ÖSV – Wintersportsplitter/Alpin: KEINE ABFAHRTSMEDAILLE BEI DEN DAMEN

SKI ALPIN  13 Februar 2021 Cortina d’Ampezzo

Die WM-Abfahrt der Damen in Cortina d’Ampezzo (ITA) verlief nicht nach Wunsch. Nach tollen Trainingsergebnissen gestern, konnten die vier ÖSV-Läuerinnen ihre Leistungen am Renntag nicht ganz umsetzen und verpassten die Medaillenränge um wenige Hundertstel. Ramona Siebenhofer wurde als Fünfte beste Österreicherin. Die Goldmedaille ging an die Schweizerin Corinne Suter, vor Kira Weidle (GER) und der Super-G Weltmeisterin Lara Gut-Behrami (SUI). 

Das ÖSV-Quartett konnte am heutigen Renntag die Trainingsleistungen nicht ganz umsetzten. Bei strahlendem Sonnenschein und kalten Temperaturen verpasste die Steirerin Ramona Siebenhofer die Medaillenränge als Fünfte um 0.13 Sekunden. Im oberen Streckenteil lag sie lange Zeit in Führung, konnte diese aber nicht bis ins Ziel bringen. Die Gewinnerin der letzten beiden Weltcup-Abfahrten in Cortina d’Ampezzo 2019 war im Ziel sichtlich enttäuscht.

„Ich habe mich heute gut gefühlt, aus der Panormakurve im Super-G-Teil habe ich sehr viel Tempo mitnehmen können, dann ich zu eng hineingefahren und habe Speed verloren – es ist sehr ärgerlich. Ich habe den Super-G-Teil sehr gut erwischt, habe in Abfahrtshocke gehen können – es nützt nichts, der Speed ist wieder da, aber bei der WM zählen nur 1,2 und 3, ich hätte es auf der Hand gehabt, habe es aber leider nicht angenommen.“ Ramona Siebenhofer

Zweitbeste Österreicherin wurde Tamara Tippler. Sie holte in dieser Saison in der Abfahrt bereits einen Podestplatz, bei der WM-Abfahrt klappte es nicht mit Edelmetall. Mit Startnummer 15 belegte sie mit einem Rückstand von 0.54 Sekunden den siebenten Endrang. Die Steirerin war mit ihrer Leistung nicht zufrieden und reist ohne Medaille aus Cortina ab. Die reinen Speedrennen der Damen sind mit der heutigen Abfahrt vorbei, am Montag steht die Alpine Kombination am Programm.

„Oben habe ich bereits viel Rückstand gehabt, es ist doch ein bisschen der Wind drinnen, im Mittelteil bin ich wieder gut Ski gefahren, viel fehlt nicht, aber es war zu wenig. Ich bin heute sehr wertfrei in das Rennen gegangen, mit dem Ziel, schnell zu fahren, der Wille und das Können sind da. Es zählen nur die ersten drei, wir sind nich weit entfernt, da gilt es weiterzuarbeiten.“ Tamara Tippler

Mirjam Puchner fuhr sich gestern noch in das Team und belegte heute den 11. Platz. Mit einem Rückstand von 1.02 Sekunden fehlten nur drei Hundertstel auf die Top-10. Christine Scheyer, die vierte Starterin im ÖSV-Abfahrtsteam, kam mit fast zwei Sekunden Rückstand in das Ziel und belegte den 19. Platz.

Weiter geht es am Montag mit der Alpinen Kombination der Damen, Dienstag folgt der Parallelbewerb.

ENDERGEBNIS

Johannes Aujesky bei WM als Siebenter bester Österreicher


Die rot-weiß-roten Skicrosser haben am Samstag bei der Weltmeisterschaft im schwedischen Idre Fjäll nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen können! Für die beste Platzierung aus heimischer Sicht sorgte der Niederösterreicher Johannes Aujesky, der als Dritter des kleinen Finales unmittelbar vor dem Oberösterreicher Johannes Rohrweck Gesamtsiebenter wurde. Für die beiden Steirer Robert Winkler (15.) und Sandro Siebenhofer (16.) war jeweils im Viertelfinale Endstation. Bei den Damen landete die Steirerin Katrin Ofner, die in der Qualifikation starke Dritte gewesen war, nach ihrem Aus in der Auftaktrunde auf Rang neun.

Dabei begann das Rennen für das ÖSV-Team noch recht verheißungsvoll! Das Herren-Quartett erreichte geschlossen die Runde der letzten 16. Während es im Viertelfinale für Siebenhofer und Winkler, der auf der Zielgeraden von der Strecke musste, um einen Zusammenstoß mit seinen Konkurrenten zu verhindern, kein Weiterkommen gab, zogen Aujesky und Rohrweck in die Vorschlussrunde ein. Aujesky als Vierter des ersten Semifinal-Heats und Rohrweck als Dritter des zweiten Halbfinal-Laufes mussten sich dann jedoch mit dem kleinen Finale begnügen, in dem die beiden Österreicher auf die Plätze drei (Aujesky) und vier (Rohrweck) fuhren. Der Sieg bei den Herren ging an den Schweizer Alex Fiva vor dem Franzosen Francois Place und dem Schweden Erik Mobärg.

„Bis zum Halbfinale ist alles nach Plan gelaufen. Dort habe ich dann mit Alex Fiva um den zweiten Platz gefightet, dabei habe ich leider ein Element nicht sauber getroffen und damit war auch die Chance auf das große Finale dahin. Im kleinen Finale ist dann auch ein wenig der Frust mitgefahren“, sagte Johannes Aujesky. Ähnlich war die Gemütslage nach dem Rennen beim achtplatzierten Johannes Rohrweck. „In den ersten beiden Runden hat meine Taktik sehr gut funktioniert. Auch im Halbfinale habe ich alles versucht, um mich auf der Zielgeraden gut zu positionieren, aber was ich auch probiert habe, es ist leider nicht aufgegangen. Bei einem Weltcuprennen nimmst du so ein Resultat gerne mit, aber von einer WM willst du nicht mit einem achten Platz nach Hause fahren.“

Robert Winkler wurde im Viertelfinale durch eine unglückliche Situation aus dem Rennen genommen. „Ich bin auf der Zielgeraden richtig schnell geworden, weil ich davor die Elemente sehr gut getroffen habe. Als ich dann links zum Überholen angesetzt habe, sind auch die Konkurrenten auf diese Seite gezogen und haben mir die Tür zugemacht. Meine einzige Option war, aus dem Kurs zu fahren, sonst hätte es schlimm ausgehen können.“ Winklers steirischer Landsmann Sandro Siebenhofer versuchte im Viertelfinale sein Heil vergeblich von der Spitzenposition aus. „Ich habe es probiert, aber mein Vorsprung war nicht groß genug, um ihn auch ins Ziel zu bringen. Das haben meine Gegner genützt, um mich aus dem Windschatten heraus zu überholen“, so Siebenhofer.

Ähnlich wie Siebenhofer erging es auch Katrin Ofner, die in ihrem Viertelfinale perfekt aus dem Gate kam und nach der Startsektion bereits einen großen Vorsprung auf ihre Konkurrentinnen hatte. Doch dann kam der für Idre Fjäll typische Wind ins Spiel, wodurch Ofners Vorsprung sukzessive kleiner wurde. Das setzte sich auch auf der Zielgeraden fort, auf der die Steirerin noch die Französin Marielle Berger Sabbatel und die Russin Anastasia Chirtcova passieren lassen musste. „Es tut extrem weh, wie das heute gelaufen ist. Ich habe einen super Start erwischt, aber schon zwischen der ersten und der zweiten Kurve gemerkt, dass mein Vorsprung schmilzt. Auf der Zielgeraden habe ich zwar noch alles versucht, aber wenn die Gegnerinnen aus dem Windschatten an dir vorbeischießen, bist du hier ganz einfach machtlos“, bilanzierte eine enttäuschte Ofner.

Gold holte die schwedische Lokalmatadorin Sandra Näslund, die sich nach 2017 in der Sierra Nevada (ESP) ihren zweiten WM-Titel sicherte. Die Schweizerin Fanny Smith fuhr zu Silber, die Französin Alizee Baron zu Bronze.

Nächste Station für die Skicrosser ist die steirische Reiteralm, wo am kommenden Freitag, 19. Februar 2021, der Heimweltcup auf dem Programm steht.

Europacupsiege für Luca Hämmerle und Julian Lüftner
*** Erster EC-Podestplatz für Anna-Maria Galler ***


Zwei Siege und insgesamt fünf Podestplätze sind die ÖSV-Snowboardcrosser bei zwei Europacuprennen am Freitag und Samstag in Valmalenco (ITA) herausgefahren! Im ersten Bewerb triumphierte der Vorarlberger Luca Hämmerle vor dem Italiener Thomas Belingheri und dem Wahl-Vorarlberger Julian Lüftner. Der Niederösterreicher Marco Dornhofer (5.), der Burgenländer Sebastian Jud (7.) und der Oberösterreicher Andreas Kroh (12.) landeten ebenfalls im Spitzenfeld.

Im zweiten Rennen sorgten Lüftner und Hämmerle für einen rot-weiß-roten Doppelsieg. Kroh (4.), Jud (5.) und Dornhofer (6.) rundeten die starke Vorstellung des ÖSV-Herrenteams ab. In der Europacup-Gesamtwertung liegen nach fünf von elf Rennen mit Jud (251 Punkte), Hämmerle (180) und Lüftner (160) drei Österreicher voran.

Bei den Damen holte am Samstag die 18-jährige Salzburgerin Anna-Maria Galler als Zweite hinter Maeva Estevez aus Andorra ihren ersten Podestplatz im Europacup. Die Steirerin Tanja Kobald belegte als zweitbeste Österreicherin Rang neun. Im ersten Rennen war Galler Fünfte geworden, die Steirerin Lara Kristin Stockreiter hatte sich am Freitag auf Rang zehn eingereiht.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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