ÖSV – Wintersportsplitter/Nordisch: Erneut vierter Platz durch Kramer in Hinzenbach

Das Hinzenbach-Wochenende ist am Sonntag mit dem dritten Bewerbstag im Skispringen zu Ende gegangen. Marita Kramer wurde als beste Österreicherin Vierte und setzte damit die Serie der vierten Plätze an diesem Wochenende fort. Der Sieg ging, wie auch gestern, an die Japanerin Sara Takanashi, vor Nika Kriznar (SLO) und der Norwegerin Silje Opseth.  

Am Freitag wurde Kramer bereits Vierte, gestern erreichte Daniela Iraschko-Stolz denselben Rang und heute verpasste Kramer, mit 85 und 87,5 Meter Sprüngen, das Podest, als Vierte, um nur 0,2 Punkten. Sie machte damit vier Plätze im Vergleich zu dem ersten Durchgang gut. Überschattet wurden die Sprünge der Topgruppe von einem schweren Sturz der Norwegerin Eirin Maria Kvandal. Sie musste aus dem Auslauf abtransportiert werden.  

Kompakt stark präsentierte sich das gesamte ÖSV-Team. Daniela Iraschko-Stolz, Chiara Hölzl und Lisa Eder komplettierten die Top-10 mit den Rängen 8, 9 und 10. Die routinierte Steirerin zeigte über das ganze Wochenende über konstante Sprünge. Bei Chiara Hölzl ist ein Aufwärtstrend zu erkennen und sie war nach ihrem dritten Wettkampftag in Hinzenbach sichtlich erleichtert, dass es weiter nach oben geht.  

Lisa Eder zeigte ebenso eine starke Leistung und wurde mit einem weiteren Top-10-Ergebnis belohnt. Für sie war es das zweitbeste Resultat, nach dem achten Platz am Freitag, an diesem Wochenende.   

***Stimmen***

Marita Kramer: „Ich bin sehr happy mit diesem Sprung! Das war der beste vom ganzen Wochenende – ich habe das umsetzten können, was ich mir vorgenommen habe. Den letzten Sprung kann ich mitnehmen, es war ein guter Grundsprung, ein vierter Platz ist ein wenig schade, aber kann man nichts machen, gehört auch dazu.“

Daniela Iraschko-Stolz: „Der erste Sprung war nicht gut. Ich habe versucht ihn laufen zu lassen, aber es hat ihn nicht über den Vorbau getragen und dann ist es schwierig. Es ist immer total frustrierend, wenn man einen Sprung total verhaut, aber es nutzt nichts.“  

Chiara Hölzl: „Ich denke, die beiden letzten Sprünge heute waren definitiv die besten vom ganzen Wochenende, das stimmt mich sehr positiv. Natürlich gibt es noch viel zu tun, das Wochenende im Gesamten ist noch nicht zufriedenstellend, aber es war heute wieder ein guter Schritt nach vorne und da muss ich dranbleiben.“  

Harald Rodlauer: „Es waren drei spannende Tage, leider ohne Podestplatz, wir waren immer knapp dran, wir müssen aber auch zur Kenntnis nehmen, dass viele andere Nationen sehr gute Skispringerinnen haben. Trotzdem darf man in Summe nicht unzufrieden sein. Man hat gesehen, dass auf einer kleinen Schanze alles sehr knapp beisammen ist – ich bin wirklich positiv und gehe auch mit einem guten Gefühl in die Zukunft und bin auch happy mit der jungen Julia Mühlbacher, die wirklich drei tolle Wettkämpfe gemacht hat.“

***Ergebnis***
https://www.fis-ski.com/DB/general/results.html?sectorcode=JP&raceid=5834

HÖRL BESTER ÖSTERREICHER IN KLINGENTHAL

Beim zweiten Weltcupspringen im deutschen Klingenthal wurde Jan Hörl als Elfter bester Österreicher. Der Sieg ging an den norwegischen Saisondominator Halvor Egner Granderud, der Bor Pavlovic (SLO) und Markus Eisenbichler (GER) auf die Plätze verwies.

Für die ÖSV-Adler läuft es weiterhin nicht ganz nach Wunsch. Auch im heutigen Wettkampf in Klingenthal schaffte kein Österreicher den Sprung in die Top 10. Jan Hörl, der nach einem starken ersten Durchgang mit 138,5 Meter auf Rang acht lang, musste in der Entscheidung drei Plätze einbüßen und wurde am Ende Elfter. Der 22-Jährige vom SC Bischofshofen egalisierte damit sein bisher bestes Saisonergebnis.

Philipp Aschendwald zeigte Sprünge auf 137,5 und 136 Meter und belegte damit den 15. Platz. Direkt dahinter musste sich Stefan Kraft mit Rang 16 begnügen. Der Salzburger landete in beiden Durchgängen bei 134 Meter. Manuel Fettner (24.) und Daniel Huber (27.) konnten ebenfalls noch Weltcuppunte holen.

ERGEBNIS

STIMMEN

Jan Hörl: „Für mich war es heute ein echt cooler Tag und auf die beiden Sprünge kann ich aufbauen. Ich konnte endlich im Wettkampf das zeigen, was ich draufhabe und da gilt es jetzt dranzubleiben. Der Wettkampf gibt mir Selbstvertrauen und jetzt freue ich mich schon auf Zakopane, die Schanze dort sollte mir liegen.“

Stefan Kraft: „Es war ein sehr schwieriges Wochenende und ich habe viel probiert, um wieder in die Top 10 zu kommen. Zurzeit fehlt ein wenig für ganz vorne und da muss ich wieder das richtige Gefühl finden, um stabiler zu werden. Bis zur WM ist noch etwas Zeit und von dem her bin ich noch nicht beunruhigt. Wir dürfen nicht die Nerven wegwerfen, sondern müssen geduldig weiterarbeiten.“

Cheftrainer Andreas Widhölzl: „Das Resümee für dieses Wochenende ist durchwachsen. Bei Jan ist heute ein guter Schritt nach vorne passiert und er hat tadellose Sprünge gezeigt. Bei den restlichen Jungs merkt man, dass derzeit eine gewisse Unsicherheit dabei ist und die Lockerheit, die wir schon hatten, fehlt. Es gibt einiges zu tun für uns und wir müssen jetzt an den richtigen Stellen anpacken und Akzente setzen, damit es bis zur WM wieder klappt.“

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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