ÖSV – Wintersportsplitter/Alpin: SCHWARZ HOLT BRONZE IM RIESENTORLAUF

SKI ALPIN  19 Februar 2021 Cortina d’Ampezzo (ITA)

Der Riesentorlauf bei der Weltmeisterschaft in Cortina d’Ampezzo ging mit einem überraschenden Podest zu Ende. Marco Schwarz holte mit einer beeindruckenden Leistung die Bronzemedaille für den ÖSV. Weltmeister wurde Mathieu Faivre aus Frankreich und Silber ging an den Italiener Luca de Aliprandini. 

Auf dem anspruchsvollen Kurs und bei schwierigen Bedingungen, zeigten die ÖSV-Athleten im ersten Durchgang bereits ansprechende Leistungen. Marco Schwarz brachte sich mit Rang sechs und 1,56 Sekunden Rückstand auf Halbzeitleader Alexis Pinturault in Lauerstellung. Im zweiten Lauf zeigte „Blacky“ eine bärenstarke Leistung und ging souverän in Führung. Danach begann das große Zittern und durch die Ausfälle des Halbzeit Dritten Alexander Schmid (GER) und Alexis Pinturault war der überraschende Podestplatz geschafft. Der 25-jährige Schwarz sicherte sich nach dem Weltmeistertitel in der Kombination seine zweite WM-Medaille in Cortina. Insgesamt hält der Kärntner bei fünf Medaillen bei Weltmeisterschaften.

„Ich wusste, dass ich es draufhabe und heute konnte ich es endlich auch zeigen. Im ersten Durchgang hatte ich im Steilhang meine Probleme und habe mich ein wenig aus dem Konzept bringen lassen. Im Zweiten habe ich meinen Plan voll durchgezogen und der ist mir gut aufgegangen. Das es im Riesentorlauf mit einer Medaille endet, damit hätte ich nicht gerechnet. Diese Medaille heute hat einen brutal hohen Stellenwert für mich.“

Marco Schwarz

Mit Roland Leitinger auf Rang zehn schaffte noch ein weiterer Österreicher den Sprung in die Top 10. Der Salzburger lang nach dem ersten Lauf auf dem zwölften Platz und konnte in der Entscheidung noch zwei Positionen gut machen. Teamkollege Stefan Brennsteiner, Siebenter nach dem ersten Durchgang, riskierte im zweiten Lauf viel und schied, nachdem er einem Schlag im Mittelteil abbekommen hatte und wegrutschte, aus.

Manuel Feller ging im ersten Durchgang mit vollem Risiko ins Rennen, war im oberen Streckenabschnitt gut dabei und schied nach einem Innenskifehler im Mittelteil aus.

ERGEBNIS

Johannes Rohrweck triumphiert beim Heimweltcup auf der Reiteralm


Johannes Rohrweck hat am Freitag auf der Reiteralm seinen ersten Weltcupsieg gefeiert! Der 30-jährige Oberösterreicher, der bereits in der Qualifikation Bestzeit erzielt hatte, setzte sich im großen Finale vor dem Kanadier Reece Howden, dem Franzosen Bastien Midol und dem Schweizer Marc Bischofberger durch. Rohrweck sorgte mit seinem Triumph für den ersten Weltcuperfolg der ÖSV-Herren seit Dezember 2014, als Thomas Zangerl im kanadischen Nakiska ganz oben auf dem Podest gestanden war. Mit den Siegen von Rohrweck und Alessandro Hämmerle im Snowboardcross am Donnerstag sorgten die rot-weiß-roten Athleten für eine grandiose Premiere des Cross-Weltcups auf der Reiteralm.

Rohrweck gewann drei seiner vier Heats im 32er-Finale, einzig im Viertelfinale musste er bis zur Ziellinie kämpfen, um die Attacken seines oberösterreichischen Landsmanns Daniel Traxler abzuwehren und als Laufzweiter aufzusteigen. „Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Es war immer mein großes Ziel, einmal ein Weltcuprennen zu gewinnen. Ich fahre ja schon einige Zeit mit und war auch immer ganz gut dabei, aber bis heute hat es noch zu keinem Sieg gereicht. Deshalb haben wir noch intensiver und härter gearbeitet, und dafür wurden wir jetzt mit diesem Sieg belohnt“, freute sich Rohrweck.

„Im großen Finale habe ich die Konkurrenten hinter mir schon gespürt, deshalb habe ich auch keinen Meter herschenken dürfen, und das ist mir auch ganz gut gelungen. Das Gefühl, im großen Finale als Erster über die Ziellinie zu fahren, war einfach nur schön. Schön ist auch, wie sich alle mit mir mitgefreut haben. Unser gesamtes Team hat sich heute sehr gut verkauft, und das ist eigentlich das Allerwichtigste“, ergänzte Rohrweck.

Mit dem Steirer Sandro Siebenhofer (7.) und dem Salzburger Adam Kappacher (8.) landeten zwei weitere Österreicher in den Top Ten. „Ich bin in Summe ein gutes Rennen gefahren und habe mit Rang sieben mein bestes Weltcupresultat erreicht. Es geht definitiv in die richtige Richtung“, meinte Siebenhofer, der bisher einen achten Platz als bestes Weltcupergebnis zu Buche stehen hatte. Adam Kappacher lag im Semifinale lange auf Platz zwei, ehe er von Bastien Midol im unteren Streckenteil noch überholt wurde. „Da hätte ich etwas abgebrühter agieren müssen, aber ich habe ihm die Chance zum Überholen geboten und die hat er auch prompt genützt“, bilanzierte Kappacher.

Als Dritter in seinem Viertelfinal-Heat belegte der Oberösterreicher Daniel Traxler im Endklassement Rang elf. Für den Steirer Robert Winkler (17.), den Vorarlberger Frederic Berthold (19.) sowie die Niederösterreicher Johannes Aujesky (25.) und Tristan Takats (28.) war im Achtelfinale Endstation.

Bei den Damen verpassten Katrin Ofner und Tatjana Meklau als jeweils Vierte ihres Semifinal-Laufs den Sprung in das große Finale, am Ende wurden es die Ränge sechs (Ofner) und acht (Meklau) für die beiden Steirerinnen. „Mit einem schlechten Start im Semifinale habe ich mir leider selbst den Weg ins große Finale verbaut“, sagte Ofner. „Beim ersten Weltcup gleich in die Top Acht zu fahren, macht mich echt happy. Das war ein sehr cooles Rennen“, freute sich hingegen Meklau über ihr gelungenes Weltcupdebüt. Die Oberösterreicherin Christina Födermayr reihte sich nach ihrem Aus im Viertelfinale an der 14. Stelle ein. Den Sieg holte sich die schwedische Weltmeisterin Sandra Näslund vor der Schweizerin Fanny Smith und der Kanadierin Courtney Hoffos.

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


error: (c) arf.at