ÖSV – Wintersportsplitter: Schwarz fixiert Slalom-Kristallkugel

Beim vorletzten Slalom der Saison im slowenischen Kranjska Gora reichte Marco Schwarz ein siebenter Platz für den Gewinn der kleinen Kristallkugel. Bester Österreicher wurde Manuel Feller auf Rang sechs. Frankreich feierte durch Clement Noel und Victor Muffat-Jeandet (+0,62 Sek.) einen Doppelsieg. Dritter wurde Ramon Zenhäusern aus der Schweiz (+0,71 Sek.).

Bei sehr schwierigen äußeren Bedingungen mit starkem Schneefall und schlechter Sicht ging der zehnte Saisonslalom in über die Bühne. Dem Leader in der Slalomwertung, Marco Schwarz, reichte am Ende ein siebenter Rang für den Gewinn der kleinen Kristallkugel. Der Kärntner, der nach dem ersten Durchgang auf Rang sechs lag, konnte im zweiten Lauf mit einer dosierten Fahrt die nötigen Punkte einfahren und darf sich damit erstmals in seiner Karriere über eine Kristallkugel freuen.

„Ich bin richtig froh, dass ich heute trotz meiner Rückenprobleme die Kugel holen konnte. Großes Dankeschön, an alle die da mitgeholfen haben. Speziell im zweiten Durchgang waren die Verhältnisse richtig brutal, sie haben aber das Beste daraus gemacht. Ich bin richtig happy, dass es so aufgegangen ist.“

Marco Schwarz

Bester Österreicher in Kranjska Gora wurde Manuel Feller auf Rang sechs (+1,18 Sek.). Der Tiroler, der nach dem ersten Durchgang auf dem elften Platz lag, zeigte in der Entscheidung eine starke Leistung und konnte sich noch um fünf Positionen verbessern.

Ebenfalls in die Top 10 schaffte es Fabio Gstrein, der Neunter wurde (+1,87 Sek.). Der 23-Jährige verbesserte sich nach dem 15. Platz zur Halbzeit um sechs Positionen und fuhr damit zum dritten Mal in dieser Saison unter die besten Zehn. Mit Adrian Pertl auf dem 17. Rang (+2,41 Sek.) schafften insgesamt vier ÖSV-Athleten den Sprung in die Top 20.

ERGEBNIS

Biathlon: ÖSV-Duo verpasst knapp das Podest

Lisa Hauser und Simon Eder verpassten in der abschließenden Single-Mixed-Staffel von Nove Mesto (CZE) mit Rang vier knapp einen Podestplatz. Das ÖSV-Duo hielt sich das gesamte Rennen über an der Spitze des Feldes und war bis zum Schluss mittendrin im Kampf um den Tagessieg. Am Ende benötigte die österreichische Mannschaft insgesamt neun Nachlader und belegte mit einem Rückstand von 40,8 Sekunden den vierten Platz.

Der Sieg ging in einem extrem spannenden Rennen an das Team aus Schweden. Das Duo Linn Persson und Sebastian Samuelsson setzte sich mit sieben Nachladern erst im Zielsprint mit 1,5 Sekunden Vorsprung gegen die Favoriten aus Norwegen (Ingrid Landmark Tandrevold/Sturla Holm Laegreid) durch. Der dritte Platz ging überraschend an Susan Dunklee und Sean Doherty aus den USA (+26,1 sec.).


Rennverlauf:

Der Start in das Single-Mixed-Rennen verlief für Österreich solide. Startläuferin Lisa Hauser übernahm nach einer fehlerfreien Liegendserie in der zweiten Runde die Führung, hatte jedoch beim Stehendschießen mit den schwierigen Windbedingungen zu kämpfen. Die Tirolerin benötigte alle drei Zusatzpatronen, konnte jedoch die Strafrunde verhindern und übergab als Achte (+19,8 sec.) erstmals an Simon Eder. Der Salzburger lieferte danach eine grandiose Vorstellung ab, zeigte zwei fehlerfreie und schnelle Schießeinlagen und positionierte das ÖSV-Team zur Hälfte des Rennens auf Rang zwei (+14,6 sec.). Nun war wieder Lisa Hauser an der Reihe. Die 27-Jährige musste liegend zweimal und stehend einmal nachladen, hielt damit das Team weiter auf Podestkurs und übergab als Dritte (+5,3 sec.) ein letztes Mal an Simon Eder. Der 38-Jährige war nun mittendrin im Kampf um den Sieg. Nach einem Fehlschuss beim Liegendanschlag kam es beim letzten Stehendschießen zu einem echten Showdown. Der Routinier riskierte viel, musste jedoch zweimal nachladen und verpasste damit einen Podestplatz. Am Ende überquerte Simon Eder als Vierter (+40,8 sec.) die Ziellinie.


STIMMEN:

Lisa Hauser (Vierte): „Am Schießstand war es heute extrem windig und das hat es sehr schwierig gemacht. In meiner ersten Stehendserie habe ich mich gleich auf den ersten Schießplatz positioniert, weil ich mir gedacht habe, es wäre vielleicht vom Wind her ein bisschen einfacher. Aber dann war die Belastung vermutlich doch ein wenig zu hoch, das war vielleicht ein kleiner taktischer Fehler von mir. Liegend bin ich sehr zufrieden, aber das war eben nur die Pflicht und die Kür habe ich beim Stehendschießen leider nicht ganz ideal absolviert. Es war sicher kein schlechtes Rennen von uns, aber am Schießstand war es heute einfach schwierig.“

Simon Eder (Vierter): „Es war leider eine Kopie von dem Rennen bei der WM in Pokljuka. Im zweiten Turn musste ich wieder dreimal nachladen und beim letzten Stehendschießen habe ich es leider nicht ganz hingebracht. Hier braucht man bei diesem Wind einfach ein wenig Glück und ich habe sehr darauf geachtet, die Nachlader schnell abzuarbeiten. Ich habe auf der Schlussrunde noch einmal alles probiert, aber heute hatten die Amerikaner einfach das glücklichere Ende auf ihrer Seite.“

ÖSV-Mixed-Staffel belegt Rang acht


Das Mixed-Staffel-Rennen in Nove Mesto (CZE) endete mit einem ungefährdeten Favoritensieg für das Team aus Norwegen. Das Quartett in der Besetzung Tiril Eckhoff, Marte Olsbu Roeiseland, Tarjei Boe und Johannes Thingnes Boe leistete sich insgesamt nur vier Nachlader und feierte mit 1:08,7 Minuten Vorsprung einen souveränen Start-Ziel-Sieg. Auf Rang zwei landete mit zehn Nachladern die Mannschaft aus Italien. Das Podest komplettierten die Damen und Herren aus Schweden (+1:22,7 min.). 

Die österreichische Mannschaft in der Besetzung Dunja Zdouc, Julia Schwaiger, Felix Leitner und David Komatz zeigte eine solide Leistung und belegte mit insgesamt zehn Nachladern Rang acht. Der Rückstand auf Norwegen betrug am Ende 3:17,9 Minuten.


Rennverlauf:

Dunja Zdouc zeigte nach ihrer gestrigen Aufholjagd in der Verfolgung auch heute als Startläuferin der Mixed-Staffel eine starke Leistung. Die Kärntnerin hielt sich das gesamte Rennen im vorderen Feld, benötigte nach einer fehlerfreien Liegendserie im Stehendanschlag nur eine Zusatzpatrone und übergab als Fünfte (+39,5 sec.) an ihre Teamkollegin Julia Schwaiger. Die Salzburgerin musste in ihrem Turn beim Liegendschießen mit starken Windverhältnissen zurechtkommen, konnte die schwierige Situation jedoch mit zwei Nachladern meistern. Stehend leistete sich die 25-Jährige nur einen Fehlschuss und klassierte das ÖSV-Team damit zur Halbzeit auf Rang sechs (+1:39,2 min.). Anschließend startete für Österreich Felix Leitner in das Rennen. Der Tiroler musste liegend einmal und im anschließenden Stehendschießen dreimal nachladen, hielt die ÖSV-Staffel damit aber weiter in den Top-Ten und übergab als Achter (+2:33,9 min.) an Schlussläufer David Komatz. Der Steirer zeigte eine gute Leistung, benötigte bei beiden Schießeinlagen jeweils eine Zusatzpatrone und überquerte schlussendlich als Achter die Ziellinie (+3:17,9 min.).


STIMMEN:

Dunja Zdouc: „Das war heute wieder ein cooles Rennen. Ich bin gut weggekommen beim Start und habe gleich einen starken Zug erwischt. Beim Schießen habe ich mich mehr auf das Treffen, als auf die dafür benötigte Zeit konzentriert. Das hat vielleicht ein paar Sekunden gekostet, aber ich glaube, dass mir alles in allem ein gutes Rennen gelungen ist.“

Julia Schwaiger: „Das Liegendschießen war heute ein wenig schade, da wäre sicher mehr drinnen gewesen. Ich habe zwar auf den Wind reagiert, aber wenn schon die ersten beiden Schüsse nicht fallen, dann weiß man manchmal nicht wirklich, was man am besten tun soll. Die zweite Runde musste ich dann allein laufen, was ziemlich schwierig war. Beim Stehendanschlag war ich dann schon am Limit und ich musste richtig kämpfen, weil meine Beine schon so gezittert haben. Aber ich glaube, am Ende hat das mit diesen Windbedingungen schon ganz gut gepasst.“

Felix Leitner: „Ich bin froh, dass es mir heute läuferisch schon wieder viel besser gegangen ist. Ich konnte die anderen wieder fordern und mit ihnen mitgehen und daher hat das heute gut gepasst. Es war natürlich noch nicht das Beste, was ich draufhabe, aber es hat auf jeden Fall wieder Spaß gemacht. Stehend habe ich mir heute wirklich nicht leichtgetan, dafür hat das Liegendschießen ganz gut funktioniert.“

David Komatz: „Liegend ist mir heute leider ein Fehler passiert, den konnte ich jedoch gleich wieder abarbeiten. Auf der zweiten Runde habe ich dann darauf geachtet, meine Kräfte ein wenig für das Stehendschießen zu sparen. Das ist mir eigentlich gut gelungen, denn ich bin wieder mit einem Nachlader durchgekommen. Auf der Schlussrunde war dann nach vorne nicht mehr viel möglich und auch von hinten hatte ich keine Gefahr mehr zu befürchten. Alles in allem hat das heute ganz gut gepasst, obwohl ich mich auf der Strecke ehrlich gesagt schon ein wenig müde gefühlt habe.“

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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