ÖSV – Wintersportsplitter/Nordisch: Biathlon – Lisa Hauser als Dritte erneut auf dem Podest//Gruber feiert Weltcup-Comeback



Lisa Hauser zeigt sich in Antholz (ITA) weiter in bestechender Form. Nur zwei Tage nach ihrem ersten Weltcup-Sieg steht die Tirolerin auch im heutigen Massenstart-Rennen als Dritte wieder auf dem Podest. In einem extrem packenden Rennen bildete sich auf der Schlussrunde eine Führungsgruppe mit drei Athletinnen, bestehend aus der Französin Julia Simon, Hanna Oeberg (SWE) und Lisa Hauser. Die Tirolerin kämpfte bis zum Schluss um den Tagessieg, verpasste diesen ganz knapp und sicherte sich am Ende mit einer Strafrunde und 3,5 Sekunden Rückstand Rang drei. Der Sieg ging heute an die Französin Julia Simon, die sich trotz dreier Strafrunden im Zielsprint hauchdünn gegen die Schwedin Hanna Oeberg (+0,2 sec.) durchsetzen konnte. Lisa Hauser gelang mit ihrem dritten Platz heute bereits zum fünften Mal in dieser Saison der Sprung auf das Podest.

Auch Dunja Zdouc lieferte eine anspruchsvolle Leistung. Die Kärntnerin hielt sich lange in der Nähe der Top-Ten, ein Fehler beim letzten Schießen kostete sie jedoch einen absoluten Spitzenplatz und die 27-Jährige belegte am Ende Rang 23 (+2:02,6 min.).


STIMMEN:
Lisa Hauser (Dritte): „Heute war es echt brutal. Die Loipe war nicht so schnell und von daher war es ein echter Kampf. Die Schlussrunde muss zum Zuschauen richtig spannend gewesen sein und für uns war es einfach extrem. Ich habe mich heute vermutlich mit den zwei besten Athletinnen auf den letzten Metern gemessen und so gesehen, habe ich mich wirklich sehr gut geschlagen. Der dritte Platz ist natürlich sensationell. Ich wusste, ich brauche beim letzten Schießen die null und umso cooler ist es, dass sie mir auch gelungen ist.“

Dunja Zdouc (Platz 23): „Heute war es für mich beinhart. Auf der Loipe habe ich mir sehr schwergetan. Dafür war das Schießen umso besser und damit bin ich wirklich voll zufrieden. Man spürt aber schon die vielen Wettkämpfe und ich freue mich schon, wenn die nächste Rennpause kommt.“

Weiteres Wettkampfprogramm Antholz Weltcup 7:
Samstag, 23.01.2021, Staffel Herren, 15.05 Uhr
Sonntag, 24.01.2021, Staffel Damen, 12.45 Uhr
Sonntag, 24.01.2021, Massenstart Herren, 15.05 Uhr

ÖSV-Herren in Antholz auf Rang sechs


Beim Staffel-Rennen der Herren in Antholz (ITA) sicherte sich das Team aus Frankreich den Sieg. Das Quartett Antonin Guigonnat, Quentin Fillon Maillet, Simon Desthieux und Emilien Jacquelin setzte sich am Ende mit insgesamt neun Nachladern in einem spannenden Rennen erst im Zielsprint gegen die Mannschaft aus Norwegen (+0,8 sec.) durch. Das Podest komplettierte das Team aus Russland (+50,8 sec.).

Österreich in der Formation David Komatz, Simon Eder, Felix Leitner und Julian Eberhard belegte mit insgesamt 10 Nachladern und 2:19,0 Minuten Rückstand am Ende Rang sechs.

Rennverlauf:
Österreichs Startläufer David Komatz lieferte erneut eine solide Leistung. Der Steirer musste nach einer fehlerfreien Liegendserie beim Stehendanschlag zweimal nachladen und übergab als Zehnter (+ 32,1 sec.) an Simon Eder. Der gewohnt schussstarke Routinier zeigte zwei enorm schnelle Schießeinlagen, benötigte für seinen letzten Schuss jedoch zwei Zusatzpatronen. Der 37-Jährige konnte dennoch zwei Plätze gut machen und klassierte die ÖSV-Staffel zur Halbzeit auf Rang acht (+51,7 sec.). Für Österreich startete anschließend Felix Leitner ins Rennen. Der Tiroler musste beim Liegendschießen gleich dreimal nachladen, zeigte aber Nervenstärke und konnte eine Strafrunde verhindern. Stehend benötigte der 24-Jährige nur eine Zusatzpatrone, hielt das Team weiter in den Top-Ten und übergab als Siebter (+ 1:11,7 min.) an Schlussläufer Julian Eberhard. Der Salzburger, der zuletzt mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte, lieferte eine gute Leistung, musste insgesamt nur zweimal nachladen und überquerte am Ende als Sechster (+2:19,0 min.) die Ziellinie.

STIMMEN:

David Komatz: „In der ersten Runde konnte ich gut mithalten und kam auf einer guten Position zum ersten Liegendschießen. Dort konnte ich den Wind richtig einschätzen und alle Scheiben treffen. Ich bin dann als Dritter vom Schießstand weg, habe mich aber ein wenig zurückfallen lassen, um für das Stehendschießen etwas Kraft zu sparen. Stehend habe ich dann leider zwei Nachlader gebraucht, habe aber auf der Schlussrunde alles herausgeholt.“

Simon Eder: „In dieser Höhenlage ist es wirklich hart. Man merkt das vor allem beim Stehendschießen, da sich alle Athleten etwas schwerer tun. Ich wäre fast perfekt durchgekommen, aber die Nachlader sind durch die Sauerstoffschuld brutal schwer ins Ziel zu bekommen. Alles in allem war es ein solides Rennen.“

Felix Leitner: „Ich bin von Anfang an Vollgas ins Rennen gestartet, denn ich wusste, dass wir einiges an Zeit aufholen müssen. Liegend habe ich mir aber dann richtig schwergetan und weiß noch nicht so recht warum. Ich habe alle Nachlader gebraucht und bin zum Glück ohne Strafrunde davongekommen. Stehend habe ich mich auf jeden einzelnen Schuss voll fokussiert, habe sauber gearbeitet und das hat dann auch gepasst. In der letzten Runde habe ich dann wieder alles gegeben. Mit meiner läuferischen Leistung bin ich heute sehr zufrieden.“

Julian Eberhard: „Wichtig für mich war es, den sechsten Platz abzusichern und das ist mir gelungen. Mein Liegendschießen war sehr gut und auch stehend konnte ich die beiden Nachlader gleich treffen. Es war ein solides Rennen, Platz sechs ist für die Mannschaft in Ordnung und den nehmen wir jetzt mit.“


Weiteres Wettkampfprogramm Antholz Weltcup 7:
Sonntag, 24.01.2021, Staffel Damen, 12.45 Uhr
Sonntag, 24.01.2021, Massenstart Herren, 15.05 Uhr

LANGLAUF: STADLOBER IN LAHTI AUF RANG ACHT

Die Radstädterin Teresa Stadlober meldete sich mit ihrem achten Rang beim heutigen Skiathlon (7,5 km klassisch und 7,5 km skating) mit Massenstart in Lahti (FIN) eindrucksvoll zurück in den Top Ten, wo Therese Johaug (37:45,1 min) vor der jungen Helene Marie Fosseholm (+28,1 sec) und Heidi Wenig (+29,6 sec ) einen dreifachen norwegischen Sieg anführte.

Die einzige ÖSV Athletin am Start, die sich immer in einer großen Gruppe von Platz sechs und dreizehn befand, sprintete zum Schluss sogar um Platz sechs mit, den sie im Photofinish knapp verpasste und als Achte (+1:02,8 min) ins Ziel kam. Das Rennen widmet sie ihren verstorbenen Servicemann, der kürzlich, ganz unerwartet verstorben ist. Stadlober bleibt in Skandinavien, wo es für sie, nächste Woche in Schweden mit dem Langlaufweltcup weitergeht. An den Staffelbewerben morgen sind keine ÖSV Teams am Start.

Teresa Stadlober: „ Das erste Rennen nach der Tour de Ski ist immer ein schwieriges, da die Müdigkeit noch ein wenig in den Beinen steckt. Auf den ersten Kilometern war das Tempo sehr hoch und ich musste viel investieren um gut mitzukommen. Mit dem Skiwechsel, den ich relativ rasch erledigt, bin ich immer besser in das Rennen gekommen und schaffte mit einem perfekten Zielsprint den achten Rang, mit dem ich sehr happy bin. Mein Dank gilt dem Serviceteam, für die es heute, aufgrund des Fehlens von Rudi, auch nicht ganz einfach war.“

Nordische Kombination: Platz 6 für Österreich 1 im Teamsprint von Lahti


***Gruber feiert Weltcup-Comeback, weitere Podestplätze beim Continentalcup in Eisenerz***

Im heutigen Teamsprint von Lahti (FIN) gab es mit Norwegen 1 (Jarl Magnus Riiber, Joergen Graabak) einen norwegischen Sieg. Platz 2 geht an Deutschland 1 (Vinzenz Geiger, Fabian Riessle; +0,8sek), Dritter wurde Japan 1 (Ryota Yamamoto, Akito Watabe; +2,5sek). Für Team Österreich 1 gingen Mario Seidl und Bernhard Gruber, der heute sein Weltcupcomeback feierte, an den Start und wurden Sechste (+25,9sek). Österreich 2 mit Lukas Klapfer und Thomas Jöbstl wurde Achter (+1min30,7sek)

Im Sprungdurchgang meldeten sich Bernhard Gruber und Mario Seidl eindrucksvoll auf der Schanze zurück. Sprünge auf 117,5 (Gruber) und 119,5 Meter (Seidl) bescherten den beiden die zwischenzeitliche Führung und eine Sekunde Vorsprung auf Verfolger Deutschland 2 mit Terence Weber und Eric Frenzel. In Lauerstellung brachten sich ebenso Japan 1 (Akito Watabe, Ryota Yamamoto) sowie Deutschland 1 (Fabian Riessle, Vinzenz Geiger), die beide ex aequo mit 4 Sekunden Rückstand ins Rennen gingen. Die beiden Teams aus Norwegen hatten bereits einen Respektabstand von 27 bzw. 30 Sekunden, genauso wie Österreich 2 auf Platz 7 (+52sek).

Im Langlaufrennen gaben die starken Teams aus Norwegen, Deutschland und Japan ein schnelles Tempo vor, dem Seidl und Gruber heute nicht gewachsen waren. Das Resümee der beiden vom heutigen Wettkampf fällt dennoch positiv aus, vor allem Bernhard Gruber war nach dem Zieleinlauf überglücklich, endlich wieder Rennen bestreiten zu können: 

„Es ist unglaublich schön, wieder zurück im Weltcup zu sein. Ich habe mich auf der Schanze sehr wohl gefühlt und in der Loipe haben wir gut gekämpft. Im Rennen habe ich versucht, so wenig wie möglich Zeit aufzureißen und dranzubleiben. Natürlich merke ich noch, dass mich während des Rennens die Kraft ein wenig verlässt. Aber ich werde daran arbeiten, um Schritt für Schritt wieder heranzukommen und ganz der Alte zu werden. Im Moment überwiegt die Freude, wieder ein Rennen gelaufen zu sein und es fühlt sich richtig gut an. Ich muss weiter geduldig sein und hart arbeiten, das geht gleich morgen im Einzel weiter. Ich möchte einfach wieder einen guten Job auf der Schanze machen und dann in der Loipe mein Rennen laufen, ohne es zu schnell anzugehen.“

***Stimmen:***
Ausführliches Audiointerview Bernhard Gruber und Mario Seidl:
https://soundcloud.com/nordiccombined-i/gruberseidllahti



Morgen Sonntag findet in Lahti ein Einzelbewerb von der Großschanze statt.

***Zeitplan:***
Sonntag, 24.1.2021
8.30 Uhr: Probedurchgang HS 130
9.30 Uhr: Wertungsdurchgang HS 130
14.40 Uhr: Langlauf Einzel 10km

ÖSV Nordische Kombination; Flugfoto Bernhard Gruber (Foto: ÖSV/Derganc)
ÖSV Nordische Kombination; Lauffoto Mario Seidl (Foto: ÖSV/Derganc)



***Continentalcup-Podestplätze in Eisenerz***



Beim Heim-Continentalcup in Eisenerz gab es für die ÖSV-Equipe die nächsten Podestplätze. Bei den Damen siegte die Norwegerin Gyda Westvold Hansen erneut, Lokalmatadorin Lisa Hirner wird nach einem siebenten Platz im Springen und der dritten Laufzeit starke Dritte. 

Bei den Herren musste sich der gestrige Sieger Stefan Rettenegger heute nur dem Norweger Espen Andersen geschlagen geben. Auf Platz drei landete heute erneut wie schon gestern Philipp Orter.

Skisprung-Herren Vierte in Lahti (FIN)



Beim Teambewerb im finnischen Lahti verpasste die österreichische Mannschaft am Samstag mit Michael Hayböck, Stefan Kraft, Philipp Aschenwald und Daniel Huber mit Rang vier knapp das Podest. Der Sieg ging an Norwegen vor Polen (5,9 Punkte Rückstand) und Deutschland (9,8 Punkte Rückstand).

Nach dem ersten Durchgang lag das Team von Cheftrainer Andreas Widhölzl bereits auf Rang vier und konnte sich in der Entscheidung zwischenzeitlich auf Platz drei vorschieben. Im letzten Sprung gelang es Deutschland neuerlich vor Österreich zu landen. Die ÖSV-Adler blieben damit nach den Siegen in den Teamspringen von Wisla und Zakopane diesmal ohne Podestplatz.

Morgen Sonntag steht in Lahti ein Einzelwettkampf auf dem Programm. Beginn ist um 16:00 Uhr.

***Stimmen***

Stefan Kraft: „Mit meinen Sprüngen bin ich sehr zufrieden und es war cool wieder im Team mitzufighten. Leider war es dann nur der vierte Platz, das tut schon ein bisschen weh, weil wir uns einen Stockerlplatz erhofft hatten. Wenn für mich morgen im Einzel ein Platz in den Top 10 herausschaut, dann bin ich sehr zufrieden und natürlich bin ich offen für eine Platzierung ganz vorne.“

Michael Hayböck: „Es war bisher ein ungewöhnliches Wochenende, weil wir gestern gar keinen Sprung machen konnten und heute nur einen Trainingssprung. Im Wettkampf habe ich dann keinen Druck in den Sprung gebracht und bin in beiden Durchgängen nicht wirklich ins Fliegen gekommen. Ich möchte das jetzt im Video analysieren, die richtigen Schlüsse daraus ziehen und es morgen im Einzelwettkampf besser machen.“

Daniel Huber: „Leider habe ich es heute im ersten Durchgang ein wenig vergeigt und ich habe mir sehr schwergetan. Es ist hier ein ganz anderes Skispringen als noch in Zakopane. Dass wir Vierte geworden sind ist schade, aber morgen ist ein neuer Tag und da versuchen wir wieder anzugreifen.“

Philipp Aschenwald: „Ich bin mit meinen Sprüngen zufriedener als noch in Zakopane. Im Teamspringen braucht es acht gute Sprünge und heute war es richtig knapp. Manchmal ist man Sieger und manchmal ist man Vierter. Es war heute bei mir noch nicht ganz perfekt, aber es gelingt mir wieder besser, einen Fluss in den Sprung zu bekommen und da heißt es weiter hinzuarbeiten.“

***Ergebnis***

https://www.fis-ski.com/DB/general/results.html?sectorcode=JP&raceid=5799

Österreicherinnen in Ljubno (SLO) erneut am Podest



Österreichs Skisprung-Damen belegten am Samstag in Ljubno (SLO) Rang drei im Teambewerb. Nach einem knappen Sieg im Vorjahr landete das Quartett um Daniela Iraschko-Stolz, Lisa Eder, Chiara Hölzl und Marita Kramer in diesem Jahr erneut am Podest. Die Sloweninnen triumphierten mit klarem Vorsprung auf ihrer Heimschanze. 

Nach dem ersten Durchgang fehlten den Österreicherinnen 18,3 Punkte auf die führenden Lokalmatadorinnen und lagen damit hinter den Norwegerinnen auf Rang 3. Im zweiten Durchgang konnten sich die österreichischen Skispringerinnen nicht mehr verbessern. 35,9 Punkte fehlten am Ende auf den Sieg. 

Marita Krammer, die Siegerin des Saisonauftakts in der Ramsau, zeigte in beiden Durchgängen die weitesten Sprünge der Mannschaft. Am morgigen Sonntag steht in Ljubno ab 14 Uhr einen Einzelbewerb am Programm. 
 
***Stimmen***

Harald Rodlauer: „Mit dem dritten Platz im Teamspringen bin ich sehr zufrieden. Die Mädels haben eine ansprechende Leistung gezeigt. Es war nicht einfach zu springen, die Schanze hat ihre eigene Charakteristik. Aber sie haben das gut umgesetzt, was wir uns im Training erarbeitet und besprochen haben. Wir freuen uns auf den morgigen Einzelweltcup in Ljubno.“ 

Marita Kramer: „Ich bin sehr zufrieden mit dem dritten Platz und ich glaube jede hat ihr Bestes gegeben und gute Sprünge gezeigt. Meine Sprünge sind auch besser geworden – vor allem der zweite war etwas stabiler und somit freue ich mich schon auf morgen. Da werde ich wieder mein Bestes geben und hoffentlich wieder da weiterarbeiten.“ 

Lisa Eder: „Der heutige Teamwettkampf war richtig cool und ich glaube mit dem dritten Platz sind wir alle zufrieden. Meine Sprünge waren gut und ich freue mich auf den morgigen Einzelwettkampf. Da versuche ich nochmals meine Trainingsleistungen umzusetzen.“  

***Ergebnis***
https://www.fis-ski.com/DB/general/results.html?sectorcode=JP&raceid=5831

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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