ÖSV: Alessandro Hämmerle nach „Fast-Sturz“ noch Dritter in Bakuriani

Nach einem aufregenden Rennverlauf im großen Finale hat Alessandro Hämmerle am Freitag beim zweiten Snowboardcross-Weltcup in dieser Woche in Bakuriani (GEO) hinter dem siegreichen Italiener Omar Visintin und dem Schweizer Kalle Koblet Rang drei erobert. Da der Kanadier Eliot Grondin, der härteste Konkurrent des Vorarlbergers im Kampf um die SBX-Kristallkugel, bereits im Achtelfinale scheiterte, baute Hämmerle seine Weltcupführung vor dem Saisonfinale am 20. März 2021 in Veysonnaz auf 62 Punkte aus. Sollte Grondin in der Schweiz gewinnen, müsste Hämmerle zumindest Sechster werden, um zum dritten Mal in Folge den Snowboardcross-Weltcup zu gewinnen.

Als jeweils Laufzweiter im Achtel- und im Semifinale sowie als Erster seines Viertelfinal-Heats zog Hämmerle in das große Finale ein, in dem er in Führung liegend nach einem Sprung in eine Kurve fast zu Sturz gekommen wäre und danach einige Meter sogar mit dem falschen Fuß voraus fahren musste. Doch Hämmerle kämpfte sich vom vierten Platz wieder an seine Konkurrenten heran und konnte den Italiener Lorenzo Sommariva noch überholen. Visintin und Koblet blieben für den Österreicher aber außer Reichweite. Detail am Rande: Bei einem Sieg wäre Hämmerle bereits heute als SBX-Weltcupsieger festgestanden.

„Ich habe vor dem großen Finale gewusst, dass ich mir mit einem Sieg auch die Weltcupkugel holen kann, deshalb habe ich gleich vom Start weg voll attackiert. Bei der Szene, als ich fast gestürzt wäre, habe ich bei der Landung einen Schlag bekommen und konnte das nicht mehr ausgleichen – aber das ist eben Racing. Ich habe aber weiter voll gefightet und zum Glück ist sich noch der dritte Platz ausgegangen. Mit 62 Punkten Vorsprung habe ich mir eine gute Ausgangsposition für das Weltcupfinale geschaffen. Der Kurs in Veysonnaz liegt mir. Dort habe ich mir schon zweimal die Kugel geholt – ich hoffe, es klappt auch ein drittes Mal“, sagte Alessandro Hämmerle.

Zweitbester Österreicher wurde der Wahl-Vorarlberger Julian Lüftner, der als Vierter seines Viertelfinal-Heats auf Rang 13 klassiert wurde. Für den Vorarlberger Luca Hämmerle (17.), den Wiener Lukas Pachner und den Burgenländer Sebastian Jud (jeweils 25.) war im Achtelfinale Endstation. Der Vortageszweite Pachner fuhr nach einem Sturz zwar weiter, die Chancen auf den Aufstieg waren dadurch aber natürlich dahin. Für den Steirer David Pickl (33.) kam in den Pre-Heats das Aus.

Bei den Damen landete die Niederösterreicherin Pia Zerkhold als Dritte ihres Achtelfinal-Laufs auf Platz 17. Der Sieg ging an die britische Weltmeisterin Charlotte Bankes vor der Französin Chloe Trespeuch und der US-Amerikanerin Faye Gulini.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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