Schönleitner sieht Steinbruch in Untergrimming als rechtlich nicht realisierbar

Unzumutbarer Eingriff in das nahe Wohngebiet, naturschutzrechtlich nicht machbar: Es steht nicht dafür, eine 5 Hektar große Wunde in die freie Landschaft zu schlagen.

Heute findet in Stainach die erste Verhandlung nach dem Mineralrohstoffgesetz zum geplanten „Schotterabbau“ im Ortsteil Untergrimming (Gemeinde Stainach-Pürgg) statt. Bei einem Lokalaugenschein vor Ort hat sich der Grüne LAbg. Lambert Schönleitner vor wenigen Tagen ein Bild über die geplante Abbaustelle gemacht. Es gibt massive Bedenken der betroffenen Anrainer und Anrainerinnen. 

Schönleitner zum aktuellen Vorhaben: „Es ist für jeden Beobachter unschwer erkennbar, dass es sich um einen absolut exponierten Projektstandort handelt, der massiv in Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner eingreift. Zusätzlich muss man sich vorstellen, dass ein Einfamilienhaus durch einen derartigen Eingriff schlagartig 70% des Immobilienwertes verliert. Dazu kommt, dass der Abbau bis zum historischen Ortskern von Pürgg hinauf frei einsehbar und hörbar ist. Kurz gesagt: Es ist eine maximale Belastungssituation für ein Mineral, das durch bereits bestehende Abbaugebiete bestens abgedeckt ist. Schotter ist im Ennstal keine Mangelware, der Abbau daher an diesem Standort völlig unnötig.“

Es ist aus Grüner Sicht wichtig, dem Projektwerber gleich von Beginn an „reinen Wein“ einzuschenken: „Rechtlich ist der Abbau aufgrund der Mindestabstandsregel bzw. den vorhandenen Schutzgebietskategorien nicht genehmigungsfähig“, so Schönleitner, der abschließend festhält: „Ich gehe davon aus, dass das Projekt bereits in der ersten Instanz von der Behörde negativ beschieden wird. Die heutige Verhandlung sollte darüber bereits Klarheit bringen. Ich appelliere auch an die Gemeinde hier ohne ,Wenn und Aber‘ hinter ihrer Bevölkerung zu stehen. Es stehe nicht dafür, eine nahezu 5 Hektar große Wunde in dieses schöne Gebiet zu schlagen. Die Grünen werden die betroffene Bevölkerung weiter voll unterstützen. Der Gang bis zu den Höchstgerichten ist in diesem Fall eine Selbstverständlichkeit für uns.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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