ÖSV – Wintersportsplitter/Alpin und Snowboard: KRIECHMAYR GEWINNT SAALBACH ABFAHRT

SKI ALPIN  06 März 2021 Saalbach-Hinterglemm

Vincent Kriechmayr triumphierte bei der Abfahrt in Saalbach-Hinterglemm, der Oberösterreicher setzte sich mit 0,17 Sekunden Vorsprung auf Beat Feuz (SUI) und Teamkollegen Matthias Mayer (+0,27 Sek.) durch. Vier Österreicher platzierten sich in den Top 7.

Mit Startnummer eins ging Kriechmayr ins Rennen und der Doppelweltmeister von Cortina zeigte einen nahezu fehlerfreien und angriffslustigen Lauf. Am Ende durfte sich der 29-Jährige über seinen dritten Saisonsieg freuen, in der Abfahrt war es sein erster seit über zwei Jahren. Zuletzt stand der Oberösterreicher im Jänner 2019 in Wengen ganz oben auf dem Stockerl.

„Es war schwieriger, als es vielleicht aussah, ich habe richtig kämpfen müssen. Die Fahrt war richtig gut und ich bin happy, dass es so ausgegangen ist. Die Nummer eins war kein Nachteil, da wir zwei gute Trainings hatten und ich auch gestern herunterfahren konnte. Ich bin sehr glücklich mit dem heutigen Tag.“

Vincent Kriechmayr

Stark meldete sich auch Matthias Mayer zurück, der in der WM-Abfahrt in Cortina ausgeschieden war. Der 30-jährige Kärntner fuhr einen starken Lauf und konnte sich im Ziel über sein siebentes Saisonpodium freuen.

„Ich konnte meine Podest Serie im Weltcup fortsetzten, das ist natürlich sehr positiv. Mit meiner Fahrt kann ich voll zufrieden sein, ich war am Limit unterwegs und habe alles gegeben. Beat und Vinc sind top gefahren und das Niveau ist einfach super.“

Matthias Mayer

Drittbester Österreicher wurde Max Franz auf dem guten fünften Platz, ex aequo mit dem Schweizer Marco Odermatt. Der Kärntner präsentierte sich auf der WM-Strecke von 2025 stark und hatte am Ende 79 hundertstel Sekunden Rückstand auf Kriechmayr. Direkt hinter Franz belegte Otmar Striedinger Platz sieben (+0,85 Sek.). Mit Daniel Danklmaier auf Rang 14 (+1,62 Sek.), Daniel Hemetsberger als 16. (+1,69 Sek.) und Maximilian Lahnsteiner auf Platz 30 (+2,22 Sek.), in seinem ersten Weltcuprennen, fuhr der ÖSV ein mannschaftlich bärenstarkes Ergebnis ein.

ERGEBNIS

Morgen steht in Saalbach-Hinterglemm ein Super-G auf dem Programm.

SKI ALPIN  06 März 2021 Jasna (SVK)

PLATZ VIER FÜR LIENSBERGER

Weltmeisterin Katharina Liensberger verpasste beim Weltcupslalom in Jasna (SVK) das Podest. Mit einem Rückstand von über einer Sekunde belegte sie Platz vier. Der Sieg ging an die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin, vor der Lokalmatadorin Petra Vlhova und Wendy Holdener (SUI).

Nach dem ersten Durchgang lag Liensberger, mit einem Rückstand von 0.91 Sekunden, auf dem vierten Rang. Mair und Huber lagen ebenso mit den Rängen sieben und acht in den Top-10. Katharina Truppe stand nach ihrer Adduktoren-Verletzung und vier Wochen Pause wieder im Starthaus. Beim Einfahren verschnitt der Kärntnerin der Ski, trotzdem bestritt sie den ersten Lauf. Aufgrund der Schmerzen verzichtete sie dann aber auf den zweiten Durchgang. In den nächsten Tagen wird entschieden, wie es für Truppe in dieser Saison weitergeht.

Liensberger, welche vor diesem Rennen auf Platz zwei in der Disziplinenwertung lag, griff im zweiten Durchgang voll an, schaffte den Sprung auf der Podest aber nicht. Sie landete mit einem Rückstand von 1.42 Sekunden auf dem vierten Platz und wurde damit beste Österreicherin.

„Die Angriffslust war im zweiten Durchgang viel mehr da als im ersten, ich habe versucht zu attackieren und zu pushen. Die anderen Drei sind wirklich stark gefahren und ich weiß, was ich bis zum nächsten Rennen zu tun habe. Es war heute wirklich wichtig, vom Start weg gleich die schnellste Linie zu treffen, im Mittelteil ist mit mir das im zweiten Lauf besser gelungen und im Schlussteil wäre sicher noch mehr drinnen gewesen.“ Katharina Liensberger

Zwei Slalomrennen stehen bis zum Weltcupfinale in der Lenzerheide (SUI) noch am Programm und im Moment liegt die Vorarlbergerin mit einem Rückstand von 70 Punkten auf Rang drei in der Disziplinenwertung. Petra Vlhova führt aktuell vor Mikaela Shiffrin.

Die weiteren Österreicherinnen konnten ihre guten Platzierungen im ersten Durchgang nicht verwalten. Katharina Huber schied aus, Chiara Mair rutschte auf den 19. Rang (+4.41), Franziska Gritsch auf den 21. Platz (+4.54) und Katharina Gallhuber auf den 26. Rang (+5.68) zurück.

Morgen geht es mit dem Riesentorlauf in Jasna (SVK) weiter.

ENDERGEBNIS

Claudia Riegler fährt bei Weltcup-PGS in Rogla auf Rang vier


Claudia Riegler hat am Samstag mit Rang vier beim letzten Weltcup-Parallelriesentorlauf in dieser Saison im slowenischen Rogla für die beste Platzierung aus heimischer Sicht gesorgt. Im kleinen Finale musste sich die Salzburgerin, die zu Wochenbeginn bei der Weltmeisterschaft an selber Stelle bereits PGS-Vierte geworden war, Julie Zogg um 0,14 Sekunden geschlagen geben.

Zogg war heute überhaupt der „Österreicherinnen-Schreck“! Die Schweizerin setzte sich in der Auftaktrunde gegen Daniela Ulbing (14.) durch und bezwang anschließend im Viertelfinale auch Sabine Schöffmann, die als zweitbeste Österreicherin Fünfte wurde. Julia Dujmovits erwischte im zweiten Qualifikationslauf knapp vor dem Ziel einen Schlag und verpasste als 30. den Einzug in das 16er-Finale. Der Sieg ging an die Deutsche Ramona Hofmeister, die im großen Finale der Russin Sofia Nadyrshina das Nachsehen gab. Hofmeister sicherte sich auch die kleine Kristallkugel für den Gewinn des PGS-Weltcups. Als beste Österreicherin landete Claudia Riegler in der Disziplinenwertung auf Rang sieben.

„Schön langsam reicht es jetzt mit den vierten Plätzen, aber ich bin heute weniger enttäuscht als bei der WM. Einerseits geht es bei einem Großereignis nur um die Medaillen, andererseits habe ich am Montag im kleinen Finale ziemlich gepatzt. Das war heute ganz anders. Ich bin gegen Julie (Zogg, Anm.) einen Superlauf gefahren, aber sie hat es noch etwas besser erwischt“, meinte Claudia Riegler.

Bei den Herren belegte Alexander Payer als bester Österreicher Platz acht. Der Kärntner schaltete in der Auftaktrunde den Italiener Roland Fischnaller um 0,05 Sekunden aus. Im Viertelfinale fehlten Payer dann acht Hundertstelsekunden auf Fischnallers Landsmann Edwin Coratti. Der Vorarlberger Lukas Mathies reihte sich als zweitbester Österreicher nach einer Achtelfinal-Niederlage gegen Coratti an der 13. Stelle ein. Der Salzburger Andreas Prommegger (19.), der Kärntner Fabian Obmann (23.) und der Niederösterreicher Benjamin Karl (26.) blieben an der Qualifikationshürde hängen. Der Slowene Zan Kosir feierte vor dem Russen Andrey Sobolev und dem Polen Oskar Kwiatkowski einen Heimerfolg.

Im PGS-Weltcup der Herren reichte Fischnaller heute ein neunter Platz, um sich kleines Kristall mit 215 Punkten und einem Zähler Vorsprung auf den Russen Igor Sluev (214) zu sichern. Benjamin Karl (213) lag als Dritter auch nur zwei Punkte hinter dem Italiener. „Dieser Endstand ist ein Spiegelbild dessen, wie eng es in unserem Sport zugeht. Ich nehme diesen dritten Platz in der PGS-Wertung aber auf jeden Fall gerne mit. Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich jetzt mit einer WM-Goldmedaille und einer Weltcup-Medaille nach Hause fahren darf“, sagte der seit vergangenem Dienstag fünffache Weltmeister Karl.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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