ÖSV – Wintersportsplitter/Nordisch: Kienesberger holt Bronze bei der Heim-WM in Obertilliach//Teresa Stadlober im Skiathlon starke WM-Vierte



Gleich zum Auftakt der Jugend- und Junioren-Weltmeisterschaft in Obertilliach/Osttirol durfte sich das ÖSV-Team über die erste Medaille freuen. Der Oberösterreicher Leon Kienesberger sicherte sich im Jugend-Einzelbewerb mit zwei Fehlschüssen und 32,7 Sekunden Rückstand die Bronzemedaille. Auf Silber fehlten dem 18-Jährigen nur 0,3 Sekunden. Bei traumhaften äußeren Bedingungen im Biathlonzentrum Obertilliach zeigte Kienesberger auch läuferisch eine starke Leistung und durfte sich nach 12,5 Kilometern über Edelmetall freuen. 

Mit den beiden Salzburgern Lukas Haslinger (14./4 Fehler) und Fabian Müllauer (19./4 Fehler) schafften es zwei weitere Österreicher in die Top-20. Beim vorangegangenen Damen-Jugendrennen landete die Salzburgerin Anna Andexer mit fünf Fehlern als beste ÖSV-Läuferin auf Rang 14, Leonie Pitzer wurde 20. Die Auftaktsiege gingen an die Französin Jeanne Richard und den Russen Denis Irodov.

Leon Kienesberger (Bronze Jugend Einzel): „Als Erstes will ich danke an unser Serviceteam sagen, denn das Material war heute wirklich spitze. Ich habe ein gutes Anfangstempo gefunden, konnte mir das Rennen gut einteilen und bin mit der Laufleistung insgesamt sehr zufrieden. Auch die Schießleistung war in Ordnung, obwohl der letzte Fehler beim Stehendschießen nicht hätte sein müssen. Aber das ist schon Jammern auf hohem Niveau. Vor dem Rennen habe ich mir keine Hoffnungen auf eine Medaille gemacht, auch weil der internationale Vergleich in dieser Saison gefehlt hat. Ich wollte bei der Heim-WM einfach gut laufen und Spaß haben, das ist mir gelungen.“



Ergebnis Jugend Einzel (PDF)
 https://oesv.info/media2/presse/a2e429f69ae9d9f1.pdf

27.02.2021, Biathlonzentrum, Obertilliach, AUT, IBU-Biathlon Jugend- und Junioren WM 2021, Einzel 10 km Jugend weiblich, im Bild Bronzemedaillen Gewinner 2021 Leon Kienesberger (AUT) // Bronze medal winner 2021 Leon Kienesberger of Austria during the youth female 10 km individual competition of IBU Biathlon Youth and Junior World Championships in Obertilliach, Austria on 2021/02/27. EXPA Pictures © 2021, PhotoCredit: EXPA/ Lukas Huter
Einer der ersten Gratulanten war Biathlon-Weltmeister Dominik Landertinger. (Foto: ÖSV | Foidl)

Teresa Stadlober im Skiathlon starke WM-Vierte

Oberstdorf – Langläuferin Teresa Stadlober hat am Samstag bei den Nordischen Titelkämpfen in Oberstdorf im Skiathlon über 15 km als Vierte ihr bisher bestes WM-Ergebnis erzielt. Ihr Rückstand auf Bronze betrug mehr als eine halbe Minute. Den Sieg sicherte sich wie schon 2015 und 2019 die norwegische Topfavoritin Therese Johaug. Die 32-Jährige holte deutlich vor den Schwedinnen Frida Karlsson und Ebba Andersson ihre elfte WM-Goldene.

NORDISCHE KOMBINATION  27 Februar 2021 Oberstdorf (GER)

GEGLÜCKTE WM-PREMIERE DER ÖSV-DAMEN

Die WM-Premiere der nordischen Kombiniererinnen ging ohne eine Medaille für die Österreicherinnen aus. Gold ging an Gyda Westfold Hansen (NOR) vor Mari Leinan Lund (NOR; +13,8) und Marte Leinan Lund (NOR; +28,8). Beste Österreicherin wurde Lisa Hirner (1:38,5) auf Rang acht.

Das vierköpfige ÖSV-Aufgebot rund um Annalena Slamik, Claudia Purker, Lisa Hirner und Sigrun Kleinrath platzierten sich alle samt nach dem Sprungdurchgang unter den Top-15, jedoch bereits deutlich hinter den Medaillenrängen. 

Annalena Slamik konnte nach ihren guten Leistungen im Training auch im Sprungbewerb aufzeigen, setzte einen Sprung auf 102 Meter in den Schnee und positionierte sich somit auf dem siebten Zwischenrang, 56 Sekunden Rückstand auf die Führende Mari Leinan Lund (NOR). Auf den fünf Kilometern in der Loipe konnte die Tirolerin ihre siebte Position aus dem Springen nicht verteidigen und rutschte auf den vierzehnten Gesamtrang zurück. Annalena über ihre Leistung und die WM-Premiere:

„Der Sprung war echt lässig und ich bin sehr zufrieden. Ich war bis jetzt eigentlich gar nicht nervös, aber am Balken war ich dann ziemlich nervös. In der Loipe war es ein brutal zaches Rennen, aber ich glaube im Großen und Ganzen war es okay und ich glaube ich kann zufrieden sein. Taktisch war es ein ganz gutes Rennen, wir sind langsam reingestartet und hinten raus schneller geworden, das hat ganz gut geklappt. Natürlich wäre noch weiter vorne besser gewesen, aber Top-15 war das Ziel.“ – Annalena Slamik

Lisa Hirner, die Bronze-Medaillengewinnerin der Junioren-WM, lies auf der Schanze wichtige Meter liegen und startete somit mit 1:33 Minuten Rückstand und dem 13. Zwischenrang in die 5 km. Auf der Loipe konnte die Steirerin sich noch auf den achten Gesamtrang verbessern. 

„Ich war sehr nervös und habe keinen guten Druck auf den Schanzentisch gebracht. Der Sprung ist mir in der Luft besser vorgekommen, aber mir haben wichtige Meter gefehlt. Ich habe jetzt in der Loipe noch einmal alles rausgeholt und gefightet. Der achte Platz kann man für die erste WM schon so stehen lassen.“ – Lisa Hirner

Auch Sigrun Kleinrath, nach dem Springen auf Zwischenrang elf, konnte sich in der Loipe verbessern und beendete das Rennen unter den Top-10:

„Springerisch war es nicht ganz das, was ich zeigen kann, aber im Großen und Ganzen kann ich happy sein mit meinem Ergebnis.“ – Sigrun Kleinrath

Der Cheftrainer über die Leistung der österreichischen Damen:
„_Das Fazit ist sehr positiv, dass es nach vorne sehr schwierig werden wird, dass war uns bewusst, aber natürlich glaubt man daran und es wären möglich gewesen. Dazu haben wir aber auf der Schanze kleine Fehler gemacht und auch ein bisschen Pech gehabt. Aber umso positiver und stolzer sind wir jetzt, dass alle vier Mädels beim Rennen das Herz in die Hand genommen haben und gekämpft haben. Mit Platz acht und neun für unser junges Team können wir ein sehr positives Resümee ziehen.“ – Cheftrainer Bernhard Aicher

SKISPRINGEN   27 Februar 2021 Oberstdorf (GER)

HAYBÖCK BESTER ÖSTERREICHER ZUM WM-AUFTAKT

Michael Hayböck wurde im Auftaktbewerb der WM in Oberstdorf von der Normalschanze als Siebenter bester ÖSV-Adler. Gold ging an den Polen Piotr Zyla, der sich gegen Karl Geiger (GER) und Anze Lanisek (SLO) durchsetzen konnte. Stefan Kraft gelang als Zehnter noch der Sprung in die Top 10.

Der erste Wettkampf bei der nordischen Skiweltmeisterschaft im deutschen Oberstdorf ging für die ÖSV-Adler ohne Medaille zu Ende. Michael Hayböck, der im ersten Durchgang nach einem Satz auf 101 Meter an neunter Stelle lag, landete in der Entscheidung bei 97,5 Meter und konnte sich damit noch um zwei Ränge verbessern. Im Endklassement belegte der Oberösterreicher den siebenten Rang und war damit bester Österreicher.

„Mit dem heutigen Bewerb bin ich nicht unzufrieden, es war seit langem mein bester Wettkampf und das bei der WM. Von den Sprüngen her hat nicht viel gefehlt und leider war in beiden Durchgängen das Windglück nicht auf meiner Seite. Nichtsdestotrotz bin ich mit meiner Leistung zufrieden.“

Michael Hayböck

Zweitbester Österreicher wurde Stefan Kraft auf Rang zehn. Der Salzburger konnte sich nach Rang 15 im ersten Durchgang mit einem Sprung auf 97,5 Meter noch um fünf Plätze verbessern. Knapp dahinter belegte Philipp Aschenwald nach Sprüngen auf 100 und 98 Meter den zwölften Rang. Daniel Huber musste sich mit Platz 19 zufriedengeben.

ERGEBNIS

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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