Europa League: RB Salzburg – Villareal 0:2 (0:1)

MAUES ABENDSTÜNDCHEN
TORSCHÜTZEN: ALCACER (41.), NINO (71.)

Spielbericht: FC RED BULL SALZBURG; Fotos: Red Bull/GEPA Pictures

Es ist einer dieser Abende, an dem man sich zwei Mal die Augen reibt, weil man verliert, ohne dass man jemals wirklich in der Partie war. Ein surreales Spiel, das kaum Chancen auf einen Aufstieg lässt.

SPIELBERICHT

Verletzungs- und sperrengeschwächt, doch voll guten Mutes, gingen wir in unsere neunte EL-K.-o.-Phase. Verteidigen, das mussten wir heute gegen diese spielerisch starken Spanier umso mehr im Kollektiv. Mit dem Bällchen per du dominierte Villarreal zunächst den Ballbesitz, fünf Minuten, bis sie uns ebendiesen überließen. Es blieb ein Abtasten. Keiner warf hier alle Körner in die Mühle.

Mit anderen Worten: Beide Teams standen solide. Einzig Umschaltsituationen unsererseits und die raumschaffenden Außenverteidiger Estupinan und Pena dererseits erzeugten so etwas wie einen Anflug von Gefahr. 27 Minuten mussten vergehen, ehe Rasmus Kristensen seinen Körper mit Überhärte im Strafraum einsetzte. Der folgerichtige Elfer, auch der VAR hatte nichts auszusetzen, war eine Aufgabe für Paco Alcacer. Der Stürmer streichelte die Pille förmlich in die Hände von Cican Stankovic, für den es ein Leichtes war, den Ball festzuhalten. Da war das Glück auf unserer Seite!

Selbiges brauchten auch die Submarinos nach 38 Minuten, als nach einer Schlampigkeit Enock Mwepu mit dem Ball und Goalie Rulli im Niemandsland stand. Der Lupfer unseres Sambiers, er verfehlte sein Ziel nur knapp. Anders sah das 105 Meter gen Norden aus, wo nach Freistoßverlängerung Paco Alcacer aus kürzester Distanz nur noch die Birne hinhalten musste (41.). Es war ein unrühmliches Ende der ersten Halbzeit, obwohl die Führung nicht gänzlich unverdient war.00:00 Highlights, FC Salzburg, Villareal

Als hätten sie etwas zu verlieren, kamen die Submarinos konservativeren Gedankens aus der Pause. Verständlich, lag ihr letzter Sieg doch schon sechs Partien zurück. Immer wieder brachten sie hohe Bälle in die Bredouille. Pau Torres, sonst abgeklärt, ließ sich von Patson Daka das Leder im eigenen Strafraum stehlen. Im Fallen spielte dieser quer auf den völlig freien Mergim Berisha, doch sein Abschluss glich einem Rückpass.

Jetzt gab es Räume und Möglichkeiten. Brenden Aaronson schrammte um Zentimeter an einer Hereingabe von Mergim Berisha vorbei. Da hätte sich unser US-Boy verewigen können. Man merkte, dass die Emery-Truppe nicht vor Selbstvertrauen strotzte. Mit Fortdauer ergaben sich weitere Chancen für Patson Daka und den eingewechselten Noah Okafor. Plötzlich und unangemeldet platzte jedoch Villarreal in unsere Drangphase. Neun gegen vier Mann im Strafraum, doch Fer Nino konnte unbedrängt zum Kopfball steigen und diesen in die ungedeckte lange Ecke setzen (71.).

Auch danach wurden wir nicht müde, nach vorne zu spielen. Karim Adeyemi sorgte für Elferalarm, doch die Pfeife blieb stumm. Patson Daka hatte das große Ding in der Nachspielzeit auf dem Fuß, aber sein Ball ging an den Posten. Es sollte einfach nicht sein.

STATEMENTS

Jesse Marsch:

Wir haben gegen einen Gegner gespielt, der sehr schlau agiert hat und wenige Fehler gemacht hat. Im Gegenzug war unsere Leistung durch ein paar Fehler geprägt, die junge Teams eben machen. Wir müssen jetzt noch nach Spanien fliegen und möglichst eine bessere Leistung abliefern.

Unai Emery:

Ich bin sehr zufrieden. Wir haben in den letzten Spielen wenig Glück gehabt, das ist heute zurückgekommen. Salzburg hat gut dagegengehalten, auch wenn wir das bessere Ende hatten. Wir wissen aber auch, dass es noch nicht entschieden ist.

AUFSTELLUNG

WECHSEL

Adeyemi für Aaronson (61.), Okafor für Sucic (61.), Bernede für Junuzovic (74.)

GELBE KARTEN

Kristensen (27./Foul), Solet (40./Foul), Okafor (89./Foul), Ulmer (90.+5/Unsportlichkeit)

NICHT EINSATZBEREIT

Bernardo (Seitenbandteilabriss), Ramalho (gesperrt), Koita und Camara (Dopingsperre)

UEFA sperrt Mohamed Camara und Sekou Koita

Drei Monate Sperre nach positiver Dopingprobe | TV-Interview mit Stephan Reiter Die Disziplinarkommission der UEFA hat nach den positiven Dopingproben von Mohamed Camara und Sekou Koita nunmehr folgende Entscheidung getroffen: Mohamed Camara und Sekou Koita werden für drei Monate gesperrt. Diese Sperre gilt mit sofortiger Wirkung und für alle nationalen und internationalen Fußballaktivitäten.In der Entscheidungsbegründung gegenüber den Spielern führt die UEFA u. a. an, dass es sich im konkreten Fall zwar um kein vorsätzliches Dopingvergehen handelt, allerdings, so heißt es im Doping-Reglement, ist jeder Spieler persönlich dafür verantwortlich, dass keine verbotenen Wirkstoffe in seinen Körper gelangen, was jedoch nach dem Mali-Länderspiel bei Camara und Koita der Fall war. Positiv nach Mali-TeameinsatzGrundlage dieser Entscheidung war eine von der UEFA durchgeführte Dopingprobe, über deren positives Ergebnis die beiden Spieler Mitte Dezember informiert wurden.Mohamed Camara und Sekou Koita waren davor rund zehn Tage beim Nationalteam von Mali und erhielten dort ein Mittel gegen Höhenkrankheit verabreicht, das einen Wirkstoff enthielt, der auf der Dopingliste steht. Der verantwortliche Teamarzt wurde damals vom malischen Verband umgehend suspendiert. StatementStephan Reiter, Geschäftsführer des FC Red Bull Salzburg, meint dazu: „Wir nehmen diese Entscheidung der UEFA zur Kenntnis, sind aber froh, dass in dieser Causa jetzt Klarheit geschaffen wurde und wir wissen, wie es konkret weitergeht. Für uns bedeutet dies natürlich einen herben sportlichen Verlust. Aber auch wenn wir völlig unverschuldet in diese Situation gekommen sind, trifft uns die Entscheidung nicht unvorbereitet, weil wir den Kader entsprechend ausgerichtet haben.“ TV-Interview mit Stephan ReiterEin TV-Interview – zur medialen Nutzung – mit Stephan Reiter gibt es unter folgendem Link

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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