ÖSV – Wintersportsplitter/Alpin: DOPPELSIEG IM GARMISCH SUPER-G

SKI ALPIN  06 Februar 2021 Garmisch-Partenkirchen (GER)

Foto Titelbild:©ÖSV

Beim letzten Weltcuprennen vor der alpinen Skiweltmeisterschaft konnte der ÖSV einen Doppelsieg feiern. Vincent Kriechmayr, der bereits den Kitzbühel Super-G für sich entscheiden konnte, gewann vor Teamkollegen Matthias Mayer (+0,17 Sek.). Dritter wurde der Schweizer Marco Odermatt (+0,49 Sek.).

Vincent Kriechmayr, der mit Startnummer fünf ins Rennen ging, untermauerte mit einer fehlerfreien und angriffslustigen Fahrt seine derzeitige Topform im Super-G. Der Oberösterreicher feierte mit dem heutigen Erfolg seinen bereits achten Weltcupsieg und konnte die Führung in der Super-G Gesamtwertung ausbauen.

„Es war kein einfaches Rennen mit der Kurssetzung und der Piste. Die Verantwortlichen haben jedoch einen super Job gemacht. Mit einem Teamkollegen auf dem Podium zu stehen ist natürlich sehr cool und noch cooler, wenn man sich davor platzieren kann. Ich fahre jetzt zufrieden und mit einer breiten Brust zur WM nach Cortina.“

Vincent Kriechmayr

Der gestrige Dritte, Matthias Mayer, konnte auch im heutigen Rennen eine überzeugende Leistung abliefern und platzierte sich 17 Hundertstel hinter Kriechmayr auf dem zweiten Platz. Ein Fehler in der Schlusskurve kostete dem 30-Jährigen wohl den Sieg. Mit seinem sechsten Podestplatz in Folge konnte der Kärntner seine beeindruckende Serie fortsetzen.

„Derzeit läuft es wirklich sehr gut: Die Abstimmung und das Skifahren passen einfach super. Das Battle mit Vinz ist lässig, wir matchen uns in den Trainings und auch bei den Rennen, das ist natürlich für beide von Vorteil. Ich fühle mich wohl und versuche diesen Schwung zur Weltmeisterschaft mitzunehmen.“

Matthias Mayer

Drittbester Österreicher wurde Max Franz auf Rang sechs. Der Kärntner, der in der gestrigen Abfahrt das Podium knapp verpasst hatte, zeigte auch im heutigen Super-G eine beherzte Fahrt und holte sein bestes Super-G Ergebnis in dieser Saison.

„Ich bin mit dem Wissen hierhergefahren, dass es die letzten zwei Chancen für mich sind, bei der WM dabei sein zu können. Die Piste hier liegt mir und der Lauf ist mir ganz gut geglückt. Die beiden Ergebnisse in Abfahrt und Super-G heute tuen richtig gut. Jetzt freue ich mich auf die WM und will dort zeigen, dass ich sehr gefährlich sein kann.“

Max Franz

Weitere vier ÖSV-Athleten konnten sich in die Punkteränge platzieren. Daniel Danklmaier belegte den 15. Rang (+1,07 Sek.), Hannes Reichelt wurde 17. (+1,10 Sek.), Stefan Babinsky holte Platz 20 (+1,28 Sek.) und Christian Walder holte als 22. (+1,45 Sek.) ebenfalls noch Weltcuppunkte.

ERGEBNIS

In der Super-G Gesamtwertung konnte Kriechmayr mit seinem heutigen Erfolg die Führung weiter ausbauen. Der 29-Jährige hält nun bei 341 Punkten und hat damit vor den letzten beiden Weltcup Super-G 101 Punkte Vorsprung auf den Zweiplatzierten Matthias Mayer.

STAND SUPER-G WERTUNG

Sabine Schöffmann fährt bei Weltcup-PGS in Bannoye als Dritte aufs Podest

Sabine Schöffmann hat am Samstag mit Rang drei beim Parallelriesentorlauf im russischen Bannoye ihren ersten Weltcup-Podestplatz seit fast zwei Jahren erobert! Zuletzt hatte die Kärntnerin Mitte Februar 2019 ebenfalls bei einem PGS in Pyeongchang (KOR) als Zweite den Sprung auf das Podium geschafft. Bei den Herren landete Alexander Payer als bester Österreicher auf Platz neun.

Sabine Schöffmann schaltete im 16er-Finale in den ersten beiden Runden die Russinnen Sofia Nadyrshina (+0,22 Sekunden) und Milena Bykova (+0,31 Sekunden) aus, ehe sie im Semifinale gegen die Deutsche Cheyenne Loch um 0,14 Sekunden knapp das Nachsehen hatte. Im kleinen Finale drehte die 28-Jährige aber noch einmal auf und bezwang die Qualifikationsschnellste Selina Jörg (GER) um 26 Hundertstel. Schöffmann hatte im vergangenen November bei einem Trainingssturz am Pass Thurn eine schwere Gehirnerschütterung erlitten und musste deshalb auch auf die Dezember-Rennen verzichten.

„Dieser dritte Platz ist etwas Besonderes, weil es in der vergangenen Saison zuerst nicht nach Wunsch für mich gelaufen ist und dann plötzlich nach zwei vierten Plätzen in Kanada wegen Corona Schluss war. Mit der Verletzung habe ich im November den nächsten Rückschlag hinnehmen müssen, daher ist dieser Stockerlplatz schon sehr speziell. Dabei waren heute die Bedingungen mit teilweise starkem Nebel und schlechter Bodensicht alles andere als einfach. Aber es ist mir sehr gut gelungen, das alles auszublenden und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ich bin mutig an die Sache herangegangen und habe durchwegs gute Läufe erwischt“, freute sich Sabine Schöffmann.

Mit Claudia Riegler und Julia Dujmovits erreichten zwei weitere ÖSV-Ladies die Finalentscheidung der Top 16. Riegler zog gegen die Japanerin Tsubaki Miki um acht Hundertstelsekunden denkbar knapp den Kürzeren und wurde als zweitbeste Österreicherin Elfte. Dujmovits unterlag Jörg in einem weiteren engen Duell um 0,10 Sekunden und belegte in der Endabrechnung Platz 16. Moskau-Siegerin Daniela Ulbing verpasste als Qualifikations-17. das Finale um vier Hundertstel. Ramona Hofmeister und Cheyenne Loch sorgten für einen deutschen Doppelerfolg.

Von den ÖSV-Herren zog einzig Alexander Payer als Zweiter der Qualifikation in das Achtelfinale ein, in dem sich der Kärntner dann allerdings dem Koreaner Sangkyum Kim um 0,21 Sekunden geschlagen geben musste. Arvid Auner (17.), Benjamin Karl (23.), Andreas Prommegger (24.), Aron Juritz (26.), Sebastian Kislinger (28.) und Fabian Obmann (36.) blieben an der Qualifikationshürde hängen. Die russischen Herren feierten durch Dmitry Loginov und Igor Sluev einen Doppelsieg. In einem italienischen Duell um Rang drei setzte sich Mirko Felicetti gegen Edwin Coratti durch.

*** Das weitere Programm: ***

Sonntag, 7. Februar 2021 (PSL):
05.00 Uhr MEZ: Qualifikation Damen und Herren
09.00 Uhr MEZ: Finale der Top-16-Damen und Top-16-Herren

TV-Hinweis:
ORF SPORT+ überträgt den Weltcup-Parallelslalom in Bannoye am Sonntag (07.02.2021) ab 08.55 Uhr LIVE!

Adam Kappacher triumphiert bei Europacup in Crans Montana

*** Dritte Plätze für Frederic Berthold und Tatjana Meklau ***

Adam Kappacher hat am Samstag das erste von zwei Europacuprennen an diesem Wochenende in Crans Montana (SUI) gewonnen! Der Salzburger setzte sich im großen Finale vor dem Italiener Yanick Gunsch, seinem ÖSV-Teamkollegen Frederic Berthold und dem Schweizer Alex Marro durch. Der Oberösterreicher Daniel Traxler landete als Sechster ebenfalls im Spitzenfeld.

Bei den Damen schaffte die Steirerin Tatjana Meklau als Dritte hinter der französischen Siegerin Mylene Ballet Baz und der Italienerin Jole Galli ebenfalls den Sprung auf das Podest. Die Oberösterreicherin Christina Födermayr belegte als Siegerin des kleinen Finales den fünften Gesamtrang.

Katharina Truppe verpasst WM in Cortina d’Ampezzo



Nach Ricarda Haaser, die einen Bandscheibenvorfall erlitten hat, fällt nun auch Katharina Truppe für die Ski-WM in Cortina d’Ampezzo aus. Die Kärntnerin verletzte sich beim Slalomtraining auf der Reiteralm und fuhr nach der Erstuntersuchung in Schladming zur weiteren Abklärung zu Dr. Jürgen Mandl nach Graz. Dabei wurde ein Muskel- und Sehnenriss im Adduktorenbereich festgestellt, der eine Pause von mehreren Wochen erfordert. Damit ist ein Antreten bei den Rennen in Cortina d’Ampezzo nicht möglich.  

„Nach dem Ausfall von Ricarda ist das Fehlen von Katharina bei der WM natürlich sehr bitter für das gesamte Team. Mit den beiden werden zwei starke Läuferinnen fehlen, die in mehreren Disziplinen angetreten wären. Das müssen wir nun hinnehmen und werden aber trotzdem eine schlagkräftige Mannschaft an den Start bringen,“ sagt Christian Mitter, Sportlicher Leiter der ÖSV-Damen.

Dominik Burgstaller feiert in Lenzerheide seinen ersten Europacupsieg


Dominik Burgstaller hat am Samstag beim Parallelslalom in Lenzerheide (SUI) seinen ersten Sieg im Europacup gefeiert! Nach Erfolgen gegen seinen steirischen ÖSV-Teamkollegen Sebastian Skoff, den Italiener Gabriel Messner und den Deutschen Ole-Mikkel Prantl setzte sich der 19-jährige Niederösterreicher im großen Finale auch gegen den Ukrainer Vasyl Kasheliuk durch.

„Mit diesem Erfolg ist mir der nächste Karriereschritt gelungen, das ist richtig cool. Ich hoffe, dass ich morgen beim zweiten Rennen gleich nachlegen kann“, freute sich Dominik Burgstaller, für den bisher ein vierter Rang als bestes Europacupresultat zu Buche gestanden war, den er vor zwei Jahren ebenfalls bei einem Parallelslalom in Lenzerheide erreicht hatte.

Als zweitbester Österreicher landete der Steirer Matthäus Pink auf Platz acht, Sebastian Skoff wurde 15. Morgen Sonntag steht noch ein zweiter Europacup-Parallelslalom in Lenzerheide auf dem Programm.

Dominik Burgstaller (Zweiter von links) feierte beim Parallelslalom in Lenzerheide seinen ersten Europacupsieg. Foto: ÖSV

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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