Pensionistenverband Stmk.:Skandalöses Impfmanagement

Graz, Samstag, 27. Februar 2021

Als „skandalös“ bezeichnet der Präsident des steirischen Pensionistenverbandes, Klaus Stanzer, das Corona-Impfmanagement des Landes Steiermark. Dass bisher nur 14 Prozent des verimpften Serums für die höchst gefährdete Personengruppe der über 75-Jährigen verwendet worden ist, sei eine „Verachtung alter Menschen in der Steiermark“. Es sei ohnehin schon nicht nachvollziehbar, dass österreichweit bisher nur 22 Prozent des Impfstoffes für alte Menschen der Prioritätengruppe 1 verwendet worden sei, dass die Steiermark jedoch mit 14 Prozent den letzten Platz aller Bundesländer einnehme, „ist ein Skandal den Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß zu verantworten hat“, ist Stanzer empört.

Der Präsident des steirischen Pensionistenverbandes präsentiert exemplarisch das Schicksal eines 91 Jahre alten allein lebenden obersteirischen Pensionisten: Der Mann bekam die erste Impfverständigung mit einer Aufforderung zur Anmeldung Ende Dezember von der Gemeinde. Nach erfolgter Registrierung verging ein Monat, bis er am 26. Jänner vom Land ein formloses Schreiben ohne jeglichen Absender (kein Name, keine Abteilung, keine Telefonnummer) erhielt, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass er sich „erfolgreich“ angemeldet habe und man ihn um „etwas Geduld“ bitte. Mittlerweile ist wieder ein ganzer Monat vergangen, ohne dass etwas passiert ist….. „Dieser Umgang mit alten Menschen in der Steiermark ist absolut respektlos und entwürdigend“, klagt Stanzer die Landesverwaltung allgemein und das Gesundheitsressort im Besonderen an.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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