Niedergelassene Ärzte und Land Steiermark blicken zuversichtlich in Zukunft 100.000 Person in der Steiermark geimpft

Graz, am 19. März 2021. – Mit der heutigen Impfung des pädagogischen Personals (rund 17.000) wird die 100.000 Steirerin beziehungsweise Steirer erstgeimpft. Das gab Michael Koren beim wöchentlichen Pressegespräch am 19.3.2021 zum Stand der Corona-Schutzimpfungen in der Steiermark bekannt. Teil nahmen auch die niedergelassene Ärztin Dr. Reingard Glehr und der ebenfalls in Hartberg tätige Arzt Dr. Alexander Moussa teil. Nach Meldung an das Innenministerium sind 136.982 Impfungen bislang auf steirischem Boden erfolgt. Das E-Impfpassregister weist 136.489 Impfungen aus, 98.105 Erst- und 37.407 Zweitimpfungen. Der Landesimpfkoordinator berichtet aktuell von den derzeit laufenden Impfungen des Lehrpersonals (17.000 Anmeldungen) in 22 Impfstraßen und bei rund 230 Hausärztinnen und Hausärzten, wie auch die Impfung von stationären Hochrisikopatientinnen (8.000 Impfungen). Ab 22. März werden 7.000 Dosen vom Impfstoff AstraZeneca und Moderna für Behinderteneinrichtungen verwendet. Derzeit werden die über 85-Jährigen von ihrer Zweitimpfung in der kommenden Woche informiert. Koren: „Und dann nähern wir uns Woche für Woche in der Alterspyramide von oben herab den 80-Jährigen.“ Die Zusage bis Ende April, Anfang Mai alle über 65-Jährigen, wie der Bund vorgegeben hat, werde halten, so Koren.Landesamtsdirektor-Stv. und interner Koordinator Wolfgang Wlattnig berichtet von über 370.000 Anmeldungen auf der Registrierungsplattform und den Schwankungen in den Statistiken, „wo mal die Steiermark in der Mitte und dann wieder hinten liege“. Man sei zuversichtlich bald wieder weit vorne zu liegen, denn „ab jetzt wird laufend geimpft“, kündigt Wlattnig an. Für nächste Woche seien 50.000 Impfungen vorgesehen und unter dieser logistischen Herausforderung werde sich das duale steirische System von 22 Impfstraßen und über 800 Impfordinationen bewähren. Das duale System sei zwar komplexer in seiner Abwicklung und Logistik, doch könne man gemeinsam sich gegenseitig stützen und laufend Verbesserungen einbringen, meint Wlattnig.Der Verantwortliche für die Impfstraßen, Harald Eitner, schloss an die Herausforderung der derzeitigen Impfungen des pädagogischen Personals an. Die in Graz hierfür auf zehn Impfspuren erweiterten Möglichkeiten seien dabei noch nicht das Maximum für die nun 9.064 Anmeldungen für zwei Tage. „Wir können in Graz die Kapazität auf bis zu 20 Impfspuren erhöhen“, zeigt sich Eitner zuversichtlich. Die Impfkapazität wurde durch eine parallel erfolgende Aufklärung bzw. Unterstützung beim Ausfüllen der Aufklärungsbögen von 12 Personen pro Stunde nun auf 24 pro Stunde verdoppelt. Vorige Woche haben sich bei der Gruppe enger Kontaktpersonen von Schwangeren 2.202 Personen von 6.630 Angemeldeten, also noch rund 33 Prozent abgemeldet. Bei den derzeit mit AstraZeneca durchgeführten Lehrerimpfungen erwarte man eine Abmeldequote von zehn Prozent.Einen Grund hierfür sieht der praktische Arzt Alexander Moussa auch in der gewissenhaften Aufklärung des pädagogischen Personals. „Eine wirklich positive Dynamik zwischen Land Steiermark und den niedergelassenen Ärzten hat sich in den letzten Wochen entwickelt“, so Moussa. Der absolute Wille zur Zusammenarbeit um das gemeinsame Ziel einer raschen Durchimpfung der Bevölkerung habe Land und niedergelassene Ärzte zusammengeschweißt. Auch Reingard Glehr, Leiterin der Akademie der Allgemeinmediziner, sieht die gewachsene Zusammenarbeit positiv. Das duale System bringe viele Vorteile, wie auch die Möglichkeit durch die Zusammenarbeit in einer Arbeitsgruppe, um das System zu verbessern.Neben der 100.000 Person, die am Josefitag in der Steiermark geimpft wird, ist auch die 100.000 Personensuche im Corona-CallCenter als Erfolg zu vermelden.
Die beiden Säulen der steirischen Impfstrategie 

© Land Steiermark/Jesse Streibl

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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