„Österreichische Kabarett-Legenden“ bei ServusTV

„Helmut Qualtinger“ am Fr., 09.04., ab 22:10 Uhr

ServusTV verkürzt die Wartezeit bis wir wieder ins Kabarett gehen können und zeigt ausgewählte Filme der erfolgreichen Reihe “Österreichische Kabarett-Legenden“. Den Auftakt bildet die Folge über den “Gott“ und “Papst“ des österreichischen Kabaretts: Helmut Qualtinger.
Als „Gott“, „Papst“ und „Gesamtkunstwerk des Kabaretts“ wurde Helmut Qualtinger von seine Freunde und Kollegen bezeichnet. Der Meister der Satire und des Hereinlegens, ging durch seine Bühnenpräsenz und seine Wandlungsfähigkeit in die Annalen des österreichischen Kabaretts ein. Rudi Dolezal lässt die Ikone Qualtinger in seinem Porträt mit (historischen) Interviews und Ausschnitten aus seinen Programmen zum Leben erwachen.

Neben Wegbegleitern wie André Heller, Werner Schneyder, Gerhard Bronner und Louise Martini teilt auch Qualtingers Sohn Christian mit dem Publikum seine Erinnerungen an den Vater: das Ausnahmetalent Helmut Qualtinger. Als intelligenten, warmherzigen und außerordentlich begabten Menschen beschreiben Kollegen und Freunde den selbsternannten Menschenimitator Helmut Qualtinger. Sowohl als Meister der perfekt gesetzten Pointe, als blödelnder Einfaltspinsel als auch als Demaskierer von gesellschaftlichen und politischen (Nachkriegs-)Strukturen und Systemen machte sich Qualtinger einen Namen in Österreichs Kabarettszene.  Publikumsliebling mit NarrenspiegelDer Kabarett-Legende Qualtinger gelang es, durch seine gespielte Einfältigkeit nicht nur für Lacher zu sorgen, sondern dem Publikum gekonnt den Spiegel vorzuhalten. Die Kombination aus Intellekt, Volksverbundenheit und der perfekten satirischen Darstellung der Bevölkerung und Missstände in Österreich, machten ihn zum Publikumsliebling. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg verkörperte Helmut Qualtinger die Kultur des Widerstandes. Für Aufsehen sorgte er als „Der Herr Karl“ und seiner Entlarvung des Nachkriegs-Durchschnittsbürgers als Mittäter und Mitläufer des Nationalsozialismus’. Zeitlebens litt er unter seinem Image als „Herr Karl“. Die Figur jedoch wurde Kult und verschaffte ihm große Popularität.  Sterben, um zu leben Bis heute legendär sind zahlreiche Darbietungen Helmut Qualtingers, die zu Meilensteinen der österreichischen Kabarett-Geschichte wurden. Dazu gehören die „Travnicek-Dialoge“ und Sketche mit Gerhard Bronner, Carl Merz und Louise Martini, ebenso wie die Lieder „Der Halbwilde“, „Der Bundesbahnblues“ und „Der Papa wird’s schon richten“. Seine letzte Rolle spielte er neben Sean Connery in dem Film „Der Name der Rose“, wo Qualtinger während der Dreharbeiten erkrankte und letztlich an den Folgen der Krankheit mit 57 Jahren verstarb. Durch seinen frühen Tod prägte er den Satz „In Wien musst erst sterben, damit’s dich hochleben lassen. Aber dann lebst lang.“ 

Weiter geht es dann jeden Freitag ab 22:10 Uhr mit: Alfred Dorfer, Lukas Resetarits, Andreas Vitásek, Roland Düringer, Werner Schneyder und Erwin Steinhauer.

„Der Herr Karl“
© First Look / picturedesk.com

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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