ÖSV Wintersportsplitter/Nordisch: Kramer gewinnt in Nizhny Tagil (RUS); Johannes Lamparter stürmt in Klingenthal aufs Podest

Kramer gewinnt in Nizhny Tagil (RUS)



Trotz schwieriger Windverhältnisse und starkem Schneefall zeigten die österreichischen Skisprung-Damen am Samstag eine mannschaftlich starke Leistung beim Weltcup in Nizhny Tagil (RUS). 

Im ersten von insgesamt fünf Springen der „Blue Bird Tour“ holte sich Marita Kramer den Tagessieg vor Sara Takanashi (JPN) und Nika Kriznar (SLO). Die Salzburgerin erzielte mit 96,5 und 96 Metern in beiden Durchgängen Höchstweite und feierte mit acht Zählern Vorsprung auf Takanashi den fünften Weltcup-Erfolg ihrer Karriere. 

Chiara Hölzl fiel nach Rang zwei zur Halbzeit in der Entscheidung zwar zurück, klassierte sich als Fünfte aber ebenfalls noch im Spitzenfeld. Im Gesamtweltcup übernahm Takanashi (JPN) mit ihrem zweiten Platz die Führung von Kriznar (SLO) und liegt nun 15 Punkte vor der Slowenin. Kramer hat aktuell 126 Zähler Rückstand.

***Stimmen***

Martia Kramer: „Ich bin sehr happy mit dem heutigen Resultat. Ich war in zwei Durchgängen konstant auf einem guten Level. Es war von den Verhältnissen her sicher kein leichter Wettkampf. Da braucht es auch ein bissl Glück und das war heute auf meiner Seite. Darüber bin ich sehr happy.“

Harald Rodlauer: „Mit dem heutigen Ergebnis bin ich natürlich sehr zufrieden.  Das war eine sehr starke Leistung von Marita Kramer. Es war ein schwieriger Wettkampf mit wechselnden Windverhältnissen. Aber die Sprünge von Marita waren auf einem sehr hohen Level. Auch mit Chiara Hölzl und ihrem fünften Platz bin ich sehr zufrieden.“

***Ergebnis***
https://www.fis-ski.com/DB/general/results.html?sectorcode=JP&raceid=5841

Johannes Lamparter stürmt in Klingenthal aufs Podest



Nachdem Johannes Lamparter sich bei der WM in Oberstdorf zum Doppelweltmeister gekürt hat stürmt der Tiroler heute in Klingenthal aufs Podest. Lamparter musste sich nur Sieger Jarl Magnus Riiber aus Norwegen sowie Akito Watabe (JPN) geschlagen geben. 

Nachdem gestern Freitag aufgrund des Windes weder Training noch provisorischer Wertungsdurchgang durchgeführt werden konnten, sah es heute Samstag deutlich besser aus. Zwar herrschten immer noch wechselnde Bedingungen, die immer wieder zu Verzögerungen führten. Schlussendlich konnte das Wettkampfprogramm aber fast wie geplant durchgeführt werden. 
Mario Seidl zeigte im Wettkampfdurchgang einen starken Sprung auf 143 Meter, was ihm Platz vier und 18 Sekunden Rückstand auf den Halbzeitführenden Jarl Magnus Riiber einbrachte. Die weiteren Österreicher taten sich etwas schwerer, Lamparter hatte als 9. bereits 1min 32sek Rückstand auf die Spitze. Hinter ihm gingen Klapfer als 12. (+1min 38sek) und Greiderer als 14. (+1min 42sek) ins Rennen. 

Während Jarl Magnus Riiber und Akito Watabe vorne weg ein ungefährdetes Rennen liefen, entfachte dahinter ein Kampf um Platz 3. Zuerst war es noch eine Gruppe von fünf Athleten, in der sich ebenso noch Mario Seidl befand. Lamparter konnte in der vorletzten Runde mit einer sensationellen Aufholjagd auf die Verfolgergruppe aufschließen. Auf den letzten Kilometern setzte er sich gegen seine Kontrahenten durch und lief mit der gesamt fünften Laufzeit als Dritter noch aufs Podium. Mario Seidl landete als Achter (+1min18,9sek) ebenso noch in den Top Ten. 

***Die weiteren Platzierungen der Österreicher:***
13. Lukas Greiderer
16. Lukas Klapfer
17. Martin Fritz
26. Thomas Jöbstl
39. Philipp Orter
DNF: Stefan Rettenegger

***Stimmen:***

***Johannes Lamparter (3.):*** „Ich bin mit dem heutigen Tag sehr zufrieden, obwohl ich leider auf der Schanze keinen allzu guten Sprung erwischt habe und mit den Windbedingungen etwas Pech hatte. Umso besser sind meine Ski dann in der Loipe gelaufen und mein Rennen war fast perfekt. Alles in allem war es ein genialer Tag für mich. Jetzt hoffe ich, dass ich morgen nochmals einen coolen Abschlusswettkampf zeigen kann, da möchte ich noch einmal voll angreifen.“

***Audiointerview Johannes Lamparter:***
https://soundcloud.com/nordiccombined-i/lamparterklingenthal2

Mario Seidl (8.): „Mir taugt es irrsinnig, vor allem auf der Schanze läuft es richtig gut und es freut mich, dass ich wieder vorne mitspringen kann. Mit meinem Rennen bin ich auch sehr zufrieden, weil ich mein Tempo gut laufen konnte und bis zum Schluss um das Podest mitgefightet habe. Ich bin sehr zufrieden, das gibt mir wieder viel Selbstvertrauen. Diesen Flow und die Motivation möchte ich in die Vorbereitung auf die neue Saison mitnehmen.“

Morgen Sonntag findet in Klingenthal (GER) der letzte Wettkampf der Saison 2020/21 statt.

***Zeitplan:***

Sonntag, 21.3.2021
9.45 Uhr: Probedurchgang HS 140
11.00 Uhr: Wertungsdurchgang HS 140
14.45 Uhr: Langlauf 10km

Laufbild Johannes Lamparter (Foto: ÖSV/Derganc)

Felix Leitner läuft als Achter in die Top-Ten



Nach den Damen absolvierten heute auch die Herren in Östersund (SWE) den letzten Verfolgungs-Wettkampf in dieser Saison. Bei schwierigen Windverhältnissen sicherte sich am Ende der norwegische Shooting-Star Sturla Holm Laegreid den Sieg. Der 24-Jährige behielt in einem spannenden Rennen bis zum Schluss die Nerven und setzte sich am Ende mit zwei Fehlschüssen und 22,6 Sekunden Vorsprung gegen seinen Landsmann Johannes Thingnes Boe, der sich insgesamt drei Strafrunden leistete, durch. Damit hielt der 24-Jährige auch die Entscheidung um den Gesamtweltcup vor dem morgigen Massenstart-Rennen weiter offen. Das Podest komplettierte der Italiener Lukas Hofer auf Rang drei (+32,4 sec.).

Bester ÖSV-Athlet war heute Felix Leitner. Der Tiroler, der von Platz 20 ins Rennen gestartet war, zeigte eine beherzte Aufholjagd, musste insgesamt zweimal in die Strafrunde und belegte am Ende den starken achten Platz (+1:22,2 min.). Mit Simon Eder schaffte noch ein weiterer Österreicher den Sprung in die Top-15. Der 38-jährige Routinier leistete sich drei Schießfehler und klassierte sich auf Rang elf (+1:32,2 min.). David Komatz landete mit ebenfalls drei Strafrunden auf Platz 44.


STIMMEN:

Felix Leitner (Achter): „Das war vermutlich mein bestes Verfolgungsrennen in dieser Saison. Ich bin froh, dass ich endlich wieder ein gutes Rennen zeigen und in die Top-Ten laufen konnte. Das ist heute schon richtig cool. Am Schießstand habe ich, bis auf die zwei Fehler liegend, super gearbeitet. Jetzt bin ich als Achter ins Ziel gekommen und wirklich sehr zufrieden damit.“

Simon Eder (11.): „Der elfte Platz ist natürlich ein gutes Resultat, aber ich habe heute sehr mit dem Wind gekämpft. Ich konnte es leider nicht ganz durchziehen, aber mit einem achten und einem elften Platz können wir heute super zufrieden sein.“


Weiteres Wettkampfprogramm Östersund:
Sonntag, 21.03.2021, Massenstart Damen, 13.00 Uhr
Sonntag, 21.03.2021, Massenstart Herren, 15.30 Uhr

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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