VCÖ: Südoststeiermark ist steirischer Spitzenreiter bei E-Pkw

VCÖ: E-Pkw Anteil muss rascher als bisher steigen, um Klimaziele erreichen zu können

VCÖ (Wien, am 25. Jänner 2021) – Bereits 9,3 Prozent der im Vorjahr in der Südoststeiermark neuzugelassenen Pkw fahren ausschließlich mit Strom. Damit ist die Südoststeiermark der steirische Spitzenreiter bei den E-Pkw, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Dahinter folgen Gröbming sowie die Bezirke Graz Umgebung und Liezen. Der VCÖ weist darauf hin, dass E-Pkw für die Regionen und für Carsharing besonders gut geeignet sind. Um die Klimaziele im Verkehr erreichen zu können, muss der E-Pkw Anteil rascher als bisher steigen.

„E-Autos sind für die Stadt, aber besonders auch für Regionen sehr gut geeignet. Und das spiegelt die Statistik wieder“, weist VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen auf die Ergebnisse einer aktuellen VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria hin. Die Südoststeiermark hatte im Vorjahr mit 9,3 Prozent den höchsten Anteil an neuzugelassenen E-Pkw, vor Gröbming (8,9 Prozent) und die Bezirke Graz-Umgebung, Liezen (jeweils 8,2 Prozent) und Hartberg-Fürstenfeld (6,9 Prozent) sowie die Landeshauptstadt Graz mit 6,5 Prozent. Den niedrigsten E-Pkw Anteil hat Leoben mit nur 1,5 Prozent.

In den Regionen gibt es viele Einfamilienhäuser. Man kann mit Photovoltaik-Anlage den Strom fürs Fahren umweltfreundlich selber erzeugen und ist nicht von Erdöl aus anderen Staaten abhängig, betont der VCÖ. Da E-Autos in der Anschaffung teurer, aber im Betrieb billiger sind, sind sie für Carsharing ideal, wie „eautoteilen“ im Vulkanland zeigt.

„Die Energiewende im Pkw-Bereich kommt langsam aber sicher in Fahrt. Das ist auch dringend nötig. Der Ausstieg aus Diesel und Benzin ist neben Verkehr vermeiden und verlagern die dritte wichtige Säule, um die Klimaziele im Verkehr erreichen zu können“, stellt VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen fest.

In der Gesamtbilanz, also inklusive Fahrzeug- und Batterieherstellung, sind in Österreich die CO2-Emissionen von E-Pkw im Schnitt um 55 Prozent niedriger als von Benzin- und Diesel-Pkw, wie die Daten des Umweltbundesamt zeigen. Wird Ökostrom getankt, sind die Emissionen mit rund 58 Gramm pro Fahrzeugkilometer sogar um rund 77 Prozent niedriger. Zudem stoßen E-Pkw beim Fahren keine gesundheitsschädlichen Abgase aus. Auch die Abhängigkeit von teuren Öl-Importen sinkt, wenn der Anteil der E-Pkw an Österreichs Flotte steigt, betont der VCÖ.

Die steigende Anzahl an E-Pkw Modellen, die von den Herstellern auf den Markt gebracht werden, werden zu einer Zunahme des E-Pkw-Anteils führen. Die Bundesregierung versucht der Durchbruch der E-Mobilität mit umfangreichen Förderungen zu beschleunigen, legt sich dabei aber selber Steine in den Weg, weil Dieseltreibstoff und Firmenwagen mit Verbrennungsmotor nach wie vor steuerlich begünstigt werden. „Fossile Steuerbegünstigungen bremsen und sind in Zeiten der sich verschärfenden Klimakrise nicht mehr zeitgemäß“, bringt es VCÖ-Expertin Rasmussen auf den Punkt.

Eine CO2-Bepreisung, wie es sie in Deutschland seit Jahresanfang gibt, gibt der E-Mobilität hingegen Rückenwind. Der VCÖ fordert daher eine rasche Umsetzung der ökosozialen Steuerreform.

VCÖ: Südoststeiermark ist Steiermarks Spitzenreiter bei E-Pkw (Anteil E-Pkw an Pkw-Neuzulassungen im Jahr 2020)

Bezirk Südoststeiermark: 9,3 Prozent

Pol. Exp. Gröbming: 8,9 Prozent

Bezirk Graz-Umgebung: 8,2 Prozent

Bezirk Liezen: 8,2 Prozent

Bezirk Hartberg-Fürstenfeld: 6,9 Prozent

Graz (Stadt): 6,5 Prozent

Bezirk Weiz: 6,0 Prozent
Bezirk Leibnitz: 5,7 Prozent

Bezirk Deutschlandsberg: 5,5 Prozent

Bezirk Murtal: 4,3 Prozent

Bezirk Murau: 4,2 Prozent

Bezirk Voitsberg: 3,8 Prozent

Bezirk Leoben (Land): 3,7 Prozent

Bezirk Bruck-Mürzzuschlag: 3,4 Prozent

Leoben (Stadt): 1,5 Prozent

Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2021

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Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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