Tipico Bundesliga: RAPID – Red Bull Salzburg 0:3

STURMLAUF NÄHRT TITELAMBITIONEN
TORSCHÜTZEN: RAMALHO (36.), ADEYEMI (90.+3, 90.+5)

Spielbericht: FC RED BULL SALZBURG; Fotos: Red Bull/GEPA Pictures

Was für eine Machtdemonstration! Gegen wortwörtlich chancenlose Wiener überzeugt unsere Truppe mit Einbahnstraßen-Fußball, der 3:0-Triumph beschert uns einen Sieben-Punkte-Polster auf den schärfsten Verfolger aus Hütteldorf.

SPIELBERICHT

Coach Jesse Marsch schenkte zum dritten Mal en suite derselben Elf das Vertrauen und sah, wie Goalgetter Patson Daka mit einem Header ans Außennetz bereits nach wenigen Sekunden die erste Visitenkarte abgab. Der Sambier erhitzte fortan endgültig zum Unruheherd: Mergim Berisha lancierte den Angreifer, der seinen Bewacher auf Abstand hielt und im Eins-gegen-Eins auf Höhe der Strafraumgrenze die Nerven bewahrte. TOR! Inmitten des Freudentaumels ertönte allerdings der ernüchternde Abseitspfiff – boah, zugegeben, schwierig in Echtzeit zu bewerten, nichtsdestotrotz eine Fehlinterpretation des Gespanns um Referee Schüttengruber.

Gegen eher destruktive und teils überforderte Hütteldorfer waren unsere Burschen auch bei Standards gefährlich. Beispielsweise als Toni Bernede einen Junuzovic-Corner in den Rückraum ablegte und Max Wöber das Leder Richtung Gehäuse pfefferte – Schlussmann Strebinger musste gegen den ordentlichen Versuch eingreifen. Der Nächste saß! Sladdi mit einer Ecke, Enock Mwepu verlängerte am ersten Pfosten via Querlatte zu Berisha, der per Bauch zu Andre Ramalho weiterleitete. Unser Abwehrrecke behielt die Übersicht und grätschte die Murmel, vorbei am orientierungslosen Strebinger, ins Glück (36.)! Der Schütze fand sich in der Folge in einer gewohnteren Rolle wieder. Seinen spektakulären Ball in die Spitze verarbeitete Daka gekonnt, der Barac düpierte und abdrückte – drüber!

Es waren noch nicht alle Betreuer auf die zugeordneten Plätze zurückgekehrt, da vollzog Schüttengruber schon die nächste Amtshandlung: Hofmann agierte im Zweikampf mit Daka recht unbeholfen, sein kurzer Kontakt reichte, um Patson als letzter Mann zu legen (46.). Der Sünder musste mit Rot vom Grün, der anschließende 17-Meter-Freistoß von Junuzovic küsste die Querlatte auf dem Weg ins Aus! Unsere Mannschaft agierte weiterhin initiativ: Erst rettete Barac kurz vor der Linie gegen den umtriebigen Aaronson, etwas später scheiterte Berisha aus spitzem Winkel an Strebinger.

Der Wiener Schlussmann avancierte zum Schwerstarbeiter: Bei einem Aaronson-Schlenzer segelte er ins richtige Eck. Joker Karim Adeyemi gewährte ihm ausnahmsweise eine Verschnaufpause, nachdem er erst an mehreren Rapid-Kickern vorbeigewirbelt war, jedoch letztlich das Spielgerät knapp über das Gehäuse donnerte. Während der Tabellenzweite in der gesamten Begegnung keinen Schuss aufs Tor zustande bringen sollte, drückten unsere Burschen auf die Entscheidung. Rasmus Kristensen entdeckte Mwepu, der sich aus der Distanz ein Herz fasste. Greiml fälschte ab, Strebinger war geschlagen! Doch weil der Assistent Adeyemi im Sichtfeld des Wiener Rückhalts vermutete, winkte dieser ab. Wieder äußerst diskutabel.

Im Schlussakt trabten die Hausherren verzweifelt an, die rot-weißen Konter brachten die Entscheidung: Nach einem Okafor-Pass war Adeyemi im Alleingang nicht zu stoppen (90.+3), dann tauchte er nach Kristensen-Flanke am zweiten Pfosten auf, um im Nachschuss den 3:0-Schlusspunkt zu setzen (90.+5)!

STATEMENTS

Jesse Marsch

Das waren wichtige drei Punkte und ein richtig wichtiger Sieg für uns, auch wenn es nicht unsere beste Leistung war! Wir haben sehr gut verteidigt, der Gegner war fast nie gefährlich. Ich wäre viel glücklicher gewesen, hätten wir das zweite Tor etwas früher gemacht, dann hätten wir uns alle ein bisschen entspannen können. Aber es war auch nicht einfach, wir konnten in der Situation nur verlieren. Wir haben noch viel zu tun, es sind noch acht Spiele. Sobald uns niemand mehr abfangen kann, lassen wir uns beglückwünschen.

Andre Ramalho:

Es war ein ganz wichtiger Sieg. Wir sind lange Zeit nur mit 1:0 in Führung gelegen, auch weil Rapid selbst nach der Roten Karte kompakt geblieben ist und auf Konter gelauert hat. Gleichzeitig sind wir das eine oder andere Mal auch unnötig ins Risiko gegangen. Wir haben es aber gut gemacht und die Null gehalten. Für mein erstes Saisontor hätte es keinen besseren Zeitpunkt geben können. Wir wissen, dass wir jetzt einen Vorsprung haben, müssen aber bodenständig bleiben.

AUFSTELLUNG

Tabelle

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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