ServusTV: 80 Jahre Erstbesteigung

„Bergwelten: Der Großvenediger – Die weltalte Majestät“, am Mo., 22.03., ab 20:15 Uhr

Schon als 14-Jähriger bestieg der Bergbauernsohn Sigi Hatzer den vierthöchsten Gipfel Österreichs, den Großvenediger in den Hohen Tauern, zum ersten Mal. Nun bricht er bereits zu seiner 1000. Besteigung auf. Diese Bergwelten-Dokumentation begleitet drei Bergsteiger, die den Großvenediger von drei unterschiedlichen Seiten aus erklimmen, um neben ihrem eigenen Jubiläum auch 80 Jahre Erstbesteigung des Gipfels gebührend zu feiern.
Drei Seilschaften, drei Wege, ein Ziel
Während Sigi Hatzer vom Defreggerhaus über die Südroute zu seiner tausendsten Besteigung aufbricht, nähern sich zwei weitere Seilschaften dem Gipfel. Es sind Freunde von Sigi, die ihn zu seinem Jubiläum auf 3.657 Meter Höhe überraschen wollen. Der Nationalparkranger Emanuel Egger startet mit seiner Seilschaft vom Gschlösstal in Osttirol, einem der unberührtesten Talschlüsse der Alpen. Er nähert sich von der Ostseite des Gipfels, über die Alte Prager Hütte und das Schlatenkees. Eine Pinzgauer Seilschaft mit dem Bergführer Bernhard Egger und der Nationalparkrangerin Mariella Voglreiter wiederum klettert über den Nordgrat auf den Grenzberg zwischen Salzburg und Osttirol. Es ist die schwierigste Route auf die „alte Majestät“. Die steile Schlüsselstelle „Böse Platte“ unter dem Gipfel verlangt gute Bedingungen und sollte nur von erfahrenen Alpinisten in Angriff genommen werden.

Freie Bahn für Wunder der Natur
Der Großvenediger hat wahrlich ganze Regionen geprägt – weite Teile des Berges liegen innerhalb des Nationalparks Hohe Tauern, wodurch zahllose Naturwunder erhalten geblieben sind. Die Venedigergruppe als größtes zusammenhängendes Gletschergebiet der Hohen Tauern speist die Isel, Osttirols Wasserader. Es handelt sich hier um den letzten freifließenden Gletscherfluss der Alpen. Das Untersulzbachtal in Salzburg ist seit kurzem ein ausgewiesenes Wildnisgebiet. Dadurch können sich hier Pflanzen und Tiere ohne Einflussnahme des Menschen prächtig entwickeln.

Geheimnisvolle Rätsel rund um den Berg
Der Großvenediger ist von jahrhundertealten Geheimnissen umgeben. Gemeinsam mit dem Pinzgauer Mineraliensammler Erwin Burgsteiner zeigt Bergwelten, dass viele Geschichten auch so manch wahren Kern haben. Zum Beispiel die uralten Sagen über die Venedigermandln:. Bei diesen kleinwüchsigen „Mandln“ handelte es sich um Boten, die von italienischen Stein- und Glasschleifereien in geheimer Mission in die Alpen entsandt wurden. Dort suchten sie nach Edelsteinen und waren insbesondere vom Bergkristall sehr angetan. Daraus wurden Prunkgefäße hergestellt, die so prachtvoll waren, dass sie sich nur Fürsten, Könige und Päpste leisten konnten.

Der Pinzgauer Bergführer Bernhard Egger auf dem Nordgrat des Großvenedigers
© pretv / Franz Hinterbrandner
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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