AK-Forderungen zum „Tag der Pflegenden“

Die Arbeitsbedingungen in Gesundheitsberufen haben sich Covid-19- bedingt weiter verschärft. Die AK Steiermark ruft zum Tag der Pflegenden am 12. Mai daher zu konkreten Entlastungsmaßnahmen der Beschäftigten auf.

Zum Gedenken an Florence Nightingale, einer Pionierin der modernen Gesundheits- und Krankenpflege, wird jedes Jahr am 12. Mai, an ihrem Geburtstag, der „Tag der Pflegenden“ begangen. Mit dem Motto „Voice to Lead – A vision for future healthcare“ stellt der Weltverband der Pflegeberufe (International Council of Nurses/ICN) diesen Tag heuer unter das Thema „Zukunft“. Es sollen die Arbeit von Pflegekräften und ihre Rolle im Gesundheitswesen hervorgehoben und thematisiert werden.

Personalmangel, zusätzliche Aufgaben und das dauerhafte Tragen von Corona- Schutzbekleidung sind nur einige der Faktoren, die die Anforderungen an Pflegende im letzten Jahr weiter erhöht haben. „Die systemerhaltenden Gesundheitsberufe brauchen Arbeits- und Rahmenbedingungen, die es erlauben, die gestiegenen Anforderungen zu bewältigen, ohne dabei selbst krank zu werden“, appelliert Alexander Gratzer, Leiter der AK-Abteilung Gesundheit, Pflege und Betreuung.

Ausreichend Personal und mehr Freizeit

Um die Gesundheitsversorgung zukünftig zu sichern, braucht es daher dringend eine echte Entlastung der Pflegekräfte. AK-Präsident Josef Pesserl: „Die Vollversammlung der AK Steiermark fordert von der Landesregierung, Arbeits- und Rahmenbedingungen zu schaffen, die neben mehr Zeit für die notwendige und bedarfsgerechte Versorgung auch mehr Freizeit für die Beschäftigten sicherstellen.“ Weiters sind ein zeitgemäßes Personalbedarfsberechnungsmodell für alle Spitäler und eine Abschaffung der Personalunterschreitung in Pflegeheimen absolut notwendig. „Es ist höchste Zeit, dass Gesetzesänderungenfolgen, welche die Situation der Pflegenden wirklich verbessern“, so Pesserl.

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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