ÖSV – Wintersportsplitter/Alpin: BRENNSTEINER ERSTMALS AM PODEST

Stefan Brennsteiner wurde beim ersten von zwei Riesentorläufen in Bansko (BUL) Dritter und fuhr damit erstmal in seiner Karriere auf ein Weltcuppodest. Der Salzburger musste sich nur dem kroatischen Sieger Filip Zubcic und Mathieu Faivre aus Frankreich geschlagen geben. Mit Manuel Feller auf Platz sechs und Marco Schwarz auf Rang zehn schafften insgesamt drei Österreicher den Sprung in die Top 10.

Der 29-jährige Brennsteiner zeigte schon im ersten Lauf mit Startnummer 24 einen starken Lauf und brachte sich mit Rang fünf in Lauerposition auf die Podestplätze. Im zweiten Durchgang konnte der Salzburger bei nachlassender Piste einen weiteren hervorragenden Lauf zeigen und schaffte den Sprung auf das Podium. Das bislang beste Weltcupergebnis waren zwei achte Plätze 2018 und 2020 in Alta Badia.

„Es ist eine extreme Freude, denn der Weg bis hierher war kein einfacher. Endlich kommt das alles zurück und so macht es Spaß. Es gibt so viele Leute, denen ich danken muss, all die sollen es heute mit mir genießen. Ich wusste ich fahre gut und habe darauf vertraut, dass es irgendwann alles zusammenpassen wird.“

Stefan Brennsteiner

Zweitbester Österreicher wurde Manuel Feller, der bereits im ersten Durchgang einen guten Lauf zeigte und Neunter war. In der Entscheidung zeigte der Tiroler eine starke Performance und konnte noch drei Plätze gutmachen. Am Ende holte der 28-Jährige mit Rang sechs sein bestes Riesentorlaufergebnis seit dem Saisonfinale 2019 in Soldeu (AND), als er Platz vier holte.

„Es war ein sehr gutes Rennen, vorallem der Schlussteil war in beiden Läufen sehr gut. Jedoch habe ich oben viel Zeit verloren, das gilt es zu analysieren. Ich habe mir vorgenommen in die Top 10 zu fahren und das ist mir gelungen. Für Stefan freue ich mich extrem.“

Manuel Feller

Marco Schwarz, der Bronzemedaillengewinner bei der Ski-WM, zeigte zwei solide Läufe und belegte am Ende den guten zehnten Rang. Adrian Pertl konnte als zwanzigster ebenfalls wichtige Weltcuppunkte sammeln.

Christian Borgnaes als 34. und Fabio Gstrein auf Rang 39 konnten sich nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren. Roland Leitinger schied im ersten Durchgang nach einem Fehler im oberen Teil aus.

ERGEBNIS

KEIN PODESTPLATZ IN ZWEITER ABFAHRT

Nach dem gestrigen zweiten Platz in der Abfahrt von Val di Fassa (ITA) durch Ramona Siebenhofer konnten die Speed-Damen in der heutigen Abfahrt keinen Podestplatz holen. Beste Österreicherin wurde erneut Ramona Siebenhofer auf Rang vier. Der Sieg ging an Lara Gut-Behrami (SUI) vor Corinne Suter (SUI) und Kira Weidle (GER).

Die Steirerin nutzte das Selbstvertrauen nach ihrem zweiten Rang in der gestrigen Abfahrt und zeigte, trotz schlechter Bodensicht, eine gute Fahrt. Für das Podest reichte es knapp nicht, ihr fehlten heute 8 Hundertstel auf das Podest.

„Heute waren schon einige Kurven dabei, die nicht so sauber waren, wenn das Licht so flach wird, ist das für mich schon eine Herausforderung, aber da wissen wir, was wir besser machen können. Wichtig ist für mich, dass das Feeling zurück ist und ich wieder ein gutes Gefühl beim Skifahren habe. Wenn die Ergebnisse dann auch dementsprechend sind, ist das natürlich doppelt schön und ich bin zufrieden.“ – Ramona Siebenhofer

Tamara Tippler fuhr auf Rang elf mit 1.14 Sekunden Rückstand und konnte ihr Können heute nicht ganz unter Beweis stellen. Neben der schlechten Sicht ist sie auch mit ihrer eigenen Leistung nicht zufrieden:

„Eigentlich habe ich es selbst vergeigt herunten, mich hat es unten, wo es wichtig ist und man den Speed zum Sprung mitnimmt, bin ich als einzige außerhalb der blauen Linie gefahren. Mich hat es sehr weit hinaus gedrückt und das sind verschenkte 3,4,5 Zehntel. Da muss man sich schon selbst an der Nase nehmen und da hilft die Startnummer auch nichts.“ – Tamara Tippler

Mit Mirjam Puchner schafften es insgesamt drei Österreicherinnen unter die Top-15.

Morgen geht es um 11:00 Uhr mit dem Super G in Val di Fassa weiter.

ENDERGEBNIS

Robert Winkler bei Weltcup in Bakuriani als Neunter bester Österreicher


Robert Winkler hat am Samstag beim Weltcuprennen in Bakuriani (GEO) als Neunter für die beste Platzierung aus rot-weiß-roter Sicht gesorgt. Der Steirer bestimmte in seinem Viertelfinal-Heat gegen drei Kanadier lange das Geschehen von der Spitze aus, im Kampf um die beiden Aufstiegsplätze gingen am Ende der langen Zielgeraden aber noch Brady Leman und Jared Schmidt an Winkler vorbei. Der Salzburger Adam Kappacher und der Oberösterreicher Daniel Traxler erreichten ebenfalls das Viertelfinale und landeten im Endklassement auf den Plätzen zwölf (Kappacher) bzw. 15 (Traxler).

„Wie schon zuletzt bei der WM in Idre Fjäll hat sich auch hier alles auf der langen Zielgeraden entschieden. Als Führender musst du um einen Tick höher abspringen als die Konkurrenten hinter dir, die im Windschatten um ein paar Stundenkilometer schneller sind, deshalb um einen halben Meter weniger abheben müssen und auch wieder schneller Bodenkontakt haben. Man muss an der Spitze einfach mehr investieren, um die Elemente gut zu treffen. Es ist schon frustrierend, dass es heute für mich mit zwei guten Fahrten nur zu einem neunten Rang gereicht hat“, sagte Robert Winkler.

Für Reiteralm-Sieger Johannes Rohrweck (18.) kam ebenso im Achtelfinale das Aus wie für den Vorarlberger Frederic Berthold (24.), den Niederösterreicher Johannes Aujesky (28.) und den Steirer Sandro Siebenhofer (32.). Der Deutsche Florian Wilmsmann feierte vor dem Schweden David Mobärg und dem Kanadier Jared Schmidt seinen ersten Weltcupsieg. Dem Kanadier Reece Howden reichte ein 19. Rang, um vorzeitig den Gewinn des Skicross-Gesamtweltcups unter Dach und Fach zu bringen.

Bei den Damen reihte sich die Steirerin Katrin Ofner als Dritte ihres Viertelfinal-Laufes in der Endabrechnung an der zwölften Stelle ein. Die Schweizerin Fanny Smith sicherte sich mit dem Tagessieg vor der Schwedin Sandra Näslund und der Französin Marielle Berger Sabbatel ebenfalls bereits zwei Rennen vor Saisonschluss die Weltcup-Gesamtwertung.

*** Das weitere Programm: ***

Sonntag, 28. Februar 2021:
08.30 Uhr MEZ: Mixed-Teambewerb

TV-Hinweis:
ORF SPORT+ überträgt den Mixed-Teambewerb in Bakuriani am Sonntag, 28. Februar 2021, ab 8.25 Uhr LIVE!

Parallel-WM | Rogla | Vorschau Herren


Mit dem Quartett Benjamin Karl, Lukas Mathies, Alexander Payer und Andreas Prommegger geht der ÖSV bei den Herren bei der Weltmeisterschaft in den Parallelbewerben am 1. und 2. März 2021 in Rogla auf Medaillenjagd! Bei den Weltcup-Parallelriesentorläufen in dem rund eineinhalb Autostunden von Graz gelegenen Wintersportgebiet in Slowenien haben Mathies (2014), Prommegger (1. Rennen 2018) und Karl (2. Rennen 2018) bereits Siege gefeiert. Für Payer stehen zwei Erfolge im Europacup (PGS/2012, PSL/2016) in Rogla zu Buche.

Ein besonderes „Verhältnis“ hat Benjamin Karl zum WM-Hang, der vor allem im flachen Startteil keine Fehler verzeiht. „Ich bin bei den ersten Weltcuprennen mit dem Hang nicht zurechtgekommen. Damit wollte ich mich aber nicht abfinden und deshalb bin ich auch einige Europacuprennen gefahren. 2018 habe ich dann endgültig Freundschaft mit Rogla geschlossen, als ich nach einer schweren Sprunggelenksverletzung im ersten PGS Dritter geworden bin und den zweiten sogar gewonnen habe. Damit habe ich mich auch endgültig für die Olympischen Spiele in Pyeongchang qualifiziert. Im Training habe ich zuletzt noch etwas am Material gefeilt und dabei auch ein richtig schnelles Brett für den Parallelslalom heraustesten können“, erklärt der vierfache Weltmeister Karl, der mit einem dritten Platz in Cortina und einem Sieg in Carezza (jeweils PGS) in die heurige WM-Saison gestartet ist.

Andreas Prommegger hat sich 2017 in der Sierra Nevada in beiden Paralleldisziplinen jeweils vor Karl WM-Gold geholt. Nicht nur der Doppelschlag vor vier Jahren in Spanien, sondern auch starke Resultate im laufenden Winter stimmen den 40-jährigen Salzburger für die Titelkämpfe in Slowenien zuversichtlich: „Ich habe schon einige Male gezeigt, dass ich in Rogla schnell sein kann. Das flache Startstück kommt mir zwar nicht unbedingt entgegen, weil ich mich auf steileren Passagen wohler fühle, aber ich kann im Moment meinem Material voll und ganz vertrauen und bin in dieser Saison sowohl im Riesentorlauf als auch im Slalom schon auf das Stockerl gefahren“, meint ein optimistischer Prommegger, der beim PGS in Carezza hinter Karl Platz zwei belegt hatte und Anfang Jänner beim Heimweltcup in Bad Gastein PSL-Dritter wurde.

Lukas Mathies hat sich in den vergangenen Tagen beim letzten Training vor der WM in Haus im Ennstal noch einem Belastungstest unterzogen, nachdem er sich Ende Jänner beim Weltcup-PSL in Moskau (RUS) bei einem Sturz einen Haarriss im Kreuzbein zugezogen hatte. „Ich bin seit Moskau nicht mehr auf dem Brett gestanden, daher waren die drei Trainingstage in Haus sehr wichtig für mich. Ich habe dabei gleich wieder ein gutes Gefühl aufbauen können und bin auch gute Zeiten gefahren. Ich bin für die WM gerüstet“, betont Mathies, der gute Erinnerungen an Rogla hat: „Ich habe dort 2014 mein erstes Weltcuprennen gewonnen – und das bei sehr schwierigen Bedingungen, denn es hat vom ersten Quali-Lauf bis zum großen Finale wie aus Kübeln geschüttet“, ergänzt Mathies.

Der Kärntner Alexander Payer kündigt für die Medaillenvergaben in Slowenien volle Attacke an: „Bei einer Weltmeisterschaft geht es nicht um ein gutes Ergebnis, sondern ausschließlich um die Medaillen, daher werde ich schon in der Qualifikation volles Risiko nehmen. Im Parallelslalom bin ich derzeit um eine Spur besser drauf, aber ich werde auch im PGS alles probieren. Bei den Weltcuprennen in Rogla war immer eine große Kärntner Fanabordnung dabei, die wird mir heuer sicher abgehen. Wie überhaupt die zahlreichen COVID-Maßnahmen emotional nicht einfach für uns waren, aber wir haben gelernt, damit umzugehen. Angesichts der Umstände müssen wir froh sein, dass wir jetzt überhaupt eine WM fahren können“, so Payer.

*** ÖSV-Aufgebot für die WM in den Parallelbewerben in Rogla (SLO): ***

Damen: Julia DUJMOVITS (B), Claudia RIEGLER (S), Sabine SCHÖFFMANN (K), Daniela ULBING (K).

Herren: Benjamin KARL (NÖ), Lukas MATHIES (V), Alexander PAYER (K), Andreas PROMMEGGER (S).
   
*** Das Programm der Parallel-WM in Rogla: ***

Montag, 1. März 2021 (Parallelriesentorlauf):
10.00 Uhr: Qualifikation Damen und Herren
14.00 Uhr: Finale der Top-16-Damen und der Top-16-Herren

Dienstag, 2. März 2021 (Parallelslalom):
10.30 Uhr: Qualifikation Damen und Herren
14.45 Uhr: Finale der Top-16-Damen und der Top-16-Herren

TV-Hinweis:
ORF 1 überträgt die WM-Entscheidungen in Rogla am Montag, 1. März 2021, ab 13.50 Uhr und am Dienstag, 2. März 2021, ab 14.40 Uhr jeweils LIVE!

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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