KRIECHMAYR KRÖNT SICH ZUM DOPPELWELTMEISTER

Nach seinem Triumph im Super-G holte sich Vincent Kriechmayr in der heutigen Abfahrt seine zweite Goldmedaille. Der Oberösterreicher setzte sich in einem spannenden Rennen hauchdünn gegen den Deutschen Andreas Sander (+0,01 Sek.) durch. Bronze ging an Beat Feuz aus der Schweiz (+0,18 Sek.).

Mit der Startnummer eins eröffnete Vincent Kriechmayr das Rennen. Dem Super-G Weltmeister gelang eine starke Fahrt mit der optimalen Mischung aus Risikodosierung und Angriff. Vor allem im Mittelteil fuhr der Oberösterreicher in einer eigenen Liga. Direkt nach ihm ging Andreas Sander (GER) ins Rennen, der im unteren Teil viel Zeit gutmachen konnte und am Ende mit einer hundertstel Sekunde Rückstand Silber holte. Kriechmayr holte damit seine zweite WM-Goldmedaille binnen drei Tagen und darf sich nach Bronze bei der letzten WM in Are nun auch Abfahrtsweltmeister nennen.

„Bis ich das realisiere braucht es noch ein wenig. Es war kein einfaches Rennen und unten war es nicht perfekt, da habe ich viel Zeit liegen gelassen. Dafür habe ich im Mittelteil eine super Linie getroffen und auch der Wind hat ein wenig zu meinen Gunsten gewechselt, so ehrlich muss man sein. Ich bin keiner der seine Emotionen stark nach außen zeigt, sondern jemand, der das in Ruhe genießt. Das was mir hier gelungen ist, ist etwas ganz besonderes.“

Vincent Kriechmayr

Max Franz, der in beiden Trainings schnellster Österreicher war, ging mit großen Ambitionen ins Rennen. Dem Kärntner gelang es jedoch nicht an die Trainingsläufe anzuschließen und kämpfte damit die optimale Linie zu finden. Der Bronzemedaillengewinner der WM 2017 in Are belegte am Ende den 13. Rang.

„Der Abschnitt nach dem Sprung bis zur Traverse ist mir zum Verhängnis geworden. Leider habe ich die Linie nicht so erwischt wie gewünscht. Ich habe alles probiert, schade dass mir nicht mehr gelungen ist. Vinc hat es sich absolut verdient, er hat einen super Lauf gezeigt.“

Max Franz

Als letzter Österreicher ging Otmar Striedinger mit Startnummer 19 ins Rennen. Der 29-Jährige konnte im oberen Teil der Strecke voll mithalten und war bei der dritten Zwischenzeit sogar der Schnellste. Ab der Mitte erwischte der Kärntner keine optimale Linie und verlor zunehmend. Am Ende reichte es für „Oti“ nur zum 19. Platz.

„Leider ist mein Plan für den Mittelteil nicht aufgegangen, dort wollte ich auf Zug fahren. Ich hätten davor taktisch etwas herausnehmen müssen, dann wäre es in weiterer Folge einfacher gewesen. Die Piste ist in einem super Zustand, leider habe ich es selbst nicht hinbekommen.“

Otmar Striedinger

Mitfavorit Matthias Mayer, der den oberen Teil gut erwischte, hatte im mittleren Abschnitt seine Probleme und schied nach einem Schlag in der Querfahrt aus. Der Kärntner Doppelolympiasieger muss damit weiterhin auf seine WM-Medaille warten.

„In der Traverse haben ich einen Schlag voll erwischt und danach war ich chancenlos. Oben weg war es ganz ok und ich habe voll attackiert, leider war das Rennen nach dieser Aktion vorbei. So ist das eben.“

Matthias Mayer

ERGEBNIS

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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