VCÖ: Steiermark erreichte im Jänner das Ziel „null Verkehrstote“

VCÖ: Österreichweit trotz Lockdowns 14 Verkehrstote im Jänner

VCÖ (Wien, 2. Februar 2021) – Die Steiermark erreichte im Jänner als einziges Bundesland das Ziel „null Verkehrstote“, macht der VCÖ aufmerksam. Im Jänner des Vorjahres kamen in der Steiermark vier Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Österreichweit kamen trotz Lockdowns 14 Menschen im Straßenverkehr ums Leben, um nur drei weniger als im Jänner des Vorjahres. Der VCÖ fordert auf Bundesebene verstärkte Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit. Gegen Raser ist entschiedener vorzugehen, Handy am Steuer soll ins Vormerksystem aufgenommen werden.

„Es gibt nur eine akzeptable Anzahl an tödlichen Verkehrsunfällen und die ist null. Und das Ziel null Verkehrstote hat die Steiermark im Jänner erreicht, leider als einziges Bundesland“, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest. Noch im Jänner des Vorjahres wurden vier Menschen bei Verkehrsunfällen in der Steiermark getötet, im Jänner 2019 war ein Todesopfer zu beklagen und im Jänner der Jahre 2018 und 2017 jeweils drei Todesopfer.

Österreichweit kamen trotz Lockdowns 14 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, um nur drei weniger als im coronafreien Jänner des Vorjahres. Allein fünf Menschen kamen bei Verkehrsunfällen in Oberösterreich ums Leben, drei in Niederösterreich und jeweils eine Person in den anderen Bundesländern.

Drei Viertel der tödlichen Unfälle wurden laut Innenministerium durch Unachtsamkeit bzw. Ablenkung sowie nicht angepasste Geschwindigkeit verursacht, macht der VCÖ aufmerksam. Der VCÖ fordert, dass Handy am Steuer endlich auch in Österreich ins Vormerksystem aufgenommen wird. Zudem sind verstärkte Maßnahmen gegen Tempodelikte nötig. Zum einen sind die Strafen für Raser zu erhöhen, zum anderen sind Tempolimits zu verringern.

„Die verkehrssichersten Staaten Europas haben eines gemeinsam: Niedrigere Tempolimits als Österreich“, stellt VCÖ-Sprecher Gratzer fest. Vor allem auf Freilandstraßen sollte Tempo 80 die Regel sein und Tempo 100 nur dort erlaubt sein, wo es aus Sicht der Verkehrssicherheit zulässig ist. Auch im Ortsgebiet ist aus Verkehrssicherheitssicht eine Beweislastumkehr wichtig. Derzeit muss begründet werden, warum Tempo 30 nötig ist. Im Interesse der Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung sollte umgekehrt begründet werden, warum Tempo 50 als Ausnahme von Tempo 30 für die Verkehrssicherheit zulässig ist. „Die Gesetze der Physik können nicht außer Kraft gesetzt werden. Mit dem Tempo steigt das Risiko eines Unfalls und es steigt zusätzlich die Schwere des Unfalls“, erinnert VCÖ-Sprecher Gratzer.

Wichtig für die Verkehrssicherheit ist auch die verstärkte Verlagerung von Fahrten auf den Öffentlichen Verkehr. Eine VCÖ-Analyse zeigt, dass im Zeitraum 2017 bis 2019 in Österreich das tödliche Unfallrisiko mit dem Pkw pro Milliarde Personenkilometer 94 Mal so hoch war wie mit der Bahn. „Wenn uns in Österreich der verstärkte Umstieg vom Auto auf die Bahn gelingt, kommen wir nicht nur dem Klimaziel näher, sondern erhöhen auch die Verkehrssicherheit deutlich“, betont VCÖ-Sprecher Gratzer. Auch die verstärkte Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene erhöht die Verkehrssicherheit.

Rückfragen: VCÖ-Kommunikation, Christian Gratzer, 0699 18932695

VCÖ: Steiermark erreicht im heurigen Jänner Ziel „null Verkehrstote“

Jänner 2021: 0 Verkehrstote

Jänner 2020: 4 Verkehrstote

Jänner 2019: 1 Verkehrstoter

Jänner 2018: 3 Verkehrstoter

Jänner 2017: 3 Verkehrstoter

Jänner 2016: 4 Verkehrstoter

Jänner 2015: 5 Verkehrstoter
Quelle: BMI, Statistik Austria, VCÖ 2021

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


error: (c) arf.at