Red Bulls unterliegen gegen den KAC unglücklich in der Overtime. Klagenfurt führt in der Halbfinalserie nun mit 2:0; Capitals gleichen gegen Bozen aus

Salzburg, 30. März 2021 | Der EC Red Bull Salzburg musste sich im zweiten Playoff Halbfinalspiel der bet-at-home ICE Hockey League zuhause gegen den EC-KAC mit 2:3 nach Verlängerung geschlagen geben. In einem rassigen Spiel gingen die Salzburger in der 57. Minute mit 2:1 in Führung, mussten aber in der 60. Minute noch den Ausgleich hinnehmen und unterlagen schließlich in der Verlängerung mit einem Shorthander. In der Best-of-Seven-Serie liegen die Red Bulls nun mit 0:2 zurück. 

Wie schon im ersten Halbfinalspiel begannen auch heute beide Teams sehr konzentriert und ließen anfangs geraume Zeit kaum Chancen zu. Die Red Bulls, ohne den für 2 Spiele gesperrten Thomas Raffl, dafür wieder mit Austin Ortega, kamen in der 10. Minute mit eben jenem Stürmer erstmals gefährlich vors gegnerische Gehäuse von Sebastian Dahm, davor musste Salzburgs Torhüter Jean-Philippe Lamoureux schon bei einigen verdeckten Klagenfurter Distanzschüssen höllisch aufpassen. Danach prüfte Alexander Rauchenwald im Powerplay (12.) von halblinks den Klagenfurter Schlussmann, Filip Varejcka versuchte es per Rückhand aus dem Slot (13.). Eine Minute später aber ging der KAC in Führung, Rok Ticar zog aus kurzer Distanz ins Kreuzeck (14.). In der 19. Minute rettete Sebastian Dahm die Gäste vor dem Ausgleich, als John Hughes das halbleere Tor knapp verpasste; die Scheibe war beim Nachstochern von Alexander Rauchenwald sogar hinter der Torlinie, aber offenbar wurde vorher abgepfiffen. In der Schlussphase sorgten die Red Bulls weiter mit mehreren Schüssen für höchste Gefahr, konnten aber zunächst nicht ausgleichen. 

Die erste echte Top-Chance im zweiten Durchgang hatte Klagenfurts Thomas Koch mit einem harten Schuss aus dem rechten Bullykreis (27.), weggefangen von JP Lamoureux. Eine Minute später traf Alexander Rauchenwald im Powerplay aus dem Slot auf den Rebound nach einem Dominique Heinrich-Schuss zum 1:1-Ausgleich. In der 32. Minute kam Peter Hochkofler direkt von der Strafbank zu einem Solo, zog aber übers Tor. Die Partie hatte sich mittlerweile zu einem rassigen Spiel mit vielen harten Zweikämpfen entwickelt, in dem die Red Bulls jetzt v.a. über schnelle Gegenangriffe mehr Möglichkeiten hatten. Die beste endete in der 19. Minute bei einem 3-auf-1-Konter mit einem Schuss an die Stange. Nach 40 Minuten blieb es beim 1:1-Zwischenstand. 

Im Schlussdrittel wurde das Spiel noch intensiver, es ging nur noch auf und ab. Daniel Ortega zeigte anfangs ein schönes Solo, brachte die Scheibe aber nicht im Tor unter. Danach mussten die Red Bulls zweimal in Unterzahl spielen und zeichneten sich mit viel Einsatz bei den geblockten Schüssen aus. Wechselweise kam es nun zu brenzligen Gestocher vor den Toren, die Partie wurde immer hektischer. Und dann der zunächst erlösende Moment: Dominique Heinrich traf in der 57. Minute im Powerplay zur 2:1-Führung. Doch in der Schlussminute der regulären Spielzeit gelang den Gästen mit 6 Feldspielern und 5:3-Powerplay (!) noch der Ausgleich, Rok Ticar netzte zum zweiten Mal ein und erzwang die Verlängerung. Dort agierten die Gäste zu Beginn druckvoller und trafen in der 65. Minute in Unterzahl zum entscheidenden dritten Tor und damit zum Sieg in der Verlängerung. Clemens Unterweger schoss die Scheibe aus kurzer Entfernung genau ins Kreuzeck und fixierte damit den zweiten Klagenfurter Sieg der Best-of-Seven-Serie, in der die Red Bulls nun mit 0:2 zurück liegen.
Das dritte Spiel steigt am Donnerstag wieder in Klagenfurt (19:30 Uhr, Puls24).
bet-at-home ICE Hockey League | Playoff Halbfinale | Spiel 2
EC Red Bull Salzburg – EC-KAC 2:3 (0:1, 1:0, 1:1) OT
Tore: Rauchenwald (28./PP), Heinrich (57./PP) resp. Ticar (14., 60./PP2), Unterweger (65./SH)
Salzburgs Verteidiger Dominique Heinrich
„Wir waren über weite Strecken die bessere Mannschaft. Am Ende haben wir dann ein paar blöde Strafen kassiert und in der Verlängerung etwas leichtfertig das Gegentor bekommen. Wir müssen das Spiel jetzt abhaken, in zwei Tagen geht es in Klagenfurt schon weiter. Wir wissen, dass wir da wieder herauskommen können, wir haben schon in der Serie davor Charakter gezeigt.“
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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