Altaussee: Tauchtauglichkeit/Leistungsnachweis einmal anders…

Bericht des Wasserdienstbeauftragten OBM d.F. Wolfgang Gasperl:

Aufgrund der Covid-19-Pandemie und den entsprechenden Einschränkungen waren die letzten Monate auch für die Taucher und Bootführer der FF Altaussee einiges „anders“. Das Schwimm-und Tauchtraining im Narzissenbad konnte nicht durchgeführt werden und die Kameradschaftspflege in Form des Silvesterschwimmens fiel aus. Auch bzgl. des Leistungsnachweises für die Taucher konnten wir vom Landesfeuerwehrverband bis Mitte Februar nichts erfahren. Dann musste plötzlich alles ganz schnell gehen. Die Termine für den Leistungsnachweis in Lebring wurden kurzfristig ausgeschrieben und mussten binnen drei Wochen wahrgenommen werden. Da wir im letzten Jahr aufgrund von Lockdown und Krankenstand unseres Taucharztes keine Tauchtauglichkeitsuntersuchungen hatten, mussten wir diese kurzfristig nachholen.

Unser Feuerwehrarzt Dr. Petritsch führte innerhalb einer Woche bei allen Tauchern den AKL-Test durch und beim Taucharzt Dr. Renner bekamen wir in der noch geschlossenen, im Umbau befindlichen neuen Ordination in Bruck/M. einen Wochenendtermin für die Tauchtauglichkeitsuntersuchung–Danke den beiden Ärzten für ihre kurzfristige Unterstützung. So konnten am 4. März neun Taucher in Lebring den Leistungsnachweis erbringen und unser Tauchstützpunkt ist wieder einsatzfähig.Beim A-Boot wurde nach der Winterpause von unserem Feuerwehrmechanikus Günter Kohl ein Servicegemacht und es ist seit Ende März wieder im Bootshaus einsatzbereit.

Am Samstag, 27. März haben die Taucher auch schon den ersten Taucheinsatz durchgeführt. Wissenschaftler dreier Universitäten waren in der Woche vor der Tauchaktion in Altaussee und haben weitere Sonaruntersuchungen des Seebodens durchgeführt. Dabei ist inzwischen eine genaue Seekarte und der Sedimentschichten entstanden, in der auch die Positionen von vielen alten, stehenden Bäumen dokumentiert sind. Um mehr über die Entstehung des Altausseersees in seiner heutigen Form zu erfahren war geplant im Bereich Platteneck einen alten, stehenden Baumstamm aus dem See zu bergen. Dieser sollte im Rahmen des Forschungsprojekts der „Munk-Foundation for the Oceans“ auf Alter und Baumart untersucht werden. Nachdem die Taucher Hebeballone am Stamm befestigt hatten, wollten wir den Stamm mit einer Seilwinde aus dem See und ans Ufer ziehen. Allerdings war das Windenseil zu kurz und das angestückelte Kunststoffseil zu schwach, um den Stamm aus dem Schlamm zu ziehen. Der Stamm steht nun zwar schräg, aber noch immer in 16 Metern Tiefe im Wasser. Weitere Tauchgänge – die für unsere Taucher auch eine gute Übung sind –werden daher notwendig sein, um die Wissenschaftler bei ihren Forschungsaktivitäten zu unterstützen.

Bericht: FF Altaussee

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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