RB Salzburg gewinnt auswärts in Innsbruck

MIT UNBÄNDIGEM WILLEN ZUM NÄCHSTEN DREIER
TORSCHÜTZEN: KOCH (10.), BADEN FREDERIKSEN (78./FE) BZW. DAKA (31., 89.), BERISHA (79.), KOITA (90.)

Bericht: FC RED BULL SALZBURG; Fotos: Red Bull/GEPA Pictures

Unsere Mannschaft tut sich am Innsbrucker Tivoli gegen eine bissige WSG Tirol lange schwer, beweist im Endspurt aber einmal mehr, dass sie Rückstände drehen kann, und geht dank zweier später Treffer letztlich mit 4:2 als Sieger hervor.

SPIELBERICHT

Das Image der Tiroler lässt es vielleicht nicht vermuten, aber als Tabellenfünfte der Tipico Bundesliga traten die Gastgeber dementsprechend forsch auf und machten keineswegs Anstalten, nur aufs Verteidigen aus zu sein. Und das bekamen wir auch gleich einmal zu spüren. Die WSG nämlich versuchte, das Spiel an sich zu reißen und ging nach nur zehn Minuten in Führung. Ein Tausendguldenschuss von Koch fand den Weg durch die Abwehr via Innenstange ins Tor und brachte uns in die Position des Jägers. Zunächst blieb die Silberberger-Elf allerdings die gefährlichere Mannschaft, was sich beispielsweise an einem satten Weitschuss von Baden Frederiksen (17.) festmachen ließ.

Auf unserer Seite hingegen boten unsere Burschen trockene Rohkost und blieben die erste halbe Stunde trotz offensiver Ausrichtung mit drei nominellen Stürmern in der Offensive eher blass. Wie man es einer Spitzenmannschaft aber nachsagt, waren wir nach 31 Minuten quasi aus dem Nichts zur Stelle. Ein weiter Pass von Albert Vallci fand den Weg zu Patson Daka, der schneller als alle anderen am Ball war, den WSG-Goalie umkurvte und den Ausgleich besorgte. Von nun an präsentierte sich unsere Mannschaft aktiver und hatte erneut durch Daka und Kristensen noch vor dem Pausentee gute Möglichkeiten auf Treffer Nummer zwei, es blieb jedoch beim 1:1.

Und es blieb umkämpft – auch weil Patson Daka es verpasste, nur wenige Augenblicke nach Wiederanpfiff für einen Blitzstart zu sorgen. Sein Abschluss aus halbrechter Position segelte leider über den Kasten (47.), ehe es wieder ausgeglichen zuging und sich die Chancen auf beiden Seiten abwechselten. Richtig turbulentwurde es dann aber erst in der Schlussphase. Nachdem Mergim Berisha mit einer Kopfballverlängerung an die Stange (71.) sowie Rasmus Kristensen bei einem Gestocher im Strafraum (73.) nur knapp am Torerfolg vorbeigeschrammt waren, jubelten plötzlich die Tiroler. Baden Frederiksen ließ sich nach einem Zweikampf mit Andre Ramalho in der Gefahrenzone fallen und verwandelte den anschließenden Elfmeter mit viel Glück gegen Cican Stankovic zum 2:1 (78.).

Die Roten Bullen hatten allerdings die perfekte Antwort parat und egalisierten den Spielstand im Handumdrehen. Mergim Berisha war es, der nach einem Vallci-Kopfball an die Stange goldrichtig stand und zum 2:2 abstaubte (79.). Und es sollte noch besser kommen. Unsere Burschen gaben auf den letzten Metern noch einmal richtig Gas und drehten die Partie zu ihren Gunsten. Erst gelang Patson Daka in Minute 89 der Lucky Punch zum 3:2, ehe Sekou Koita in gewohnter Manier nachsetzte und sogar noch für den 4:2-Endstand sorgte.

STATEMENTS

Jesse Marsch

Wir haben zu keinem Zeitpunkt Frustration oder ein Jammern aufkommen lassen, haben uns nur auf das Siegen konzentriert. Vor allem nach dem 1:2 waren wir sehr stark. Mentalität steht immer an erster Stelle für mich. Die beste Vorbereitung auf Villarreal waren sechs gute Spiele, und die haben wir abgeliefert. Wir sind in der Verteidigung besser geworden und vorne immer noch gefährlich.

Albert Vallci

Wir haben unsere Angriffe erst zu fahrlässig verspielt. Das haben wir in der Halbzeit angesprochen und es dann in der zweiten Halbzeit sehr, sehr gut gemacht. Wir sind immer drangeblieben und haben uns für unseren Kampf belohnt.

AUFSTELLUNG

WECHSEL

Camara für Sucic (58.), Koita für Adeyemi (58.), Aaronson für Mwepu (69.), Affengruber für Junuzovic (90.+2)

GELBE KARTE

Camara (85./Foul)

NICHT EINSATZBEREIT

Bernardo (Seitenbandteilabriss), Wöber (Oberschenkel)

Tabelle

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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