Österreichische Bundesforste – Nachhaltigkeit als oberstes Prinzip

Die Österreichischen Bundesforste im Inneren Salzkammergut

Wie kein anderes Unternehmen tragen die Österreichischen Bundesforste Verantwortung für das Naturland Österreich. Wir pflegen, schützen und bewirtschaften die natürlichen Ressourcen der Republik– Wälder, Seen, Berge – und damit jeden zehnten Quadratmeter der Staatsfläche. 

Oberstes Prinzip für die ÖBf ist die Nachhaltigkeit. Im engeren Sinn heißt das, dass wir nur so viel der Natur entnehmen wie wieder nachwachsen kann. Nicht umsonst ist die Hauptkennzahl der ÖBf der so genannte Hiebssatz. Er stellt das geplante nachhaltige Holzernteziel dar, an dem die tatsächliche Erntemenge, der Einschlag, gemessen wird. Stimmen Hiebssatz und Einschlag überein, ist eine nachhaltige Holznutzung sichergestellt.

In einem weiter gedachten Sinn bedeutet Nachhaltigkeit aber auch, dass die heutigen Generationen nicht auf Kosten zukünftiger Generationen leben sollen. Nachhaltige Unternehmen dürfen sich also nicht nur an den Finanzkennzahlen orientieren, sondern müssen sich auch über die sozialen und ökologischen Auswirkungen ihrer Tätigkeit im Klaren sein. Ein besonders nachhaltiges Unternehmen wie die ÖBf trägt daher bei seiner ökonomischen Tätigkeit auch dem Schutz von Natur und Umwelt Rechnung – und hat die Bedürfnisse der Gesellschaft im Auge. Darum haben wir in unserer jährlichen Unternehmensberichterstattung nicht nur den Finanzreport im Mittelpunkt, sondern berichten auch über Soziale- und Umweltfragen.

Insbesondere am Begriff der „Multifunktionalität des Waldes“ wird deutlich, dass der Wald als Ökosystem mit einer Vielfalt an Tieren und Pflanzen mehrere Aufgaben gleichzeitig erfüllt. Sie alle kommen den Menschen zugute:

  •     Gewinnung von Holz (Nutzwirkung)
  •     Schutz vor Naturgefahren (Schutzwirkung)
  •     Gesunde Luft und sauberes Wasser (Wohlfahrtswirkung)
  •     Raum für Freizeitgestaltung (Erholungswirkung)

Damit bildet der Wald, wie es im ersten Satz des österreichischen Forstgesetzes – §1, Absatz 1 unter dem Titel „Nachhaltigkeit“ –  heißt, „eine wesentliche Grundlage für die ökologische, ökonomische und soziale Entwicklung Österreichs“.

NUR SO VIEL ENTNEHMEN, WIE AUCH WIEDER NACHWÄCHST

Der Waldbau spielt bei der Waldbewirtschaftung eine zentrale Rolle. Er beschäftigt sich mit der Begründung, der Pflege und dem Schutz von Waldbeständen sowie dem richtigen Zeitpunkt und der optimalen Technik für die Holzernte. Seine zentrale Aufgabe ist die Sicherstellung der kontinuierlichen Verfügbarkeit von Holz in der gewünschten Menge und Qualität. Wir richten uns dabei in erster Linie nach dem natürlichen und bis zu 100 Jahre dauernden Kreislauf von Keimen, Wachsen, Reifen und Ernten von Bäumen. So wird dem Wald nur soviel Holz entnommen, wie wieder nachwächst.

Seit 1997, dem Jahr der Ausgliederung und Neugründung der Bundesforste als Aktiengesellschaft, gab es Übernutzungen aufgrund von Naturereignissen. Windwürfe, dadurch ausgelöste Borkenkäferausbreitung oder Schneebrüche sorgten für hohe Schadholzmengen und jährliche Gesamteinschlagsmengen jenseits der 2-Mio.-Festmeter-Marke. Das geplante Holzernteziel, der Hiebssatz, war damit überschritten. Um diese Entwicklung auszugleichen, wurde der Einschlag trotz reger Holznachfrage konsequent zurückgefahren. Seit 2011 bewegt er sich wieder auf dem nachhaltigen Niveau von 1,5 Mio. Festmetern. Die Windwurfflächen wurden mit hohem Aufwand wieder aufgeforstet und dabei bestmöglich auf künftige Klimabedingungen Rücksicht genommen.

SEEFISCHEREI

Eingebettet in die eindrucksvolle Berglandschaft und umgeben von alpinen Wäldern liegen die kristallklaren Seen und Flüsse des Salzkammerguts. Seit Jahrzehnten bewirtschaften die Bundesforste ursprüngliche Naturjuwele wie Hallstätter See, Grundlsee oder Toplitzsee und betreiben darüber hinaus eine eigene Wildfang-Seefischerei mit Berufsfischern in der Region.

Gefischt wird im Rhythmus der Natur – nur während der Saison von Juni bis Oktober. Nach der Schneeschmelze im Frühling braucht es Zeit, bis die Fische ausreichend Nahrung in Form von Plankton vorfinden. Anfang November beginnt bereits die Laichzeit, also Schonzeit, um die natürliche Reproduktion zu gewährleisten.

Die Bundesforste betreiben ihre Seefischerei so wie es seit Jahrhunderten im Salzkammergut Tradition ist. Gefischt wird mit Netzen und traditionellen Holzplätten. Die Mengen bestimmt allein die Natur: Es wird nur so viel Fisch entnommen, wie wieder nachwächst. In allen Salzkammergut-Gewässern der Bundesforste sind dies nur wenige tausend Kilogramm pro Saison.

Hallstätter Reinanke, Grundlsee-Saibling oder Traunforelle wachsen vom Ei bis zum Fang mindestens vier Jahre lang in kristallklaren Gewässern heran. Damit wird eine Mindestgröße und die natürliche Nachkommenschaft garantiert.

NACHHALTIGE SEENBEWIRTSCHAFTUNG

Österreich ist Seenreich: Mehr als 25.000 stehende Gewässer – von artenreichen Auseen bis hin zu eiskalten Hochgebirgsseen – verteilen sich über das ganze Land. Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) sind der größte Gewässerbewirtschafter des Landes. 74 Seen mit mehr als einem Hektar Wasserfläche sowie zahlreiche Kleinseen pflegen, schützen und bewirtschaften die Bundesforste für die Republik Österreich.

Neben weltberühmten Badeseen wie Wörthersee oder Attersee und touristisch ebenso bedeutsamen Gewässern – etwa Traunsee, Millstätter See, Weißensee, Grundl- oder Altauseersee – befinden sich auch versteckte Naturjuwele wie der Ödensee (Stmk.) oder die Langbathseen (OÖ) in ÖBf-Besitz.

Die Verantwortung für die heimischen Gewässer ist groß. So wie in der Waldbewirtschaftung gilt daher auch im Seenmanagement als oberstes Prinzip die Nachhaltigkeit.

Mit insgesamt 42 Naturbadeplätzen bzw. 200 km Naturufer schaffen die Bundesforste freien und kostenlosen Seezugang, der auch in den touristisch reizvollsten und begehrtesten Lagen einen Sprung ins kühle Nass ermöglicht.

Darüber hinaus entwickeln und unterstützen die ÖBf zahlreiche gewässerökologische Schutzmaßnahmen wie etwa Projekte zur Renaturierung von Seeufern oder zum Schutz heimischer Fischarten.

Bei der Verpachtung und Vermietung von Bojen oder Flächen für Seeeinbauten setzen die Bundesforste auf transparente und marktkonforme Tarife. Die ÖBf-Seen-Experten in ganz Österreich stehen Ihnen gerne für Anfragen zur Verfügung!

Die 11 größten Bundesforste-Seen

Attersee46,2 km2
Traunsee24,4 km2
WörtherseeK19,4 km2
Millstätter SeeK13,3 km2
Wolfgangsee*S/OÖ12,0 km2
Ossiacher SeeK10,8 km2
Hallstätter See8,6 km2
WeißenseeK6,5 km2
GrundlseeSt4,1 km2
FuschlseeS2,7 km2
Altausseer SeeSt2,1 km2

Bilder: Österreichische Bundesforste

Eine bezahlte Anzeige der regionalen Wirtschaft.

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


error: (c) arf.at