Pkw-Unfall: Beifahrer festgenommen. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

Bruck-Mürzzuschlag. – Zwei Kroaten (20,22) fuhren Sonntagmittag, 24.01.2021, mit ihrem Pkw auf der S35 in Richtung Bruck. Der Lenker verursachte einen Unfall. Einsatzkräfte versorgten die Beiden. Der Beifahrer musste aufgrund seines aggressiven Verhaltens festgenommen werden. 

Gegen 12.00 Uhr fuhr der 20-Jährige in Wien wohnhafte mit einem Pkw auf der S35 in Richtung Bruck. Kurz nach der Auffahrt Laufnitzdorf gerieten er und sein in Niederösterreich wohnhafter Beifahrer (22) in Streit. Der Beifahrer verpasste dem Lenker einen Faustschlag wobei dieser die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und gegen die Betonwand stieß. Beide Insassen wurden bei dem Aufprall verletzt. Einsatzkräfte (Rettung, Feuerwehr und Polizei) führten Erste-Hilfe-Maßnahmen durch. Der Beifahrer zeigte sich dabei äußerst aggressiv. Polizisten mahnten den Mann mehrmals ab, mussten ihn aber schlussendlich festnehmen und zur weiteren Behandlung in das LKH-Bruck an der Mur verbringen. Ein durchgeführter Alkoholtest ergab bei beiden Personen eine starke Alkoholisierung. Die S35 war in der Zeit von 12.08 Uhr bis 15.10 Uhr lediglich einspurig befahrbar.

Versammlungen: Bilanz der steirischen Polizei

Steiermark. – Am Wochenende, 23/24. Jänner 2021, fanden in der Steiermark mehrere Versammlungen statt. Die Polizei setzte auf starke Präsenz und konsequente Überwachung der Corona-Bestimmungen. Die Versammlungen sind durchaus friedlich verlaufen. Es kam dennoch zu einigen Zwischenfällen.

In Graz demonstrierte eine geringe Anzahl an Menschen gegen Asyl-und Klimapolitik, Tierquälerei, aber auch gegen eine „Corona-Diktatur“. 

In Fehring versammelten sich 50 Personen. Demonstriert wurde gegen die Corona-Bestimmungen. Trotz des Dialoges verzichteten die Teilnehmer auf das Tragen des Mund-Nasenschutzes. Polizisten führten daraufhin Identitätsfeststellungen durch. Es kam hier zu rund 35 Verwaltungsanzeigen an die zuständige Behörde. Einsatzkräfte erkannten dabei auch fünf Personen wieder. Sie hatten eine Woche zuvor bei einer Demonstration in Feldbach teilgenommen und dort verwaltungsrechtliche Übertretungen begangen. Nun werden sie zur Anzeige gebracht. 

In Leibnitz versammelten sich zirka 120 Personen. Sie führten einen Lichtermarsch gegen die Corona-Maßnahmen durch. Auch hier kam es zu rund 40 Anzeigen nach den COVID-Bestimmungen sowie zwei Festnahmen (Identitätsmangel) nach den Bestimmungen des Verwaltungsstrafgesetzes.

In Ramsau am Dachstein versammelten sich 50 Personen friedlich zum Thema „Wir setzen einen Lichtpunkt aus der Region Ramsau am Dachstein“. Hier kam es zu keinen Vorkommnissen. 

Die steirische Polizei versteht sich als Schützer der Grund-und Freiheitsrechte. Unter Einhaltung der Covid-Bestimmungen ist es obligat seine Meinung zu äußern. Wir werden auch weiterhin Versammlungen verstärkt überwachen. Wenn unsere Philosophie, Dialog und Deeskalation, jedoch nicht greift, werden Übertretungen zur Anzeige gebracht. Dabei kann es (wie in Leibnitz) auch erforderlich sein, dass wir zur Sicherung des Verwaltungsrechtes Festnahmen durchführen müssen, so Oberstleutnant Robert Pontesegger von der Landespolizeidirektion Steiermark.

Illegaler Suchmittelhandel: Ermittlungserfolg von Polizei und Justiz

Graz. – In einer gemeinsamen Aktion gelang es der Grazer Polizei und Justizbehörden insgesamt 16 Tatverdächtige zu ermitteln. Dabei steht ein 24-jähriger Häftling im Fokus, in der Justizanstalt Graz-Karlau illegal mit künstlichen Cannabinoiden gehandelt zu haben.

Bereits seit Herbst 2020 liefen die Ermittlungen von Suchtgiftermittlern des Grazer Kriminalreferats. Beamte der Justizanstalt Graz-Karlau waren im Vorfeld bei der Überwachung von Telefon- und Besuchsgesprächen der Häftlinge auf Zahlencodes aufmerksam geworden und informierten umgehend die Polizei. Intensive gemeinsame Ermittlungen bestätigten den Verdacht, dass ein bereits wegen Suchmitteldelikten in Haft befindlicher Kärntner (24) seit zumindest Dezember 2019 als Drahtzieher eines regen Handels mit psychoaktiven Substanzen in Erscheinung trat.

Dabei leitete der 24-Jährige seine nicht in Haft befindliche Freundin (21) aus Kärnten über ein illegal besessenes Telefon an, künstliche Cannabinoide via Bitcoins im Darknet zu beschaffen. Damit präparierte Stoffstücke (siehe Foto) sowie Briefpapier übermittelten Freundin und Mutter (47) des Häftlings in der Folge mittels Postsendungen in die Justizanstalt. Um die Zusammenhänge zu verschleiern, fälschten die beiden Frauen Absendernamen und Adressen. Mithäftlinge fungierten als Empfänger, Verteiler und Geldeintreiber.

Die aus dem Handel lukrierten Einnahmen in Form von Paysafe-Codes, transferierte der 24-jährige Haupttatverdächtige in der Folge bei Gesprächen an die beiden Frauen. Diese buchten eingelöste Vermögenswerte letztlich auf das „Häftlingskonto“ des 24-Jährigen zurück, wodurch sich dieser Markenkleidung, illegale Telefone oder Suchtmittel finanzierte.

Schwierige Ermittlungen – vorbildliche Kooperation

Bereits am 23. November 2020 nahmen Ermittler die 21-Jährige über Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz fest. Bei Hausdurchsuchungen an ihrem Wohnort in Kärnten stellten die Beamten Cannabinoide sicher. Dabei handelt es sich um farb- und geruchsneutrale synthetische Stoffe, welche mitunter lebensgefährlich sein können. Sie konnten mit Hilfe eines Sachverständigen für pharmazeutische Chemie analysiert werden. Die junge Kärntnerin zeigte sich geständig und konnte bereits wieder aus der Haft entlassen werden. Bei der 47-Jährigen stellten Ermittler Hinweise zu den Transaktionen sicher. Sie stritt bisher ab, etwas von dem Handel ihres Sohnes gewusst zu haben.

Durch intensive Zusammenarbeit forschten die Beamten der beiden Ressorts in Summe 13 tatverdächtige Häftlinge aus. Die Männer im Alter von 23 bis 41 Jahren stammen aus zehn verschiedenen Nationen. Die Insassen wurden getrennt bzw. in andere Haftanstalten verlegt.

Regelmäßige Haftraumkontrollen

Mobiltelefone in Justizanstalten können durchaus als internationales „Phänomen“ beschrieben werden. Aus diesem Grunde führen Justizanstalten regelmäßig Haftraumkontrollen nach unerlaubten Gegenständen durch. Auch im Rahmen dieser Ermittlungen führten Beamte der Justizanstalt Graz-Karlau entsprechende Kontrollen durch und stellten illegale Mobiltelefone, SIM-Karten und für den Verkauf vorbereitete Stoff- und Papierstücke sicher. 

Auch eine 34-jährige Kärntnerin geriet ins Visier der Ermittlungen und wurde angezeigt. Sie übermittelte ihrem in Haft befindlichen Mann bereits 2019 derartige Suchtmittel.

Gefährliche Drohung

Graz, Bezirk Gries. – Ein 40-jähriger Grazer bedrohte seine Ex-Lebensgefährtin und deren Bruder. Der Verdächtige wurde festgenommen.

Gegen 19.00 Uhr verständigte eine 39-jährige Grazerin ihren Bruder sowie die Polizei. Sie gab an, ihr Ex-Lebensgefährte schreie vor dem Wohnhaus und versuche, gewaltsam in das Haus zu gelangen.  

Als die einschreitenden Polizisten den Sachverhalt vor dem Wohnhaus klären wollten, kam der 40-Jährige hinzu und versuchte, den Bruder der Anzeigerin mit geballten Fäusten zu attackieren.

Die Polizisten konnten den Renitenten fixieren und anschließend festnehmen. Bei der Durchsuchung seines mitgeführten Rucksackes konnte eine geringe Menge an Suchtmittel sichergestellt werden.

Gegen den Mann, er war stark alkoholisiert, wurde ein Betretungsverbot ausgesprochen; er wird angezeigt.

Einbruchsdiebstähle

St. Margarethen an der Raab, Bezirk Weiz. – Unbekannte Täter brachen Sonntagabend, 24. Jänner 2021, in Bürocontainer ein und entwendeten Bargeld.

Die bislang unbekannten Täter gelangten in der Zeit zwischen 19.00 Uhr und 22.00 Uhr durch Aufbrechen von mehreren Türen in den Bürocontainer eines Energieversorgers. In den Räumlichkeiten wurden ein Kaffeeautomat sowie ein Möbeltresor aufgebrochen und das darin befindliche Bargeld entwendet.

Anschließend dürften dieselben Täter in einen weiteren im Nahbereich stehenden Bürocontainer eingebrochen haben. Durch das Fenster gelangten sie in die Räumlichkeiten, brachen ebenso einen Kaffeeautomaten sowie eine Handkassa auf und entwendeten Bargeld.

Der Gesamtschaden beträgt mehrere Tausend Euro.

Täter bei Einbruch überrascht

Weiz. – Bereits Freitagabend, 22. Jänner 2021, versuchten bislang Unbekannte in ein Autohaus einzubrechen. Die Täter flüchteten mit einem Pkw, nachdem sie von Spaziergängern überrascht worden waren. Dabei versuchte einer der Täter seinen Verfolger zu attackieren. Verletzt wurde niemand. Die Polizei rät dennoch zur Vorsicht und ersucht um Hinweise.

Kurz nach 20.15 Uhr setzten zwei bislang unbekannte Täter offenbar Vorbereitungshandlungen für einen Einbruch in ein Autohaus, indem sie versuchten Bewegungsmelder am Objekt abzumontieren. Zwei Spaziergänger bemerkten dies, woraufhin einer der Passanten (37) die Täter ansprach und ankündigte die Polizei zu rufen. In der Folge liefen die beiden Täter in Richtung eines unweit entfernten Fluchtautos davon, wobei der 37-Jährige die Verfolgung aufnahm. Als der Passant die Täter beinahe eingeholt hatte, drehte sich einer der Täter um und versuchte ihn mit einem aus der Jackentasche gezogenen Schraubenzieher zu attackieren. Daraufhin vergrößerte der 37-Jährige seinen Abstand zu den Tätern.

Die zwei Männer und ein im Fahrzeug wartender Fahrer flüchteten letztlich mit einem dunkelblauen Pkw (vermutlich Marke Opel) sowie einem einachsigen Anhänger mit roter Plane und weißer bzw. fremdsprachiger Aufschrift. Fahrzeug und Anhänger hatten eine ausländische Zulassung. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach den Flüchtenden verlief bisher ohne Erfolg. Die drei südländisch aussehenden Täter beschreiben sich (soweit bekannt) wie folgt:

1.       Mann, stärkere Statur, Haube und Mundschutz

2.       Mann, schmale Statur, weiße Schuhe, dunkelblaue Kleidung, Haube und Mundschutz

3.       Mann, etwa 30 Jahre alt, braune Haare sowie brauner Bart

Hinweise zum Fluchtfahrzeug oder den Tatverdächtigen sind an die Polizeiinspektion Weiz unter 059133/6260 erbeten.

Ob ein Tatzusammenhang mit Einbruchsdiebstählen in Bürocontainer in St. Margarethen an der Raab besteht (siehe Presseaussendung Nr. 3 vom 25.01.2021), ist Gegenstand laufender Ermittlungen.

Täterkontakt: Tipps zum richtigen Verhalten

Die Polizei weist unterdessen darauf hin, beim Antreffen von Einbrechern keinesfalls eigenständig auf Konfrontationskurs mit den Tätern zu gehen. Fühlen sich diese in die Enge getrieben, können gefährliche Kurzschlussreaktionen und Attacken die Folge sein. Auch wenn es die meisten Einbrecher lediglich auf Wertgegenstände abgesehen haben, so können auch meist mitgeführte Schraubenzieher schnell als Stichwaffe eingesetzt werden.

Verhalten Sie sich daher möglichst defensiv und versuchen Sie nicht den Täter aufzuhalten und/oder ihn anzugreifen. Rufen Sie sofort via Notruf die Polizei und merken Sie sich nach Möglichkeit so viele Details wie möglich (Aussehen, Bekleidung, Fahrzeug, Fluchtrichtung, etc.), sofern dies gefahrlos möglich ist.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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