ÖSV – Wintersportsplitter/Alpin: MAYER DRITTER AUF DER STREIF

Bei der zweiten Abfahrt in Kitzbühel gelang es Matthias Mayer ein weiteres Mal auf das Podest zu fahren. Der 30-jährige Kärntner holte hinter Doppelsieger Beat Feuz aus der Schweiz und Johan Clarey (FRA) den dritten Platz. Zweitbester Österreicher wurde Otmar Striedinger auf Rang acht.

Matthias Mayer fährt weiterhin in beeindruckender Form. Der 30-Jährige konnte zwei Tage nach seinem zweiten Platz in der ersten Abfahrt auch heute eine tolle Fahrt abliefern und wurde mit 38 hundertstel Sekunden Rückstand Dritter. Im oberen Teil hatte der Kärntner bei Nebel mit schlechter Sicht zu kämpfen, dennoch konnte er bis ins Ziel um den Sieg mitkämpfen. Mit seinem heutigen dritten Platz gelang dem Sieger von Bormio der dritte Podestplatz in dieser Saison.

„Es war eine super Fahrt und ich bin natürlich sehr zufrieden. Derzeit funktioniert es in der Abfahrt sehr gut und die Abstimmung passt. Leider habe ich heute unten im Flachen ein wenig Zeit verloren, vielleicht lag es auch an der schlechteren Sicht. Ich wollte einfach Gas geben und bin zufrieden mit meinem dritten Platz.“

Matthias Mayer

Mayers Landsmann Otmar Striedinger wurde als Achter zweitbester Österreicher. Der 29-Jährige konnte im oberen Teil voll mit den Schnellsten mithalten und verlor erst im unteren Abschnitt auf die Spitzenplätze. Nach seinem zweiten Platz in Val d’Isere holt der Kärntner mit Rang acht (+1,20 Sek.) einen weiteren Top 10 Platz.

„Mit meiner Fahrt bin ich nicht ganz zufrieden, die Platzierung ist aber ganz in Ordnung. Wenn man im Ziel steht und weiß, dass da noch mehr möglich gewesen wäre, ärgert man sich natürlich. Alles in allem kann ich aber nicht unzufrieden sein. Ich habe alles gegeben und alles reingehaut.“

Otmar Striedinger

Mit der hohen Startnummer 37 ging der Oberösterreicher Daniel Hemetsberger ins Rennen und dieser zeigte eine beherzte Fahrt. Der 29-Jährige schwang im Ziel mit 1,32 Sekunden Rückstand ab und platzierte sich damit auf dem starken zehnten Rang. Hemetsberger feierte damit sein bestes Ergebnis im Weltcup.

„Ich bin natürlich mega happy. Ein wenig Glück war dabei, weil ich von oben bis unten gute Sicht hatte und das hat es ein wenig leichter für mich gemacht. Ich habe alles gegeben und zum Glück ist es so aufgegangen. Heute hatte ich schon den ganzen Tag ein gutes Gefühl und habe mich richtig auf das Rennen gefreut.“

Daniel Hemetsberger

Max Franz, der Probleme im Steilhang sowie am Hausberg hatte, wurde mit 1,38 Sekunden Rückstand 13. und platzierte sich damit knapp vor Teamkollege Daniel Danklmaier. Der Steirer zeigte eine gute Fahrt und wurde 15. (+1,46 Sek.).

Vincent Kriechmayr erwischte die Steilhangausfahrt nicht optimal und hatte in weiterer Folge eine Schrecksekunde in der Traverse, als er eine Torstange vor die Ski bekam. Der Oberösterreicher musste sich mit Rang 17 begnügen (+1,62 Sek.). Christopher Neumayer konnte sich als 23. (+2,14 Sek.) über sein bestes Saisonergebnis freuen. Christian Walder und Hannes Reichelt konnten als 29. (+2,43 Sek.) und 30. (+2,45 Sek.) noch Weltcuppunkte holen.

ERGEBNIS

Morgen Montag findet zum Abschluss der 81. Hahnenkammrennen der Super-G statt. Beginn ist um 10:45 Uhr und ORF1 überträgt das Rennen live.

Schicross: Platz fünf für Ofner im dritten Weltcuprennen in Idre Fjäll – Rohrweck Sechster


Das ÖSV-Team hat am Sonntag beim dritten Weltcuprennen in dieser Woche in Idre Fjäll (SWE) die Plätze fünf durch Katrin Ofner und sechs durch Johannes Rohrweck geholt! Für die Steirerin Ofner, die das kleine Finale für sich entschied, war es nach Rang vier am Samstag das nächste Topresultat. Rohrweck stellte als Zweiter des kleinen Finales und Gesamtsechster seine beste Saisonplatzierung ein. Der Oberösterreicher hatte bereits kurz vor Weihnachten in Val Thorens (FRA) Rang sechs erreicht. Die Rennen in Idre Fjäll waren auch ein wichtiger Gradmesser für die Skicross-Weltmeisterschaft, wird doch auf dem selektiven Kurs in Schweden am 13. Februar 2021 auch um Edelmetall gefahren.

„Ich bin hier am Wochenende zwei gute Rennen gefahren. Im Semifinale ist es heute unglücklich für mich gelaufen. Da musste ich zweimal Tempo rausnehmen, um der Läuferin vor mir nicht auf die Ski zu fahren. Dieser Speed ist mir dann im unteren Streckenteil abgegangen. Im kleinen Finale war ich deshalb auch mit etwas Wut im Bauch unterwegs, aber zum Glück ist mir da noch einmal ein Super-Lauf gelungen. Mit den Plätzen vier und fünf habe ich mir auch Selbstvertrauen für die WM geholt“, sagte Katrin Ofner. Der Sieg bei den Damen ging an die Schweizerin Fanny Smith vor der Französin Alizee Baron und der Kanadierin Marielle Thompson.

„Das war eine gute Leistung. Wenn ich mir etwas vorzuwerfen habe, dann ist es der schlechte Start im Semifinale, bei dem ich zu langsam reagiert habe. Mit Training und Qualifikation waren das sechs Läufe da herunter, und das geht brutal an die Substanz. Im Finale musste ich in jedem Lauf hart fighten, weil der Rennverlauf nie so war, dass ich vorne wegfahren hätte können. Aber ich habe mit dem heutigen Rennen wieder einen Schritt nach vorne gemacht“, resümierte Johannes Rohrweck.

Der Steirer Robert Winkler erreichte das Viertelfinale und landete als zweitbester Österreicher auf Platz 15. Der Niederösterreicher Johannes Aujesky (18.), der Steirer Sandro Siebenhofer (20.) und der Vorarlberger Frederic Berthold (24.) holten ebenfalls Weltcuppunkte. Der Oberösterreicher Daniel Traxler (42.) und der Salzburger Adam Kappacher (44.) verpassten hingegen den Einzug in das 32er-Finale. Den Sieg sicherte sich wie schon tags zuvor der Kanadier Reece Howden, der vor den beiden Schweizern Ryan Regez und Jonas Lenherr triumphierte.

Alessandro Hämmerle feiert in Valmalenco elften Weltcupsieg



Snowboardcrosser Alessandro Hämmerle hat am Sonntag in Valmalenco (ITA) seinen elften Weltcupsieg (zehn im Einzel, einer im Team) gefeiert! Der 27-jährige Vorarlberger, der sich am Samstag im ersten Bewerb in der Lombardei mit Rang 13 begnügen musste, setzte sich nach dramatischem Rennverlauf im großen Finale vor dem Franzosen Merlin Surget sowie den beiden US-Amerikanern Hagen Kearney und Jake Vedder durch. Jakob Dusek gewann wie schon tags zuvor das kleine Finale und wurde als zweitbester Österreicher Fünfter. Bei den Damen holte die Niederösterreicherin Pia Zerkhold als Neunte ebenfalls ein Top-Ten-Resultat.

„Ich bin froh, dass heute alles so aufgegangen ist, wie ich mir das vorgenommen habe. Es waren keine leichten Tage für mich – auch deshalb, weil ich seit dem Training in der Vorwoche auf der Reiteralm mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte. Aber unser Physiotherapeut hat das zum Glück wieder gut hingebracht. Im großen Finale ist es extrem eng hergegangen. Ich bin etwas höher in die dritte Kurve hineingefahren, um mehr Speed in die darauffolgende Passage mitzunehmen. Das war genau die richtige Taktik, um als Führender auf die Zielgerade zu kommen. Für das Selbstvertrauen tut dieser Sieg sehr gut“, freute sich Alessandro Hämmerle.

Mit zwei fünften Plätzen startete auch Jakob Dusek stark in die Saison. „Ich fahre nach diesen beiden Rennen mit einem sehr guten Gefühl nach Hause. Im kleinen Finale ist mir noch einmal ein starkes Manöver gelungen, als ich von der dritten auf die erste Position gefahren bin. Diese Aktion habe ich an dieser Stelle das erste Mal probiert und auch mit Selbstvertrauen durchgezogen“, betonte Jakob Dusek. Die weiteren Platzierungen der ÖSV-Herren: 17. Luca Hämmerle, 25. Lukas Pachner, 33. David Pickl, Julian Lüftner, Sebastian Jud, Andreas Kroh und Marco Dornhofer, 49. Beat Neyer-Hollenstein.

Bei den Damen eroberte die 18-jährige Salzburgerin Anna-Maria Galler mit Rang 25 ihre ersten Weltcuppunkte. Den Sieg holte sich die Tschechin Eva Samkova vor der US-Amerikanerin Faye Gulini und der Französn Julia Pereira de Sousa Mabileau.

TIPPLER ZWEITE IM SUPER-G

Tamara Tippler zeigte erneut ihre Klasse und wurde beim Super-G von Crans Montana (SUI) Zweite. Nach den enttäuschenden Ergebnissen in den vergangenen beiden Tagen ist die Freude bei der Steirerin dementsprechend groß. Christine Scheyer fuhr mit einem starken Lauf auf Rang fünf. Der Sieg ging an die Lokalmatadorin Lara Gut-Behrami, Dritte wurde die Italienerin Federica Brignone. 

Der Super-G von Crans Montana war geprägt von vielen Ausfällen. Lara Gut-Behrami meisterte den Kurs am besten und konnte das Rennen für sich entscheiden. Nach den enttäuschenden Abfahrten in den vergangenen beiden Tagen zeigten die ÖSV-Damen heute ihr Klasse und drei Athletinnen konnten sich unter den Top-10 platzieren. Angeführt wurde dieses starke Ergbnis von der Steirerin Tamara Tippler – sie wurde mit einem Rückstand von 0.93 Sekunden Zweite. Für sie war dies der sechste Podestplatz im Super-G im Weltcup in ihrer Karriere und der zweite Stockerlplatz, nach der Abfahrt in St. Anton, in dieser Saison.

„Es war eine coole Fahrt und ich habe mir stark vorgenommen, richtig Gas zu geben. Ich habe mir ein paar Läuferinnen angesehen und habe mir gesagt, fahre richtig darauf los, entweder du liegst im Schnee oder du bist super schnell. Cool, dass es so gelaufen ist! Den Angriff habe ich mir hart erarbeitet über den Sommer und mein Ziel ist es, so oft wie möglich meine Leistung abzurufen.“ Tamara Tippler

Sehr stark präsentiere sich auch die Vorarlbergerin Christine Scheyer! Sie fuhr mit Startnummer 33 auf den fünften Rang. Für sie war dies ihre beste Platzierung in einem Super-G in Weltcup. Das bis dato beste Ergebnis in dieser Disziplin erreichte sie just im Jahr 2018 ebenso in Crans Montana.

„Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie ich das gemacht habe! Am Start habe ich mir vorgenommen, einfach gut Ski fahren und möglichst viel auf Zug und nicht zu viel wollen. Die eine knifflige Stelle mit den Sprung habe ich mir schon genau angesehen und bei den anderen Stellen habe ich dem Instinkt vertraut und und bin runtergefahren.“ Christine Scheyer

Ricarda Haaser zeigte auch heute wieder ihre gute Form und wird drittbeste Österreicherin als Siebente. Ihre Leistungskurve zeigt steil nach oben.

„Wenn man im Super-G schnell sein will, sieht nicht immer alles gut aus während der Fahrt, da wird es dort oder da ein bisschen eng, so war es bei mir heute auch. Gewisse Passagen habe ich nicht ganz gut erwischt, danach habe ich versucht die Schwünge so gut wie möglich wieder auf Zug zu bringen und Tempo zu machen und ja, es war wieder eine gute Fahrt.“ Ricarda Haaser.

Aufgezeigt haben auch junge Läuferinnen! So fuhr Lisa Grill bei ihrem Super-G Debüt und ihrem erst vierten Weltcup-Start auf den 18. Platz. Flankiert wurde sie von ihren Teamkolleginnen Michaela Heider (17.) und Mirjam Puchner (19.). Insgesamt präsentierte sich das Team sehr stark: alle Läuferinnen, die ins Ziel kamen, fuhren in die Punkteränge – Stephanie Venier kam zu Sturz und konnte den Super-G nicht beenden.

ENDERGEBNIS

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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