Maske im Bus verweigert: Mann zuckte aus//Ausbruch verhindert. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

Graz, Bezirk Gries. – Nachdem eine Buslenkerin einen bislang unbekannten Mann Samstagnachmittag, 6. Februar 2021, auf die fehlende Maske im öffentlichen Verkehrsmittel angesprochen hatte, drehte dieser völlig durch. Die Fahndung läuft.

Gegen 14.30 Uhr sprach die Buslenkerin eines öffentlichen Omnibusses (ÖBB-Postbus) einen bisher unbekannten Mann im Bereich Hohenstaufengasse an, nachdem dieser weder Mund-Nasen-Schutz noch FFP2-Maske im Bus getragen hatte. Der sichtlich alkoholisierte Mann wurde daraufhin derart aggressiv, dass er die Einrichtung des Busses beschädigte und eine Flasche Bier gegen die Türe des Busses warf. Zudem entblößte er sein Geschlechtsteil und machte gegenüber der Buslenkerin obszöne Bemerkungen.

In der Folge begab er sich in ein unweit entferntes Einkaufszentrum (Citypark), wo er im Kassenbereich eines Elektrofachhandels in Richtung einer Angestellten spuckte. Einem weiteren Angestellte drohte er, ihn und dessen Familie umzubringen.

Verletzt wurde niemand. Die Fahndung nach dem flüchtigen Mann läuft. Er steht im Verdacht, mehrere Verwaltungsübertretungen und gerichtlich strafbare Handlungen begangen zu haben.

Laut Beschreibung handelt es sich um einen jungen Mann mit dunkler Hose und dunkler Jacke. Er trug eine schwarze Kappe (ohne sichtliche Aufschrift) sowie weiße Sneakers mit der Aufschrift „N“ und soll einen ausländischen Akzent gehabt haben.

Zeugen und Auskunftspersonen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Hinweise sind unter 059133/6585an die Polizeiinspektion Graz-Karlauerstraße erbeten.

Von Dach gestürzt: Lebensgefahr

Scheifling, Bezirk Murau. – Ein 55-Jähriger stürzte Samstagnachmittag, 6. Februar 2021, mehrere Meter vom Dach eines Carports und erlitt schwere Verletzungen. Es besteht Lebensgefahr.

Gegen 13.00 Uhr stieg der 55-Jährige aus dem Bezirk Murau über eine Leiter auf das Blechdach eines Carports, um dieses vom Schnee zu befreien. Als er rund 30 Minuten später wieder vom Dach steigen wollte, rutschte die an der Hausmauer angelehnte Leiter nach unten weg. Der 55-Jährige stürzte daraufhin aus einer Höhe von etwa drei bis vier Metern rücklinks auf den Steinboden. Eine Smartwatch auf seinem Handgelenk alarmierte die Rettungskräfte.

Vom Vorfall selbst gab es keine unmittelbaren Zeugen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte wurde der 55-Jährige jedoch bereits von seiner Lebensgefährtin und deren Söhnen sowie einem Nachbarn erstversorgt. Ein Notarzt aus Murau führte in der Folge eine Intubation durch, bevor der Mann mit dem Rettungshubschrauber C99 ins Klinikum Klagenfurt geflogen wurde. Aktuellen Informationen zufolge dürfte Lebensgefahr bestehen.

Sprengung einer Mülltonne – Zeugen und Opfer gesucht!

Graz, Bezirke Gries und Lend.– Samstagabend, 6. Februar 2021, sprengten bislang unbekannte Täter, vermutlich unter Verwendung eines pyrotechnischen Gegenstandes, eine Metallmülltonne. Obwohl teilweise schwere Metallteile 40 bis 50 Meter weit durch die Luft geschleudert wurden, gab es keine Verletzten.

Gegen 19.30 Uhr wurden Polizisten zur Örtlichkeit Annenstraße – Kreuzung Quergasse gerufen, weil es dort eine Explosion gegeben habe, diverse Gegenstände auf der Straße verstreut liegen würden und zahlreiche Alarmanlagen ausgelöst worden seien.

Beim Eintreffen der Beamten konnte festgestellt werden, dass es laut Angaben von mehreren Passanten eine heftige Explosion gegeben hatte und weißer Rauch aufgestiegen war. Nach großräumiger Absperrung des unmittelbaren Bereiches, konnte ermittelt werden, dass eine Metallmülltonne mit einem Gewicht von ungefähr 40 kg aus der Bodenverankerung gerissen und teilweise mehrere kiloschwere Metallgegenstände 40 bis 50 Meter weit durch die Luft geschleudert worden waren. Da sich zum Zeitpunkt der Explosion offenbar keine Person im unmittelbaren Bereich aufgehalten hatten, dürfte niemand verletzt worden sein. Es entstand Sachschaden in bislang nicht bekannter Höhe.

Bei den weiteren Ermittlungen, unter Beiziehung des Kriminalreferates sowie eines sprengstoffsachkundigen Organes der Polizei und des Entschärfungsdienstes des Einsatzkommandos Cobra, konnte festgestellt werden, dass die bislang unbekannten Täter vermutlich eine Sprengung der Metallmülltonne durch Verwendung eines pyrotechnischen Gegenstandes durchgeführt hatten. Aufgrund der Ermittlungs- und anschließenden Reinigungstätigkeiten wurde der Bereich der Annenstraße bis 21.35 Uhr für den gesamten Verkehr gesperrt.

Da zahlreiche Passanten an der Örtlichkeit anwesend waren sowie aus den Wohnungsfenstern der umliegenden Häuser das Geschehen beobachteten, ersucht die Polizei Zeugen und weitere Geschädigte des Vorfalles mit der Polizeiinspektion Graz-Hauptbahnhof, Tel.: 059133/6584-100, Kontakt aufzunehmen. Da es bereits am 3. Und 5. Februar 2021 an der gleichen Örtlichkeit Explosionen gegeben haben soll, wird gebeten auch diesbezügliche verdächtige Wahrnehmungen der oben angeführten Dienststelle zu melden

Alpine Notlage

Eisenerz, Bezirk Leoben. – Samstagnachmittag, 6. Februar 2021, gerieten ein 27-Jähriger und eine 22-Jährige in eine alpine Notlage. Sie wurden von einem Polizeihubschrauber gerettet.

Beim Abstieg von der Seemauer verstiegen sich die beiden Grazer offenbar im Gelände, wobei die 22-Jährige ihren rechten Schuh verlor und nicht mehr weiter absteigen konnte. Beide waren im alpinen Gelände nur mit einer Weste bekleidet und hatten lediglich Laufschuhe getragen. Gegen 16.40 Uhr verständigten sie schließlich die Einsatzkräfte. Flug- und Alpinpolizisten retteten die beiden Wanderer in der Folge mit dem Tau eines Polizeihubschraubers und brachten sie unverletzt in Sicherheit.

Nachtrag Raubüberfall auf Trafik

Tatverdächtige ausgeforscht: Festnahme

Graz, Bezirk Andritz. – Wie berichtet, überfiel ein vorerst unbekannter Täter Donnerstagabend, 4. Februar 2021, mit einem Messer bewaffnet eine Trafik. Er flüchtete vorerst unerkannt. Nun konnten Kriminalisten den Tatverdächtigen (16) festnehmen und seine beiden 15-jährigen Komplizinnen ausforschen.

Aufgrund eingegangener Hinweise forschten Raubermittler des Landeskriminalamtes Steiermark das jugendliche „Täter-Trio“ aus. Dabei steht ein 16-jährigen Afghanen aus Graz im Mittelpunkt der Ermittlungen. Als Ideengeber bereitete er die Tat vor und betrat gegen 17.30 Uhr mit einem Messer bewaffnet die Trafik in der Andritzer Reichsstraße. Dort nötigte er die beiden Angestellten zur Herausgabe von Bargeld und Zigaretten, bevor er letztlich samt Beute und seinen beiden Helferinnen flüchtete. 

Zwei Mädchen im Alter von 15 Jahren, ebenso aus Graz, fungierten während der Tat vor der Trafik als „Aufpasser“. Sie standen mit dem 16-Jährigen über ein Headset telefonisch in Kontakt, um ihn warnen zu können. Bereits in der Nacht auf Samstag nahmen Beamte des Einsatzkommandos Cobra sowie der „Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität“ (EGS) Steiermark den 16-Jährigen an seiner Wohnadresse fest. In seiner Wohnung konnten die Beamten einen Großteil der Raubbeute sowie die Tatkleidung sicherstellen.

Alle Tatverdächtigen zeigten sich umfassend geständig. Die beiden Mädchen werden auf freiem Fuß angezeigt. Der 16-Jährige wird über Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert.

Skiunfall

St. Georgen am Kreischberg, Bezirk Murau. – Samstagmittag, 6. Februar 2021, kollidierten zwei Skifahrer im Alter von 14 und 24 Jahren. Dabei wurden beide schwer verletzt.

Kurz vor 12.00 Uhr fuhr der 14-jährige Skifahrer aus dem Bezirk Murau auf der sogenannten „Panorama-Umfahrung“ des Skigebietes Kreischberg in Richtung Tal. Als er in der Folge über eine Kuppe auf der präparierten Piste sprang, kollidierte er mit dem 24-jährigen Skifahrer aus Graz. Dieser dürfte die Piste zu diesem Zeitpunkt etwa zehn Meter unterhalb der Kuppe gequert haben.

Beide Skifahrer trugen einen Helm, erlitten jedoch schwere Verletzungen aufgrund der Kollision. Sie wurden von Einsatzkräfte der Bergrettung Murau, dem Pistendienst, einem Alpinpolizisten sowie einer zufällig vor Ort anwesenden Krankenschwester medizinisch erstversorgt. Beide wurden vom Notarzthubschrauber C11 ins UKH Klagenfurt geflogen.

Brand eines Wirtschaftsgebäudes

Pinggau, Bezirk Hartberg-Fürstenfeld. – Samstagmittag, 6. Februar 2021, geriet aus bislang ungeklärter Ursache ein Wirtschaftsgebäude in Brand. Mehr als 160 Einsatzkräfte standen im Einsatz.

Gegen 12.00 Uhr geriet das unterkellerte Wirtschaftsgebäude im Ortsteil Tanzegg in Brand. Mehr als 160 Einsatzkräfte der Feuerwehren Pinggau, Schäffern, Sinnersdorf, Götzendorf, Sparberegg, Baumgarten und Schaueregg standen nach einem ausgelösten Abschnittsalarm im Löscheinsatz. Auch wenn ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude verhindert werden konnte, so brannte die Garage samt den zwei darin befindlichen Traktoren und einem Holzspalter nieder. Die Wände und Tore des Gebäudes bestanden aus Holz, auch im gemauerten Keller lag Holz gelagert.

Menschen oder Tiere kam durch den Brand nicht zu Schaden. Die Schadenshöhe sowie die genaue Brandursache stehen bislang noch nicht fest.

Ausbruch verhindert

Graz, Bezirk Gries.– Sonntagfrüh, 7. Februar 2021, versuchten drei Häftlinge aus einer Justizanstalt auszubrechen. Durch rasches und koordiniertes Zusammenwirken von Kräften der Justizwache und Polizei konnte dies verhindert werden.

Gegen 04:30 Uhr wurden Einsatzkräfte der Polizei aufgrund eines Ausbruchsversuchs von drei Häftlingen in der Justizanstalt Graz-Karlau verständigt. Insgesamt sieben Polizeistreifenbesatzungen und eine Diensthundestreife begaben sich sofort zur Justizanstalt und sicherten den Außenbereich ab. Durch das schnelle Einschreiten der Einsatzkräfte der Justizwache konnten die drei Flüchtigen noch im Inneren des Areals festgenommen werden.

Bei den flüchtigen handelt es sich um zwei 26-jährige Häftlinge mit ausländischer Herkunft und einen 20-jährigen österreichischen Staatsangehörigen. Die drei Häftlinge waren aus ihren Zellen in den Innenhof der Haftanstalt gelangt und nach Überwinden eines Sicherungszaunes bis zur Außenmauer vorgedrungen. Das Überwinden der Außenmauer konnte durch die Einsatzkräfte verhindert werden. Die Häftlinge zogen sich beim Ausbruchsversuch leichte Verletzungen zu. Sie werden seitens der Justiz wegen der beim Ausbruchsversuches gesetzten Strafrechtsdelikte zur Anzeige gebracht.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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