SCHWARZ KOMBI-WELTMEISTER//KEINE KOMBINATIONSMEDAILLE FÜR ÖSV-DAMEN

Marco Schwarz holt die dritte Goldmedaille für den ÖSV bei der alpinen Ski Weltmeisterschaft in Cortina d’Ampezzo (ITA). Der Kärntner gewinnt die alpine Kombination und krönt sich damit zum ersten Mal in seiner Karriere zum Weltmeister. Silber ging an den Franzosen Alexis Pinturault (+0,04 Sek.) und Loic Meillard aus der Schweiz holt Bronze (+1,12 Sek.). 

Den Grundstein für seinen Triumph legte Marco Schwarz im Super-G. Der 25-Jährige, der mit Startnummer 14 ins Rennen ging, zeigte eine hervorragende Fahrt und positionierte sich mit Rang fünf in eine ideale Ausgangsstellung für den Slalom. Dort gelang dem Kärntner eine nahezu perfekte Fahrt, fuhr Laufbestzeit und konnte damit auch Topfavoriten Alexis Pinturault noch um vier hundertstel Sekunden abfangen. Die heutige Goldene war die 99. für den ÖSV in der Geschichte von alpinen Weltmeisterschaften. Marco Schwarz, der bei der letzten WM in Are zweimal Bronze und einmal Silber holte, darf sich über seine erste Goldmedaille freuen.

„Weltmeister zu werden ist etwas ganz Besonderes. Im Super-G habe ich den Grundstein gelegt, der ist mir richtig gut geglückt. Der Slalom war richtig knackig und ich bin mega happy, dass die vier Hundertstel auf meiner Seite waren. Bis ich das zur Gänze realisiert habe, braucht es bestimmt noch eine Zeit. Viel Zeit zum Ausruhen bleibt jedoch nicht, schon morgen geht es weiter. Alles was jetzt noch kommt ist Zugabe.“

Marco Schwarz

Doppelweltmeister Vincent Kriechmayr zeigte im Super-G erneut eine starke Leistung und fuhr die drittschnellste Zeit. Im schwierigen Slalom war der Oberösterreicher chancenlos und im Mittelteil aus.

„Die Piste im Slalom war sehr eisig und ich war ehrlich gesagt schwer überfordert. Für so einen Kurs reicht dann das Training einfach nicht. Die Stimmung im Team ist hervorragend und es freut mich sehr für den Blacky.“

Vincent Kriechmayr

Matthias Mayer zeigte im Super-G eine ansprechende Leistung und lag an der vierten Stelle. Bei eisigen Verhältnissen im Slalom war für den Kärntner bereits nach wenigen Toren Endstation.

„Ich habe versucht im Slalom gut hineinzukommen, dann hat es mich gleich mal hineingedrückt und es war schnell vorbei. Ich kann mir nach den drei WM-Rennen nichts vorwerfen, ich habe immer alles riskiert, leider ist es für mich blöd ausgegangen. Gratulation an Marco.“

Matthias Mayer

ERGEBNIS

KEINE KOMBINATIONSMEDAILLE FÜR ÖSV-DAMEN

Die Alpine Kombination brachte keine Medaille für die ÖSV-Damen. Beste Österreicherin wurde Ramona Siebenhofer als Fünfte. Der Sieg und damit der Titel Weltmeisterin ging an die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin, vor Petra Vlhova (SVK) und Michelle Gisin (SUI).

Nach dem Super-G lag Ramona Siebenhofer, als beste Österreicherin, an 15. Stelle. Die Steirerin kam mit einem Rückstand von 1,07 Sekunden auf die Führenden Italienerin Federica Brignone in das Ziel. Franziska Gritsch zeigte eine gute Speedleistung und lag zur Halbzeit auf dem 20. Platz. Ariane Rädler und Katharina Huber erreichten den 21. und 30. Zwischenrang.

Der Slalom wurde von der Führenden des Super-G’s eröffnet. Der Startteil wurde vielen Athletinnen zum Verhängnis und dies führte zu zahlreichen Ausfällen. Shiffrin meisterte den Kurs als Schnellste und konnte das Rennen für sich entscheiden. Ramona Siebenhofer zeigte eine gute Slalomleistung und wurde mit einem Rückstand von 2.81 Sekunden Fünfte.

„Für meine Verhältnisse war meine Slalomleistung OK. Im Super-G wäre ein bisschen mehr drinnen gewesen, das ist im Moment ein wenig meine Schwachstelle, aber für diese Verhältnisse am Slalomhang habe ich mich nicht schlecht geschlagen.“ Ramona Siebenhofer

Franziska Gritsch wurde als zweibeste Österreicherin 11. Sie konnte im Slalom neun Plätze gut machen, verpasste die Top-10 knapp.

„Ich habe mir ein bisschen schwer getan, beim Einfahren war die Piste noch ganz anders und ich habe mir beim Umstellen schwer getan. Schnell abhacken, die positiven Dinge mitnehmen und nach vorne schauen. Im Super-G habe ich ein paar gute Schwünge gezeigt und es warten noch ein paar lässige Jahre auf mich. Es geht Schlag auf Schlag und der Blick ist bereits auf dem morgigen Rennen.“ Franziska Gritsch

Ariane Rädler schied im Slalom leider aus.

ENDERGEBNIS

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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