Internationaler Tag der Händehygiene

Die hygienische Händedesinfektion gilt weltweit als die wirksamste Einzelmaßnahme zur Unterbrechung von Infektionsketten und damit zur Vorbeugung von gesundheitssystemassoziierten Infektionen. Die Bedeutung der richtigen Händehygiene machte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) deutlich, in dem sie den 5. Mai zum „Internationalen Tag der Händehygiene“ ausgerufen hat und damit in den Mittelpunkt dieses Tages stellt.

Gerade in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen stellt die hygienische Händedesinfektion eine der
grundlegenden Hygienemaßnahmen dar und zielt auf die Vermeidung einer Übertragung von
Krankheitserregern (insbesondere von Bakterien und Viren) von einem Patienten zum nächsten ab.
Gleichzeitig dient sie dem Schutz des Gesundheitspersonals.

Besonders in herausfordernden Zeiten, wie wir sie gerade erleben, rückt die Wichtigkeit und Relevanz
der Händehygiene verstärkt in unser Bewusstsein. Wir alle sind gefordert, uns und unsere Mitmenschen
zu schützen. Dabei ist regelmäßiges und gründliches Händewaschen eine einfache, aber entscheidende
Hygiene- und Schutzmaßnahme zur Verringerung der Verbreitung krankmachender Keime und zur
Vorbeugung oft gefährlicher Infektionskrankheiten.

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass diese Maßnahme eine einfache, aber sehr wichtige
Schutzmaßnahme ist. Für Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß ist dies ein ganz
besonderes Anliegen: „Saubere Hände schützen Sie und Ihre Angehörige, das hat die geringe Zahl der
Grippeerkrankungen in den letzten Monaten deutlich unterstrichen. Die hygienische Händedesinfektion ist
eine grundlegende Maßnahme sowohl im Alltagsleben als auch im Gesundheitswesen. Damit werden
insbesondere Viren und Bakterien unschädlich gemacht und Infektionen vermieden.“

Bereits seit dem Jahr 2011 forciert der Gesundheitsfonds Steiermark die Umsetzung der „Aktion Saubere
Hände“ im steirischen Gesundheitswesen, welche auf der WHO-Kampagne „Clean Care is Safer Care“
basiert. Ziel ist es, eine Optimierung der Compliance der Händedesinfektion in den steirischen
Gesundheitseinrichtungen und damit verbunden eine Reduktion gesundheitssystem-assoziierter
Infektionen und der Übertragung von (multiresistenten) Erregern zu erreichen.

Mit der Teilnahme der steirischen Krankenanstalten an der „Aktion Saubere Hände“ und die damit
verbundene Umsetzung von gezielten Maßnahmen wird der hohe Stellenwert des Themas
„Händehygiene“ verdeutlicht. Durch die gezielte Durchführung indikationsgerechter Händedesinfektion im
Arbeitsalltag des Gesundheitspersonals konnte über die Jahre ein kontinuierlicher Anstieg im
Händedesinfektionsmittelverbrauch, sowohl auf den Normal- als auch auf den Intensivstationen, in den
steirischen Krankenanstalten festgestellt werden. Auch die Durchführung von direkten Beobachtungen
der Händedesinfektionscompliance ist in den steirischen Krankenanstalten etabliert. Zudem ist der
Großteil der an der Aktion teilnehmenden steirischen Krankenanstalten mit dem Zertifikat der „Aktion
Saubere Hände“ der Charité Universitätsmedizin Berlin ausgezeichnet. Mit diesem Zertifikat wird nicht
nur die Erfüllung der Mindestanforderungen, sondern auch die Qualität der Umsetzung und das Niveau
der erreichten Veränderungen abgebildet.

An der Aktion beteiligen sich in der Steiermark alle Fondskrankenanstalten, das AUVA UKH Steiermark
mit den Standorten Graz und Kalwang, vereinzelte Privatkliniken und Reha-Einrichtungen sowie auch das
Rote Kreuz Steiermark mit sämtlichen Orts- und Bezirksstellen, das Gesundheitszentrum Graz der
Österreichischen Gesundheitskasse – Landesstelle Steiermark als auch die ersten niedergelassenen
Gesundheitszentren. Darüber hinaus beteiligen sich auch einige steirische Alten- und Pflegeheime.
Nähere Informationen zur Aktion erhalten interessierte Einrichtungen und Organisationen unter
www.aktion-sauberehaende.de sowie auf unserer Website www.gesundheitsfonds-steiermark.at.

Logo: Gesundheitsfond Steiermark

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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