ÖVP und SPÖ gegen mehr Geld für Personal in Elementarpädagogik

LAbg. Klimt-Weithaler (KPÖ): „Ohne Maßnahmen wird die Qualität der Kinderbildung- und -betreuung nachhaltig sinken“

Ein Antrag der KPÖ auf Erhöhung der Beiträge des Landes zum Personalaufwand von Kinderbildungs- und –betreuungseinrichtungen wurde im Landtag von ÖVP und SPÖ abgelehnt. KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler: „Eine weitere vergebene Chance, endlich Verbesserungen im elementarpädagogischen Bereich herbeizuführen.“

Bereits am 13. Oktober 2020 wurde mit den Stimmen von ÖVP und SPÖ eine Novelle des Anstellungserfordernisgesetzes (StAEG) im Kinderbildungs- und -betreuungsbereich beschlossen, die sich negativ auf die Betreuungsqualität auswirken kann. Begründet wurde diese Novelle mit dem Mangel an KindergartenpädagogInnen in der Steiermark. Die Landesregierung beteuerte, dass es sich um eine Übergangslösung handle. Sie soll lediglich in Kraft sein, bis man mehr Personal zur Verfügung hätte.

„Momentan hat man aber nicht den Eindruck, als würde seitens der Regierung irgendein Interesse bestehen, auch etwas zu verbessern. Pädagoginnen und Pädagogen werden wie Kinder und Eltern im Regen stehen gelassen“, so Klimt-Weithaler. Man habe den Eindruck, die Regierung wolle das Thema auf die lange Bank schieben. Ein Unterausschuss zur „Kinderbetreuung“ habe noch nie getagt, obwohl seit Monaten Anträge der Opposition mit guten Vorschlägen vorliegen. „Die Landesregierung übersieht, welche wichtige Rolle die Elementarpädagogik für die Zukunftschancen unserer Kinder spielt.“

Da das Land auch die Förderrichtlinien für die Beiträge zum Personalaufwand festlegt, könnte darüber eine Verbesserung für die Beschäftigten erreicht werden – etwa die Berücksichtigung von steigenden Gehältern bei dienstälteren PädagogInnen.

„Werden in den nächsten zwei Jahren nicht aktiv Maßnahmen gesetzt, die dem PädagogInnenmangel entgegenwirken, werden die gesenkten Anstellungserfordernisse weiter bestehen bleiben. Die Qualität der Kinderbildung- und –betreuung wird nachhaltig sinken“, resümiert Claudia Klimt-Weithaler. Dem Personalmangel müsse man mit einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen entgegenwirken, nicht mit einem Absenken der Qualität der Betreuung.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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