List Förderpreis 2021: Mehr Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr

Richtlinien für Verkehrsplanung unter der Lupe – Praxistest in Wiener Grätzeln – Aus 77 Regeln werden 30

Der Förderpreis der List Group geht heuer an Herbert Neuhauser, BSc aus Wien. In seiner Masterarbeit[1] unterzog er die Richtlinien für die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr einer wissenschaftlichen Analyse.

Ergebnis: Nicht möglichst viele, sondern die richtigen lokalen Schutzmaßnahmen bewirken mehr Sicherheit für Kinder.

Folgerichtig überprüfte der Autor die in den Richtlinien für das Straßenwesen enthaltenen 77 Indikatoren für Kinderschutz auf Überlappungen und Wirksamkeit. Er unterzog sie in drei Wiener „Grätzeln“ dem Praxistest und reduzierte ihre Zahl schließlich von 77 auf 30.

Der von ihm entwickelte, deutlich vereinfachte Kriterienkatalog könnte den Schutz von Kindern im Straßenverkehr in Zukunft wirksamer als bisher machen und außerdem die Arbeit der Verkehrsplaner erleichtern.

Neben dem List Förderpreis 2021 vergab die Jury heuer zwei Anerkennungspreise:

Park + Ride: Wer garantiert die Auslastung?

Bojan Vujic, BSc bewertete in seiner Masterarbeit[2] Bahnstationen der ÖBB nach ihrer Eignung als Park + Ride Standort zur Verlagerung des Pendlerverkehrs von der Straße auf die Schiene.

In einer Detailanalyse für Ostösterreich untersuchte er die nördlichen Einfahrtskorridore nach Wien und klopfte den Bahnhof Stockerau unter Zugrundelegung mehrerer Varianten in einem vierstufigen Prozess auf seine Eignung als zukünftiger zentraler Verkehrsknotenpunkt und Park + Ride- Standort ab.

Stadtseilbahn für Regensburg

Ein Autorenkollektiv unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Ulrich Briem erstellte im Rahmen einer Projektarbeit an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg ein Seilbahn – Nahverkehrskonzept für die Stadt[3]. Die projektierten drei Seilbahnlinien würden den historischen Stadtkern vom Verkehr entlasten. Die angehenden Maschinenbauer errechneten Statik, Seillängen und Errichtungskosten und lieferten eine Basis für künftige Entscheidungen der Regensburger Stadtväter.

Der Förderpreis der List Group

Die List Group, ein führender österreichischer Betreiber von Parkgaragen in Österreich, Deutschland, Ungarn, Slowenien und Kroatien, schreibt ihren Förderpreis für Beiträge zur Verbesserung der städtischen Verkehrs- und Parkraumsituation seit 2007 (www.list-group.at/foerderpreis) aus. Ziel der privaten Initiative ist es, Studenten, Kreative und junge Wissenschafter zur Beschäftigung mit dem Thema Stadtverkehr zu motivieren. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird jährlich verliehen. Der Jury gehören führende Fachleute für Verkehrsplanung, Parkgaragen, des ÖAMTC, der Wirtschaftskammer, der Stadt Wien und ein Kommunikationsfachmann an.

In der Broschüre „List Förderpreis“ sind alle bisher ausgezeichneten Arbeiten dargestellt. Sie kann bei der List Group (Tel. +43 1 533 32 63 – 0) kostenlos angefordert werden.

Die List Group

Die List Group mit Sitz in Wien trägt als privater Errichter und Eigentümer von Immobilien und Garagen seit Jahrzehnten aktiv zur  Stadtentwicklung bei. Die Gruppe betreibt über ihre Tochtergesellschaft BOE Gebäudemanagement GmbH in Österreich und den benachbarten Ländern zahlreiche Gebäude sowie 95 Garagen mit 27.000 Stellplätzen.

 Parkhaus Stockerau, Foto © privat

[1]Bewertung der Qualität von Stadträumen im Kontext kinderfreundlicher Mobilität, Masterarbeit bei Prof. Dipl. Ing. Dr. Juliane Stark, Abteilung für Verkehrswesen an der Universität für Bodenkultur, Wien

[2] Potentialanalyse von Park & Ride – Plätzen mittels makroskopischer Nachfragemodellierung, Masterarbeit bei Univ. Prof. Dr. Ing. Martin Fellendorf, Institut für Straßen- und Verkehrswesen, TU Graz

[3] Erstellung eines Seilbahn- Nahverkehrskonzepts mit drei Seilbahnlinien für die Stadt Regensburg, Prof. Dr.-Ing. Ulrich Briem, Fakultät für Maschinenbau der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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