

 Auch ein klares Signal soll in diesem Zusammenhang von der Aktuellen Stunde ausgehen: „Betroffene sind nicht allein. In der Steiermark gibt es eine breite Palette an diskreten und professionellen Unterstützungsmöglichkeiten. Ein öffentlicher Diskurs, wie der im Landtag, könnte viele Frauen dazu ermutigen, sich Hilfe zu holen, bevor es zu spät ist. Eine derartige Debatte muss unbedingt auch mit und über Männer geführt werden, die diese Gewalt ausüben und damit die Täter sind.“ 

 Frauensprecher*innen: Maria Skazel (VP), Helga Ahrer (SP), Helga Kügerl (FP), Veronika Nitsche (Grüne), Claudia Klimt-Weithaler (KP), Robert Reif (Neos)

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


error: (c) arf.at