ÖSV – Wintersportsplitter/Nordisch: KOMBINIERER HOLEN BRONZE IM TEAM

Das ÖSV Kombinierer-Team mit Johannes Lamparter, Lukas Klapfer, Mario Seidl und Lukas Greiderer haben im Normalschanzen-Team-Bewerb der nordischen Ski-WM in Oberstdorf Bronze geholt. Nach dem Springen führte das ÖSV-Quartett und musste sich nach dem Langlauf nur Titelverteidiger Norwegen und Deutschland geschlagen geben.

Im Langlaufrennen ging Johannes Lamparter als Startläufer in die Loipe und übergab als Führender an Lukas Klapfer, der Jörgen Graabak den Vortritt lassen musste. Mario Seidl, der als Dritter ins Rennen ging, wurde dann vom Deutschen Eric Frenzel ein- und überholt, der Salzburger übergab als Dritter schon klar hinter den Gastgebern und vor Japan an Schlussmann Greiderer. Der Tiroler brachte Bronze schließlich völlig ungefährdet ins Ziel. Die Norweger bauten den Vorsprung kontinuierlich aus und sicherten sich mit 42,7 Sekunden Vorsprung auf Deutschland den Sieg.

STIMMEN

Johannes Lamparter: „Die erste Medaille gemeinsam mit dem Team zu machen ist ein richtig cooles Gefühl. Ich bin mit meiner Performance sehr zufrieden, habe auf der Schanze einen sehr guten Sprung zeigen können und auch mit der Laufleistung bin ich sehr zufrieden.“

Lukas Klapfer: „Das Springen hat heute am meisten Spaß gemacht. Wir haben uns gegenseitig beflügelt und das war richtig cool. Im Rennen habe ich mich schwergetan, weil ich sehr schwere Beine hatte. Die anderen Jungs haben aber einen tollen Job gemacht. Ich bin echt stolz auf die Medaille.“

Mario Seidl: „Es ist unglaublich schön, da es für mich ein langer und harter Weg zurück war. Ich bin mega happy, dass ich vor allem auf der Schanze wieder zu meiner alten Stärke gefunden habe. Jetzt stehen wir hier mit Bronze, es ist ein schöner Tag.“

Lukas Greiderer: „Ich bin mega happy, dass ich jetzt auch eine WM-Medaille habe. Heute war ein richtig cooler Tag und wir haben uns gegenseitig gepusht, es war eine richtige Gaudi.“

Mit der heutigen Bronzemedaille haben die ÖSV-Kombinierer ihre Medaillenserie bei Großereignissen fortgesetzt. Seit 2010 gab es bei den insgesamt sechs Weltmeisterschaften und drei Olympischen Spielen immer zumindest einen ÖSV-Podestplatz. Für Österreich war es in Oberstdorf die zweite WM-Medaille nach Gold für die Skispringerinnen im Team-Bewerb.

ERGEBNIS

BIATHLON  28 Februar 2021 Obertilliach

ANNA GANDLER LÄUFT IN DIE TOP-15

Nach den Jugendklassen gestern bestritten auch die Juniorinnen und Junioren ihren ersten Wettkampf bei der Jugend- und Junioren-WM in Obertilliach (AUT).  

Bei den Damen war Anna Gandler zum Auftakt im 12,5 km Einzelbewerb die beste Österreicherin. Die Tirolerin musste insgesamt drei Fehlschüsse in Kauf nehmen und schaffte dank einer starken Laufleistung als Zwölfte (+2:37,3 min.) den Sprung in die Top-15. Die Kärntnerin Anna Juppe belegte mit fünf Schießfehlern Rang 32 (4:49,1 min.). Lisa Osl und Lea Rothschopf klassierten sich auf den Plätzen 35 und 47.

Gold ging mit Camille Bened an Frankreich. Die 20-Jährige blieb als einzige des gesamten Feldes fehlerfrei und sicherte sich am Ende mit 1:25,4 Minuten Vorsprung souverän den Sieg.

Anna Gandler (Zwölfte): „Ich bin heute trotz drei Schießfehlern super zufrieden mit meinem Rennen. Ich habe eine der besten Laufzeiten, obwohl ich die Jüngste im Feld bin. Natürlich wäre das ohne einen super Ski und der Arbeit unserer Servicemänner nicht möglich gewesen. Die Bedingungen waren von vorne bis hinten fair. Ich weiß jetzt, wo ich stehe, sehe große Chancen für den Sprint und freue mich schon drauf. Bis dahin bekomme ich das Schießen hoffentlich auch wieder in den Griff.“

Bei den Herren belegte Thomas Postl mit vier Schießfehlern als bester Österreicher Rang 41 (+4:14,1 min.). Der Sieg ging an Philipp Lipowitz aus Deutschland.

NORDISCHE KOMBINATION  28 Februar 2021 Oberstdorf (GER)

BERNHARD GRUBER BEENDET SEINE KARRIERE

Was sich viele Fans der nordischen Kombination bereits schon gedacht haben ist jetzt gewiss. Kombi-Urgestein Bernhard Gruber beendet seine aktive Karriere. Das verkündete der Bad Hofgasteiner heute Sonntag im Rahmen der nordischen Ski-WM in Oberstdorf. 

Sein Weltcup-Debüt feierte Gruber 2003 in Oberhof, seitdem absolvierte „Berni“ neunzehn Saisonen auf höchstem Niveau. 243 Weltcup-Einzelstarts, 27 Podiums-Platzierungen, sieben Einzelsiege – nur ein paar Zahlen seiner beeindruckenden Bilanz als Spitzensportler.

Insgesamt neun WM-Medaillen machen den Ausnahme-Athleten zum erfolgreichsten ÖSV-Kombinierer bei Weltmeisterschaften. Seine Einzelgoldmedaille bei der nordischen Ski-WM 2015 in Falun ist bist heute die erste und einzige Einzel-WM-Goldmedaille für einen Österreicher bei in der Nordischen Kombination. Weiters dekorieren ebenso vier Olympiamedaillen, eine davon in Gold, den zweifachen Familienvater. Und wenn es nach Gruber gegangen wäre, hätte er seine Medaillenjagd noch gerne fortgesetzt. Seine Gesundheit machte ihm aber einen Strich durch die Rechnung.

Ende März erhielt er die Diagnose einer Herzkranzgefäß-Verengung. Nach einigen Monaten Reha kämpfte er sich zurück ins Weltcup-Team und erhielt nochmal die medizinische Freigabe für den Spitzensport. Ein neuerlicher Zwischenfall bei seinem Comeback-Rennen in Lahti (FIN) vergangenen Jänner waren aber genug für den leidenschaftlichen Hobby-Gitarristen.

„Der Vorfall in Lahti war heftig für mich und so etwas möchte ich nicht noch einmal miterleben. Ich habe gemeinsam mit meiner Familie entschieden, dass ich meine Karriere beenden werde. Die gesamte nordische Familie wird mir fehlen, wir sind ein cooles Team und im Weltcupzirkus versteht sich jeder mit jedem. Ich habe so viele tolle Eindrücke erleben dürfen, diese werden bleiben. Es gibt jetzt keinen speziellen Erfolg, der hervorsticht, es sind die gesamten Erlebnisse, die ich sammeln durfte. Ich freue mich auf alles, was jetzt auf mich zukommt, konkrete Pläne gibt es aber noch nicht.“

Bernhard Gruber

„Es war für meine eine Ehre mit ihm einen langen Weg gehen zu können. Mit Bernie habe ich viele Höhen und Tiefen erlebt, wir haben alles durchgemacht, er ist für mich Genie und Wahnsinn zugleich. Ich wünsche ihm für ihm für seinen weiteren Lebensweg alles Gute.“

Cheftrainer Christoph Eugen

Grubers große Erfolge:

  • 1x Gold bei Olympia (Team 2010)
  • 3x Bronze bei Olympia (Einzel Großschanze 2010 und Team 2014 und 2018)
  • 3x WM-Gold (Einzel Großschanze 2015, Team Großschanze 2011, Team Normalschanze 2011)
  • 3x WM-Silber (Einzel Großschanze 2013, Team Sprint 2013, Einzel Normalschanze 2019)
  • 3x WM-Bronze (Team Normalschanze 2017, Team Sprint 2019 und Team 2019)
  • 7 Weltcupsiege (Einzel)
  • 3 Weltcupsiege (Team und Team-Sprint)
  • 27 Podiumsplätze im Weltcup (Einzel)
  • 10 Podiumsplätze im Weltcup (Team und Team-Sprint)

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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