Die Walpurgisnacht ist alles andere als ein christliches Fest

Die Walpurgisnacht spielt bereits in Johann Wolfgang Goethes „Faust 1“, der Geschichte des Teufelsbündners, eine wichtige Rolle, allerdings dauert sie in diesem Klassiker der deutschen Literatur nicht nur die Nacht vom 30.4 auf den 1. 5., sondern mehrere Monate. Übrigens: Der Teufelsbündner Faust ist eine literarische Figur, die seit dem 16. Jahrhundert in zahlreiche Werke Aufnahme gefunden hat, auch bei Thomas Mann in seinem Doktor Faustus.

Was der Sage nach auf dem Brocken im Harz jährlich in dieser Nacht stattfindet, lesen Sie im folgenden Text:

Die Walpurgisnacht wird immer am Vorabend des Namensfestes der heiligen Walburga gefeiert, einer gelehrten Frau und Äbtissin eines Nonnenklosters, deren Leben in keinem Zusammenhang mit Hexen und dem Teufel stand. Erst ihre Heiligsprechung durch Papst Hadrian II. an einem 1. Mai stellte die Verbindung zur heutigen Walpurgisnacht her, denn durch zahlreiche Wundertaten, welche Walburga zugeschrieben werden, gilt sie auch als Schutzpatronin der Seefahrt und gegen böse Geister.

Der Sage nach versammeln sich zur Walpurgisnacht die Hexen auf dem Hexentanzplatz bei Thale, um von dort aus auf Besen, Mistgabeln, Katzen u.ä. „Fluggeräten“ gemeinsam zum Brocken zu fliegen, wo das eigentliche Hexenfest stattfindet. Auf diesem tanzen angeblich alle Hexen in einem großen Kreis mit dem Rücken zueinander um das Feuer herum und küssen anschließend dem Teufel den „verlängerten Rücken“.. Dann lassen sie sich mit dem Teufel vermählen, worauf dieser die Hexen mit dem sogenannten Hexenmal zeichnet und ihnen die Fähigkeit zur Zauberei gibt.

Quellen/weiterführende Links:

Die Geschichte der Walpurgisnacht – Ursprung, Hexensalbe …

Walpurgisnacht: Hexen, Kräuter und Tanz – SONNENTOR.com

Walpurgisnacht 2021: Bedeutung, Rituale, Feiertag, Bilder für …

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Süddeutsche Zeitung

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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