Hannes Trinkl: „Müssen das Problem von oben lösen.“ – Zitate-Service „Sport und Talk aus dem Hangar-7“ am 25. Jänner 2021

Bauliche Veränderungen sollen die Geschwindigkeit vor dem Zielsprung in Kitzbühel reduzieren, sind sich Hannes Trinkl, Günther Mader, Fritz Strobl und Romed Baumann einig. Matthias Mayer schätzt die vielen Facetten der Streif. Und Matthias Walkner erklärt, warum ihn die Gefahr bei der Dakar reizt. Das waren die Highlights von „Sport und Talk aus dem Hangar-7“ am 25. Jänner 2021. 

Moderation: Christian Brugger

Die Themen: Motorsport, Ski alpin

Die Gäste: Matthias Walkner, Matthias Mayer, Hannes Trinkl, Romed Baumann, Günther Mader, Fritz Strobl
SKI ALPIN – TALK

„Mir taugt’s, wenn neue Namen auftauchen und diejenigen, die schon lange trainieren, ihr Können endlich umsetzen. Es lässt hoffen, dass neben dem Mottl und dem Vince noch ein paar Podestfahrer dazukommen.“
Fritz Strobl freut sich über ein breiter werdendes ÖSV-Speedteam.

„Mittlerweile haben die meisten mitbekommen, dass es doch nicht so eine schlechte Entscheidung war.“
Romed Baumann über seinen Nationenwechsel zum DSV.

„Das Hauptaugenmerk liegt immer auf Sicherheit. Unser Ziel ist, dass alle am Ende der Woche wegfahren, ohne dass sich jemand wehgetan hat.“
Hannes Trinkl über den Job des Renndirektors.

„Auch wenn man den Zielsprung komplett verändert oder abträgt, haben wir noch immer 150 km/h. Ein Verschneider mit dieser Geschwindigkeit ist genauso fatal wie ein Sturz bei einem Sprung. Also müssen wir das Problem von oben lösen und schauen, dass wir unten auf 125 km/h herunterkommen, bei einem schnellen Schnee auf 130.“
Hannes Trinkl will die Geschwindigkeit vor dem Ziel drosseln.

„Wir haben im Weltcup keinen zweiten Sprung, der mit so einer Geschwindigkeit gefahren wird. Es muss nur ein bisschen Wind gehen, der Sprung nicht hundertprozentig passen oder jemand in Rückenlage kommen. Dieser Sprung lässt überhaupt keinen Fehler zu. Man kann einen Sprung mit 140 auch den ganzen Sommer nicht trainieren.“
Günther Mader über den seiner Meinung nach gefährlichsten Sprung im Weltcup.

„Ich würde mir wünschen, dass ein FIS-Mitglied im Übertragungswagen sitzt und mit den einzelnen Positionen verbunden ist. Er kann dann die ganze Abfahrt sehen und Informationen weiterleiten: War es ein Fahrfehler oder haben mehrere das gleiche Problem?“
Fritz Strobl fordert einen Video-Schiedsrichter für die Abfahrten.

„Der Zielsprung gehört her, aber ohne Umbauten wird es wahrscheinlich nicht gehen. Der Sprung ist mit 130 sicher für niemanden ein Problem. Aber ab 140 wird es schwierig.“
Günther Mader zieht es vor, den Zielsprung zu entschärfen statt abzutragen.

„Es muss eine Veränderung sein, die für die nächsten 15 bis 20 Jahre Möglichkeiten zum Anpassen offen lässt. Denn die Läufer werden immer stärker und das Material schneller.“
Hannes Trinkl fordert einen Video-Schiedsrichter für die Abfahrten.

SKI ALPIN – MATTHIAS MAYER

„Jeder Tag zieht sich. Das Mentale, der ständige Stress kommen dazu. Kitzbühel ist ja doch die gefährlichste Abfahrt, ist aber jetzt auch abgehakt. Denn es kommen noch ein paar wilde Sachen auf uns zu.“
Matthias Mayer blickt nach dem fordernden Hahnenkamm-Wochenende nach vorne.

„Ich fahre einfach gerne in Kitzbühel. Die Pistenbeschaffenheit ist immer extrem gut: hart, eisig, viele Passagen muss man technisch sauber fahren und es sind Gleitgeschichten dabei. Das Ganze ist sehr ausgewogen.“
Matthias Mayer erklärt seine Liebe zur Streif.

„Drei Tage nach dem Garmisch-Wochenende findet schon der WM-Super-G statt. Das Programm ist sehr dicht. Weil wir die Strecke noch nicht kennen, wird es sehr interessant.“
Matthias Mayer hofft auf seine erste WM-Medaille auf dem nicht erprobten Hang.

„Die Athleten haben gesagt, dass da etwas gemacht werden muss. Dann ist nichts passiert. Man hat zwar mit einem Rechen etwas herumgeschoben, aber der Sprung war noch immer viel zu groß. Das darf einfach nicht passieren.“
Matthias Mayer ärgert sich, dass der Zielsprung vor der ersten Streif-Abfahrt kaum entschärft wurde.

MOTORSPORT

„Obwohl eigentlich negativ, war der zweite Tag herausragend. Ich bin vor Panik fast verzweifelt und bin an einem Punkt angelangt, an dem ich 50 Fahrer aufgehalten habe, weil ich Angst hatte, ob ich da überhaupt herauskomme.“
Matthias Walkner über sein Schlüsselerlebnis bei der Dakar 2021.

„Ich bin Vollblutrennfahrer und wollte es durchziehen. Nach so einem Vorfall ist die Konzentration leicht weg. Man muss voll bei der Sache bleiben. Ich habe mich gefragt, warum ich so viel riskiere, weil ich oft am Limit bin. Aber es macht extrem viel Spaß und ich bin super glücklich, gesund daheim zu sein.“
Matthias Walkner setzte sich nach der 2. Etappe zum Ziel, die Dakar zu beenden.

„Es hört sich makaber an, wenn man im Schnitt 1,6 Tote pro Dakar hat. Aber irgendwie will man diesen Reiz. Es ist gefährlich und wir wissen alle, was passieren kann. Deshalb bereite ich mich auch akribisch vor.“
Matthias Walkner über den besonderen Reiz der Gefahr.

Hannes Trinkl zu Gast bei Sport und Talk aus dem Hangar-7.
© ServusTV / Neumayr / Leo

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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