Zwei mutmaßliche Räuber bei Fahndung festgenommen// Über 200 Graffiti-Sachbeschädigungen geklärt. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

Judenburg, Bezirk Murtal. – Ein 17-Jähriger und ein 18-Jähriger sehen im Verdacht, Samstagvormittag, 17. April 2021, einen 20-Jährigen dessen Wohnung beraubt zu haben. Die beiden Verdächtigen konnten bei einer Alarmfahndung festgenommen werden. Das Opfer blieb ebenso wie sein 85 Jahre alter, bei der Tat anwesender, Großvater unverletzt. Die Höhe der Beute betrug mehrere tausend Euro.

Die beiden Verdächtigen wohnen im Bezirk Murtal, der 17-Jährige ist Österreicher, der 18-Jährige besitzt die syrische Staatsbürgerschaft. Die beiden erlangten über das 20-jährige spätere Opfer im Vorfeld der Tat Kenntnis, dass in der Wohnung eine größere Summe Bargeld aufbewahrt werde. Kurz vor 10:00 Uhr begaben sich die beiden Verdächtigen zur Tatwohnung in die Burggasse. Der 17-Jährige war mit einer Sturmhaube, sein Komplize mit einer Haube und einer FFP-2 Maske maskiert. Zum Brechen eines etwaigen Widerstandes führte der 18-Jährige bei der Tat einen Hammer im Ärmel seiner Jacke mit.

Der 85-Jährige öffnete nach dem Läuten die Türe und wurde vom Syrer sofort mittels Körperkraft zu Boden gestoßen und niedergehalten. Der 17-Jährige begab sich in das Zimmer des noch schlafenden 20-jährigen Enkels und entnahm eine versperrte Handkassa aus dem Schreibtisch. Anschließend flüchtete die Täter aus der Wohnung in ein nahegelegenes Waldstück, wo sie die Kassa aufbrachen und die Beute teilten. In der Zwischenzeit zeigten die Opfer die Tat über Notruf bei der Polizei an. 

Im Zuge einer großangelegten Alarmfahndung wurde gegen 10:25 Uhr eine Zivilstreife der Landesverkehrsabteilung in der Friedhofgasse auf zwei verdächtige Personen aufmerksam. Die beiden Burschen, es handelte sich um die Tatverdächtigen, flüchteten sofort in Richtung eines Waldes. Die beiden Polizisten sprangen aus dem Dienstfahrzeug und liefen den Flüchtenden nach. Ein Verdächtiger konnte relativ bald eingeholt und festgenommen werden. Er wurde von einem Beamten am Boden fixiert. Der zweite Polizist lief dem anderen Täter nach und konnte diesen nach einem halben Kilometer auf einer Anhöhe im Wald stellen.

Bei der Festnahme und der folgenden Personsdurchsuchung der beiden Tatverdächtigen konnten die Beute,  sowie die mitgeführten Utensilien,  der Täter sichergestellt werden. Die beiden geständigen Verdächtigen werden laut Anordnung der Staatsanwaltschaft Leoben nach dem Abschluss der Erhebungen in die Justizanstalt Leoben eingeliefert.   

Über 200 Graffiti-Sachbeschädigungen geklärt

Graz und Wien. – Polizisten der Polizeiinspektion Graz Karlauerstraße forschten nach umfangreichen Erhebungen einen 25-Jährigen aus. Der Mann ist verdächtig, an zumindest 207 Tatörtlichkeiten mittels Lackspray Sachbeschädigungen begangen zu haben. Die Höhe des äußerst beträchtlichen Schadens befindet sich im oberen fünfstelligen Eurobereich.  

Der geständige 25-Jährige aus dem Bezirk Südoststeiermark verübte die Taten zwischen Mai 2019 und März 2020 im gesamten Bundesgebiet, vorwiegend aber in Graz und Wien. Dabei brachte er an unterschiedlichsten Örtlichkeiten (Häuser, Trafostationen, öffentliche Einrichtungen usw.) die Schriftzüge BENT, ASMR, YDB und  „5°/5°“ an. Die Erhebungen und die Suche nach Tatorten dauerte aufgrund des Umfanges der strafbaren Handlungen bis jetzt an.  

Der 25-Jährige gab an, dass sein Leben sehr langweilig sei und er den „Kick“ gesucht habe. Der 25-Jährige wird wegen des Verdachtes der schweren Sachbeschädigung an die Staatsanwaltschaft Graz angezeigt.

Brand

Neudorf ob Wildon, Bezirk Leibnitz. – Vermutlich ein technischer Defekt führte Samstagabend, 17. April 2021, zu einem Kleinbrand in einem Pelletofen. Tiere und Menschen kamen nicht zu Schaden, es entstand relativ geringer Sachschaden. 

Das Feuer brach gegen 20:15 Uhr im Heizraum eines EFH aus und wurde von der Feuerwehr St. Georgen (drei Fahrzeuge und 27 Kräfte) gelöscht. Der Kleinbrand löste eine starke Rauchentwicklung aus.  

Suchmittelhändler ausgeforscht

Weinburg am Saßbach, Bezirk Leibnitz. – Die Suchtmittelgruppe der Polizeiinspektion Leibnitz forschte drei mutmaßliche Suchtmittelhändler aus. Diese stehen im Verdacht, im gesamten Jahr 2020 in einer Lagerhalle in Weinburg am Saßbach Drogen hergestellt und im Anschluss verkauft zu haben.

Die Verdächtigen sind 23, 28 und 31 Jahre alt und stammen aus den Bezirken Deutschlandsberg und Leibnitz. Bei zwei Hausdurchsuchungen konnten in einer Halle in Weinburg insgesamt 90 Drogenhanfpflanzen sichergestellt werden. Im Wohnhaus eines Verdächtigen konnte zusätzlich eine Aufzuchtanlage im Schlafzimmer vorgefunden und sichergestellt werden. Weiters konnten bei der Durchsuchung 650 Gramm fertiges Marihuana sowie zwei verbotene Stahlruten sichergestellt werden.

Die Männer werden verdächtigt, bei mehreren Erntezyklen rund acht Kilogramm Marihuana erzeugt und folglich auch, meist in Graz, verkauft zu haben. Die Verdächtigen zeigten sich teilgeständig und wurden auf freiem Fuß an die Staatsanwaltschaft Graz angezeigt.

     

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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