ÖSV-Wintersportsplitter: Saisonfinale der Skispringerinnen / Alessandro Hämmerle greift nach Snowboardcross-Kristallkugel

Auftakt zum Saisonfinale der Skispringerinnen in Russland

Für Österreichs Skispringerinnen steht am Freitag die Anreise nach Russland auf dem Programm, wo in den kommenden zwei Wochen mit der „Blue Bird Tour“ der Schlusspunkt einer außergewöhnlichen Saison gesetzt wird. Insgesamt sind fünf Wettkämpfe geplant.

Zunächst sind am Wochenende in Nizhny Tagil zwei Einzelwettkämpfe angesetzt, bevor in der Folgewoche zwei weitere Einzelspringen sowie ein Teambewerb das Saisonfinale bilden. Nach der coronabedingten Absage der norwegischen Skisprung-Serie „Raw Air“ sind Österreichs Damen heiß auf den Showdown.

Marita Kramer, die bei der Weltmeisterschaft in Oberstdorf zwei vierte Plätze in den Einzelbewerben belegte sowie Bronze im Mixed-Team-Bewerb und Gold im Teambewerb mit Daniela Iraschko-Stolz, Chiara Hözl und Sophie Sorschag gewann, liegt im Gesamtweltcup aktuell 151 Punkte hinter der führenden Slowenin Nika Kriznar auf Rang vier.

Damen-Cheftrainer Harald Rodlauer hat Lisa Eder, Chiara Hölzl, Daniela Iraschko-Stolz, Marita Kramer und Sophie Sorschag für die Reise nach Russland nominiert.

Alessandro Hämmerle greift nach dritter SBX-Kristallkugel in Serie

Am kommenden Samstag steigt in Veysonnaz der Showdown im Snowboardcross-Weltcup. Bei den Herren hat Alessandro Hämmerle dabei die große Chance, die dritte SBX-Kristallkugel in Folge zu erobern. Der Vorarlberger wäre nach den beiden Franzosen Xavier De Le Rue (2002/03, 2003/04, 2004/05) und Pierre Vaultier (2015/16, 2016/17, 2017/18) erst der dritte Snowboardcrosser der Geschichte, dem der Weltcup-Hattrick gelänge.

Der Vizeweltmeister aus dem Montafon geht mit einer komfortablen Ausgangsposition in das letzte Saisonrennen. Hämmerle führt die Weltcup-Zwischenwertung mit 330 Punkten an. Einzig verbliebener Konkurrent um SBX-Kristall ist Eliot Grondin (268), der 62 Zähler Rückstand auf den Österreicher aufweist. Die Rechnung ist einfach: Sollte der Kanadier gewinnen, muss Hämmerle zumindest Sechster werden. Landet Grondin auf Rang zwei, reicht Hämmerle ein 14. Rang zur erfolgreichen Titelverteidigung im SBX-Weltcup. Ein dritter Platz wäre für Grondin bereits zu wenig. Beim Finale gibt es übrigens keine Qualifikation, da nur die 32 besten Herren und 16 besten Damen der aktuellen Weltcupwertungen startberechtigt sind. Bei verletzungsbedingten Ausfällen rücken die nächstbesten Fahrer bzw. Fahrerinnen nach.

Dass Hämmerle mit dem 1.030 Meter langen Kurs in Veysonnaz gut zurechtkommt, hat er am Donnerstag im ersten Training mit der zweitschnellsten Zeit (1:00,43 Minuten) hinter dem Italiener Lorenzo Sommariva (1:00,39) bewiesen. Ein starkes Comeback lieferte der Niederösterreicher Jakob Dusek nach seiner Mitte Februar auf der Reiteralm erlittenen Gehirnerschütterung als Drittschnellster ab (1:00,49). Unmittelbar hinter Dusek reihte sich Eliot Grondin (1:00,83) an der vierten Stelle ein.

„Die Ausgangsposition vor dem Finale in Veysonnaz war in den beiden vergangenen Jahren viel enger als heuer. Das heißt aber nicht, dass ich deshalb weniger angespannt bin. Die Kugel zum dritten Mal in Serie zu gewinnen, ist sehr reizvoll. Ich fahre sehr gerne auf diesem Kurs und freue mich auf ein cooles Finale. Ich werde auch nicht viel herumrechnen, sondern alles unternehmen, um im Rennen vor Eliot Grondin zu sein“, betonte Alessandro Hämmerle.

Über eine starke Rückkehr durfte sich beim ersten Training in Veysonnaz Jakob Dusek freuen: „Dafür, dass ich in den vergangenen vier Wochen bis auf einige Freifahrten kaum etwas machen konnte, ist es heute schon wieder gut gelaufen. Ich habe mich im Kurs sehr wohlgefühlt und freue mich, dass ich gleich wieder mit den Schnellsten mithalten konnte“, meinte Jakob Dusek.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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