AFGHAN SKI CHALLENGE – das Skirennen am Hindukusch. 2 Salzkammergütler waren dabei

Afghanistan ist kein alltägliches Reiseziel, daher kann man es als eine große Herausforderung bezeichnen, in dieses Land zu reisen. Helmut Pichler und Markus Raich, der von Servus TV für einen Dreh zu einem Schitourenrennen am Hindukusch beauftragt wurde (Filmberichte wird es auch im Ausseer Regionalfernsehen geben; Heli Pichler und Hans Fuchs werden im Sommer, wenn es die Corona-Situation erlaubt, Vortragsveranstaltungen anbieten), begaben sich am 26. Februar nach Wien. Bis zuletzt schien es fraglich, ob die beiden Weltenbummler ein Visum bekommen würden, aber es ging sich sehr knapp doch noch aus.

Die Anreise erfolgte am 26. Februar wenige Stunden nach Erhalt der Reisegenehmigung von Wien aus nach Kabul, weiter ging es ins Panjshir Valley. Dort befindet sich das Denkmal des von den Taliban erschossenen Freiheitskämpfers Ahmed Shar Massoud. Er verteidigte sein Tal vor den radikalen Talibantruppen.

Aufgrund der unsicheren Situation auf den Straßen flogen Pichler und Raich mit dem Flugzeug in den nordwestlichen Teil Afghanistan nach Bamyan. Diese Stadt wurde durch die von den Taliban zerstörten (2001) Buddhastatuen, die größten, die es gegeben hat, weltbekannt. Die höchste Statue war 55m hoch. 

Bamyan liegt auf 2550m und befindet sich am Fuße des riesigen schneebedeckten Hindukusch Gebirges, dem westlichen Teil des Himalaya. Diese beeindruckende Landschaft mit den endlos steilen Schneeflanken war wahrscheinlich der Grund zur Gründung des Afghan Ski Clubs. Seit einigen Jahren gibt es sogar auch ein eigenes Rennen für Frauen.

Während der Anreise erlebten Pichler und Raich Menschen, die hier in Afghanistan unter schwierigsten Bedingungen und Umständen ihr Leben meistern: Sie lebten in sehr armen Verhältnissen, seien freundlich und hilfsbereit und es gebe auch etwas Inlandstourismus,. Kaum zu glauben. Auch Panzer, Minenfelder seien immer wieder zu sehen und erinnerten an die jahrzehntelangen kriegerischen Auseinandersetzungen, aber die Situation habe sich verbessert, sagten die Einheimischen – die jetzt einer positiven Zukunft entgegen blickten. Wie schnell sich die Situation aber ändern kann, merkten die beiden, als sie zum Auto zurückkehrten und ein Einschussloch in der Windschutzscheibe vorfanden.

Zur Vorbereitung waren zwischen 2. und 4. März einige Einheimische mit Tourenskiern unterwegs und trainierten, auch Heli Pichler, um sich erstens zu akklimatisieren und zweitens die Schneeverhältnisse gewohnt zu werden. Pichler und Raich wurden im Vorfeld sogar vom afghanischen Fernsehen interviewt, da sie momentan eine der ganz wenigen Touristen in diesem Land sind.

Schließlich startete der Gosauer bei Prachtwetter am 5. März in einem Feld von 75 Schisportlern zur 11. Afghanistan Schi Challenge, er war der einzige Teilnehmer aus Europa.   Nach dem Start, einem Massenstart, ging es auf ca. 3.500 m hinauf und dann wieder durch freies Gelände hinunter ins Ziel. Es gab dabei keine Routenvorgabe. Heli Pichler machte seine Sache beachtlich und belegte einen Platz im unteren Tabellendrittel.

Im Anschluss an das Rennen unternahmen beide noch einen Abstecher zu den Band -e – Amir Seen, landschaftlich einer der schönsten Plätze Afghanistans, ehe es am 7. März per Jeep nach Kabul geht, um hoffentlich bald wieder in der Heimat zu sein.

Land und Leute

Die Vorbereitung

Das Rennen

Die Siegerin des Damenrennens

Die Reise zu den Band -e – Amir Seen

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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