ÖGB-Frauen Steiermark: Gegen Gewalt an Frauen!

GewerkschafterInnen fordern Gewaltschutzpaket

Entsetzt äußert sich Helga AHRER, Vorsitzende der steirischen ÖGB-Frauen, zu den Frauenmorden, zu denen es zuletzt in Graz, Neulengbach, im Flachgau und in Wals gekommen ist. „Seit Beginn des Jahres sind bereits 11 Frauenmorde geschehen, eine erschreckende Bilanz, denn jeder Frauenmord ist einer zu viel. Wir brauchen sowohl Sofortmaßnahmen als auch ein Gesamtkonzept, um Gewalt an Frauen zu verhindern. Die Zeit drängt und es ist unerträglich, wenn Österreich nicht in der Lage ist, den Frauen einen ordentlichen Schutz zu gewährleisten.“ 

Die ÖGB-Frauen fordern eine koordinierte Zusammenarbeit vom Ministerium bis zu den Strafverfolgungsbehörden und von den Beratungsstellen bis zur Bewährungshilfe. Präventionseinrichtungen und Gewaltschutzmaßnahmen müssen verstärkt werden, ebenso ist auf breiter Basis ein Geschlechterbild zu verankern, das Gewalt an Frauen in jeder Form ächtet. „Die Bluttaten sind eine besonders verabscheuungswürdige Form der Gewalt an Frauen. Leider sind wir als GewerkschafterInnen aber auch immer wieder mit Gewalt am Arbeitsplatz konfrontiert.“ Ahrer berichtet, dass immer wieder Fälle in der Arbeitswelt auftreten, in denen es zu Gewalt gegen Frauen kommt. Gewerkschaften, BetriebsrätInnen und Arbeiterkammer arbeiten mit den ArbeitgeberInnen zusammen, um das zu verhindern bzw. im Falle von Verstößen auch klar zu sanktionieren.

„Wir müssen auf allen Ebenen tätig werden, um den Gewaltschutz zu verbessern. Diese gebündelte Anstrengung muss in ein gutes Gesamtkonzept eingebaut sein. Es ist ganz allgemein die Aufgabe der Politik, allen Frauen und Mädchen ein sicheres, selbstbestimmtes und unabhängiges Leben zu ermöglichen“, fasst Ahrer die Forderungen der ÖGB-Frauen kurz zusammen.

Foto: ÖGB

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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