Lockdown-Verlängerung und weitere Hilfen für Betriebe

Gestern, 17.1., hat die Bundesregierung eine weitere Verlängerung des Lockdowns bis 7. Februar 2021 bekanntgegeben. Dies ist für alle Unternehmen natürlich bitter. Gleichzeitig haben unsere Betriebe jetzt eine Perspektive, dass erste Öffnungsschritte im Handel und bei körpernahen Dienstleistern ab 8. Februar 2021 erfolgen werden – weiter unten finden Sie die Eckpunkte im Überblick.

Diese Klarheit brauchen aber auch Branchen wie beispielsweise die Gastronomie und Hotellerie, die noch länger geschlossen halten müssen. Die eingeforderten und heute angekündigten zusätzlichen Unterstützungsmaßnahmen sind notwendige Schritte, um die Liquidität der stark von der Krise getroffenen Betriebe zu sichern. 
 
Lockdown und erste Öffnungsschritte:
Der Lockdown wird bis zum 7. Februar 2021 verlängert.Ab 25. Jänner 2021 gilt im Handel und Öffentlichen Verkehr eine Tragepflicht von FFP2-Masken sowie ein Mindestabstand von 2 Metern. Für 8. Februar 2021 wurden erste Öffnungsschritte im Handel, bei körpernahen Dienstleistern und Museen in Aussicht gestellt. Ob eine Öffnung von Gastronomie und Hotellerie im März möglich ist, soll Mitte Februar evaluiert und entschieden werden.
 
Ausfallsbonus als Ergänzung zum Fixkostenzuschuss II:
Die Wirtschaftshilfen der Bundesregierung werden um den „Ausfallsbonus“ ergänzt.
Der neue Ausfallsbonus wird ab einem Umsatzausfall ab 40 Prozent wirksam. Er wird ab Jänner 2021 als Ergänzung des Fixkostenzuschuss II einen wesentlichen Beitrag zur schnellen Liquiditätshilfe leisten. Das bringt vor allem für kleine und mittlere Unternehmen eine spürbare Entlastung.

Über FinanzOnline kann damit eine Liquiditätshilfe von bis zu 60.000 Euro pro Monat beantragt werden.
Die Ersatzrate beträgt 30 Prozent des Umsatzausfalles und setzt sich jeweils zur Hälfte zusammen aus einem nicht rückzahlbaren Zuschuss des Umsatzausfalls sowie aus einem Vorschuss auf den Fixkostenzuschuss II.  

Die Antragstellung ist jeweils ab 16. des folgenden Monats ohne Steuerberater unbürokratisch über FinanzOnline möglich, somit soll der Ausfallsbonus erstmals mit 16. Februar 2021 für den Jänner beantragbar sein. 
 
Erweiterung der Unterstützungsinstrumente:
Mit dem Ausfallsbonus wird die Palette von bereits bestehenden staatlichen Unterstützungsinstrumenten wie dem Fixkostenzuschuss und dem vor allem für große Unternehmen wichtigen Modell des Verlustersatzes mit bis zu 3 Mio. Euro erweitert.

Darüber hinaus soll der Härtefall-Fonds von März bis Juni 2021 ausgeweitet werden.

Entscheidend ist auch eine weitere Erhöhung des EU-Beihilfendeckels. Dieser wurde von 800.000 Euro auf 1 Mio. Euro angehoben.

Wir setzen uns weiterhin für eine deutlich höhere Grenze für Beihilfen auf nationaler und europäischer Ebene ein!
Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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