Steirische Impfkoordinatoren apellieren, Termine für die Zweitimpfung jedenfalls wahrzunehmen

Rund 100.000 Impfungen pro Woche ab Mitte Juni

Graz, am 7. Mai 2021. – Auch beim bereits elften Impf-Update des Landes Steiermark wurde von Michael Koren, Impfkoordinator des Landes, Landesamtsdirektor-Stellvertreter Wolfgang Wlattnig und Harald Eitner, Verantwortlicher für die Impfstraßen, der aktuelle Stand bei der Corona-Schutzimpfung in der Steiermark präsentiert. Zusätzlich informierte die Präsidentin der Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe Gunda Pristauz-Telsnigg, Ärztin an der Grazer Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, über den Status Quo des Wissenstandes zur Impfung von Schwangeren. „Auch diese Woche gab es wieder viele Erstimpfungen. Mittlerweile konnten bereits 342.682 Menschen in der Steiermark mit einer Impfung versorgt werden“, unterstreicht Impfkoordinator Michael Koren. Konkret wurden wieder Personen mit erhöhtem und hohem Risiko sowie Menschen mit besonderen Bedürfnissen und in Gesundheitsberufen immunisiert. Für die nächste Woche sind auf den steirischen Impfstraßen sowie bei den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten rund 44.700 Impfungen vorgesehen. Geimpft wird neben den vorhin genannten Gruppen auch das restliche Bildungspersonal, das die Möglichkeit hat, die Termine selbst einzubuchen. Hauptsächlich wird mit dem Impfstoff Biontech/Pfizer geimpft, die Vakzine von AstraZeneca sind bis auf das Kontingent für das Bildungspersonal für die Zweitimpfungen reserviert. „Im Mai impfen wir über 200.000 Personen. Dafür wurden 150.000 Termine schon vergeben.“ Bei den Zweitimpfungen fällt leider auf, dass oft versucht wird, bereits fixierte Termine zu verschieben. „Es wird dringend ersucht, den vorgeschriebenen Termin für den zweiten Stich wahrzunehmen. Uns ist bewusst, dass der eine oder andere Termin in die Urlaubsplanung hineinfällt, aber es ist enorm wichtig, dass der Zeitpunkt der zweiten Impfung auch eingehalten wird“, appelliert Koren an alle Steirerinnen und Steirer, bereits erhaltene Impftermine jedenfalls auch bei der Urlaubsplanung zu berücksichtigen. Aufgrund der hohen Impfstoffmengen im Juni könne vermehrt das betriebliche Impfen vorangetrieben werden, so Koren. Große Unternehmen wie ÖBB, Post und die Lebensmittelunternehmen Spar, Rewe und Hofer würden dazu vom Bund Impfkontingente bekommen und zentral in den Betrieben impfen. Bei dezentral gelegenen Filialen werde auch hier das Personal zu den steirischen Impfstraßen geladen.Weiterhin hoch ist die Impfbereitschaft in der Steiermark: Mit heutigem Stand haben sich bereits 536.000 Steirerinnen und Steirer zur Impfung angemeldet, erklärt Landesamtsdirektor-Stellvertreter Wolfgang Wlattnig. „Alleine in den letzten sieben Tagen sind 38.000 Anmeldungen hinzugekommen, derzeit stehen wir damit bei einer Quote von rund 60 Prozent aller Impfmöglichen, die entweder bereits den 1. Stich bekommen oder sich vorregistriert haben. Daher sind wir sind zuversichtlich, dass wir das Ziel, rund 70 Prozent der über 16-jährigen Steirerinnen und Steirer impfen zu können, erreichen werden“, so Wlattnig. Mit über 56.000 eingetragenen Impfungen seit vergangenem Freitag werden in der Steiermark derzeit im Schnitt rund 50.000 Impfungen pro Woche durchgeführt, ab der kommenden Woche können die Steirerinnen und Steirer zudem erstmals selbst Impftermine in den Ordinationen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten online buchen. Ab Mitte Juni wird – inklusive der betrieblichen Impfungen – mit rund 100.000 Impfungen pro Woche gerechnet. Wlattnig zur Impfstatistik: „Die im Impfregister und damit in den öffentlichen Statistiken abgebildeten Zahlen zeigen nur die Geschwindigkeit der Eintragung ins e-Impfregister, nicht aber die tatsächlich verabreichten Impfungen. „Die Steiermark impft – wie allen Bundesländer – alle bestellbaren Impfdosen rasch ab, sodass in etwa alle Bundesländer gleich liegen müssten. Die Reihung ergibt sich daher aus Sonderkontingenten und Eintragungsmodus, wo Bundesländer mit vielen impfenden niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, wie Salzburg und die Steiermark, durch spätere Nachtragungen hinten gereiht sind. Wir sind überzeugt, dass am Ende vor allem die Durchimpfungsrate zählt. In dieser Hinsicht sind wir in der Steiermark auf einem sehr guten Weg, dies zeigt insbesondere auch ein Blick auf die Gruppe der Über-90-Jährigen, wo der Anteil der vollimmunisierten Personen mittlerweile bei über 84 Prozent liegt. Das ist österreichischer Rekord!“Fachabteilungsleiter und Impfstraßen-Koordinator Harald Eitner: „Wir haben in dieser Woche insgesamt 18.221 Impfungen an den Impfstraßen des Landes geplant, diese Zahl setzt sich aus rund 4900 Dosen des Impfstoffes Moderna und 13.321 Biontech/Pfizer-Dosen zusammen. Geimpft werden damit Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Personen, die in nicht-medizinischen Gesundheitsberufen tätig sind sowie weiterhin Hochrisiko- und Risikopatienten sowie ihre Kontaktpersonen.“ Für die nächste Woche seien an den Impfstraßen insgesamt 27.750 Impfungen geplant: Dazu gehört eine Restgruppe von Über-65-Jährigen, weitere Risikopersonen und deren Kontaktpersonen sowie eine Restgruppe des Bildungspersonals, die bisher noch nicht geimpft werden konnte. Zusätzlich, so Eitner, stehe an den Impfstraßen in der kommenden Woche ein kleines Kontingent für Schlüsselpersonen der steirischen Wirtschaft, die aus beruflichen Gründen viele Auslandsreisen unternehmen müssen, zur Verfügung. Rund sieben Prozent der zu den Biontech/Pfizer-Terminen Eingeladenen dieser Woche sind nicht zur Impfung erschienen, daher habe man wieder 1.500 Feuerwehrleute mit dem so frei gewordenen Impfstoff immunisieren können.Die Präsidentin der Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe Gunda Pristauz-Telsnigg erläuterte: „Die große Herausforderung bei der Impfung von Schwangeren liegt darin, dass es gilt, zwei Leben zu schützen. Aufgrund von einer amerikanischen Studie mit rund 30.000 geimpften Schwangeren hat das Nationale Impfgremium Ende April jedoch entschieden, die Impfung für schwangere Frauen nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel freizugeben. Trotzdem handelt es sich dabei weiterhin um einen sogenannten ‚Off-Label-Use‘, da es derzeit in Österreich noch für keinen Impfstoff eine Zulassung für Schwangere gibt. Umso wichtiger ist daher ein umfassendes Aufklärungsgespräch, das im Vorfeld der Impfung von den impfenden Ärztinnen und Ärzten mit den Schwangeren geführt werden muss. Generell wird eine Impfung erst ab der 13. Schwangerschaftswoche empfohlen“, unterstreicht die Fachärztin.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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