Neuschneemengen verhindern Speed Ski-Saisonauftakt

Das ÖSV-Duo Klaus Schrottshammer und Manuel Kramer war heiß auf den Saisonstart. Die Wetterbedingungen im französischen Gavarnie-Gédre machten den Auftakt der Speed Skifahrer aber unmöglich. Nun liegt der Fokus voll und ganz auf der Weltmeisterschaft sowie dem Weltcuprennen in Vars.

Das Thema Corona macht natürlich auch vor den Speed Skifahrern nicht Halt – Absagen und Verschiebungen waren auch hier die Folgen der Pandemie. Letztes Wochenende sollte nun aber der Start in die diesjährige Saison erfolgen. Der französische Ort Gavarnie-Gédre investierte als neuer Weltcuport viel Geld und Zeit in die Durchführung der Rennen. Tagelang anhaltende Schneefälle sowie starker Wind machten den Veranstaltern vor Ort aber einen Strich durch die Rechnung. „Es war alles angerichtet, die Veranstalter haben im Vorfeld tolle Arbeit geleistet und eine tolle Strecke gemacht. Das Skigebiet musste aber aufgrund der Neuschneemengen Lawinen sprengen, eine davon ist etwas überraschend auch auf unsere Piste abgebogen. Dadurch wurde der untere Teil der Strecke verwüstet. Die Organisatoren haben alles versucht, die Piste wiederherzustellen. Die Sicherheit wäre aber leider nicht gewährleistet gewesen, und somit war die Absage aller drei Weltcuprennen leider unausweichlich“, so Speed Ski-Referatsleiter Christoph Prüller.

Gut vorbereitet auf die nächsten Rennen

„Die Entscheidung war vernünftig, denn an ein Rennen war leider nicht zu denken. Sehr schade natürlich sowohl für die Veranstaltung als auch für uns Athleten. Wir haben uns sehr gut vorbereitet und es wäre hier in Gavarnie die erste Standortbestimmung dieses Winters gewesen. Jetzt blicken wir aber zuversichtlich auf die nächsten Rennen“, so das Resümee des österreichischen Routiniers Klaus Schrottshammer. Der 41-Jährige aus Bad Mitterndorf blickt zuversichtlich auf die anstehende Weltmeisterschaft und das Weltcuprennen in Vars (FRA). Hier hat Klaus Schrottshammer 2016 mit 248,447 Stundenkilometern auch den österreichischen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt.

Koordination funktioniert sehr gut

„Bei der ersten Weltcupstation hat sich bereits gezeigt, dass die Mannschaft und der ÖSV sehr gut koordiniert sind, um alle Corona-Maßnahmen bestmöglich einzuhalten. Leider fielen die Rennen dem schlechten Wetter zum Opfer, es wäre zu gefährlich gewesen. Wir lassen jetzt die weitere Saison auf uns zukommen und schauen von Rennen zu Rennen. Die Taschen und das Material für die nächsten Aufgaben stehen jedenfalls bereit. Von mir aus kann es gerne jederzeit losgehen mit der Saison“, steht auch der Flachauer Manuel Kramer in den Startlöchern.

Keine langfristigen Prognosen möglich

Von 28. Februar bis 2. März 2021 ist die Speed Ski Weltmeisterschaft im französischen Vars geplant. Anschließend steht am gleichen Ort noch ein Weltcuprennen am Kalender. Auch zwei Weltcupbewerbe in Idre Fjäll (SWE) sowie die Speed Masters in Vars zum Saisonende stehen heuer

noch am Programm. „Momentan können wir aber leider nur Woche für Woche schauen. Die Planungen sind zwar sehr schwierig, aber wir werden das Beste draus machen und sind bestens gerüstet für die Rennen“, gibt sich Christoph Prüller sehr zuversichtlich.

Fotos (c) Luke Nagler – Speed Ski Austria

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


error: (c) arf.at