FPÖ-Hermann: „Zusammenlegungen der Tourismusverbände sind zu weitreichend“

Die Landesregierung hat in ihrer heutigen Sitzung die notwendigen Verordnungen sowie die Novelle des Tourismusgesetzes beschlossen. ÖVP-Tourismuslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl lobte die Restrukturierung, in deren Zuge aus 105 Verbänden elf Erlebnisregionen entstehen sollen. Im Vorfeld gab es zahlreiche kritische Stimmen zu den Reformplänen, insgesamt langten 180 Stellungnahmen ein. Darunter fanden sich auch Bedenken großer Tourismusregionen wie etwa Schladming oder Graz. Berücksichtigt wurde trotz gegenteiliger Beteuerungen der Landesrätin anscheinend wenig. „Die zu befürchtende Zentralisierung wird viele kleine Tourismusinitiativen zu Fall bringen“, so FPÖ-Landesparteisekretär Stefan Hermann. „Wir werden im Rahmen des parlamentarischen Prozesses noch kritische Worte zu den Plänen der Landesregierung finden. Das Reformvorhaben wird von uns skeptisch betrachtet und eine grundlegende Neuaufsetzung unter Einbindung der Verantwortlichen wäre mehr als wünschenswert gewesen“, so Hermann weiter, der auch auf die mangelnden Abänderungen durch die Stellungnahmen eingeht. „Erst vergangene Woche berichtete eine große steirische Tageszeitung darüber, dass es nur marginale Änderungen gegenüber dem Erstentwurf gegeben hat – das ist für uns nicht akzeptabel. Ebenso ist zu befürchten, dass im Zuge der Zusammenlegungen eine Entkoppelung mit den jeweiligen Regionen stattfindet und das würde mehr Schaden als Nutzen bedeuten“, so Hermann abschließend.

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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