ÖSV – Wintersportsplitter/Nordisch: Biathlon: Erster Einzel-Podestplatz für Felix Leitner


Die österreichischen Biathlon-Herren sorgten im Massenstart von Oberhof für eine echte Sensation. Felix Leitner, der diese Saison nur vereinzelt sein großes Potential zeigen konnte, blieb heute am Schießstand bei allen vier Schussserien fehlerfrei und schaffte dank einer großartigen Leistung auf der Loipe zum ersten Mal in seiner Karriere den Sprung auf das Podest. Der Tiroler kämpfte in einem packenden Rennen bis zum Schluss um den Sieg und musste sich am Ende als Zweiter mit lediglich 3,6 Sekunden Rückstand nur dem Norweger Tarjei Boe geschlagen geben. Das Podest komplettierte de Schweizer Benjamin Weger (+7,8 sec.). Neben Leitner zeigte auch Simon Eder eine herausragende Leistung. Der Routinier aus Salzburg hielt sich mit einer ebenfalls makellosen Schießleistung wie Leitner das gesamte Rennen über in der Spitzengruppe und verpasste am Ende nur hauchdünn einen weiteren Podestplatz für das ÖSV-Team. Der 37-jährige belegte mit 12,5 Sekunden Rückstand den hervorragenden fünften Platz.
 
Nachdem Lisa Hauser bei den Rennen im deutschen Traditionsort bereits dreimal auf dem Podest stand, schafften damit auch die Herren erstmals in dieser Saison den Sprung aufs Podium. Mit zwei Österreichern unter den Top-5 gelang den ÖSV-Herren der erhoffte Befreiungsschlag und ein großes Ausrufezeichen in Hinblick auf die bevorstehende WM. David Komatz landete am Ende auf Rang 28.

STIMMEN:

Felix Leitner (Zweiter): „Ja, was soll ich sagen – unglaublich! Die erste Runde war locker, da konnte ich leicht mithalten. Auch bei der zweiten und dritten Runde hatte ich keine größeren Probleme das Tempo mitzugehen. Am Schießstand habe ich heute sehr konsequent und sauber gearbeitet. Mit viermal null bin ich überglücklich. Ich bin immer weiter und weiter nach vorne gekommen und es sind immer mehr Athleten mit Fehlern weggebrochen. Am Schluss bin ich mit Benjamin Weger und Simon gelaufen und wollte unbedingt weg, bis Tarjei gekommen ist. Dann gab es nur mehr Vollgas. Ich bin überglücklich das ich als Zweiter ins Ziel gekommen bin, das hätte ich mir nie erwartet. Zwei Tage nach dieser schlechten Staffel treffen Simon und ich alles. So schnell kann es gehen, es ist ein Wahnsinn!“

Simon Eder (Fünfter): „Heute haben wir uns glaube ich selbst überrascht. Nach den Auftritten bei den letzten fünf Rennen konnten wir nicht damit rechnen, dass wir heute ein Stockerl und einen Top-5 Platz schaffen. Aber genau solche Rennen schmecken am besten und das gibt uns natürlich einen Riesen-Auftrieb für die restliche Saison.“

Huber Vierter in Zakopane (POL)

Beim Skisprung-Einzelbewerb in Zakopane (POL) wurde Daniel Huber am Sonntag auf Platz vier bester Österreicher. Der Sieg ging an den Norweger Marius Lindvik, der sich vor Anze Lanisek (SLO) und Landsmann Robert Johansson durchsetzen konnte. Huber fehlten am Ende vier Punkte auf einen Podestplatz.

Michael Hayböck konnte sich im zweiten Durchgang um elf Plätze verbessern und wurde 14. Für Philipp Aschenwald und Jan Hörl endete der Wettkampf auf Platz 20 und Platz 28. Die ÖSV-Adler reisen mit einem Teamsieg vom Samstag im Gepäck von Polen nach Hause und infolge am Donnerstag weiter zur nächsten Weltcup-Station. 

Am kommenden Wochenende stehen in Lahti (FIN) erneut ein Teamspringen und ein Einzelwettkampf am Programm.

***Stimmen***

Daniel Huber: „Ich bin mit diesem Wochenende sehr glücklich, es waren konstante Sprünge auf einem hohen Level und so macht es definitiv Spaß. Von Anfang an habe ich mich hier wohlgefühlt und das Konzept hat gestimmt. Klar wäre es schön gewesen auf dem Podium zu landen, aber es ist kein Wunschkonzert und es braucht dazu zwei blitzsaubere Sprünge. Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt wieder gut in den Wettkampf-Rhythmus gefunden habe und freue mich daher schon auf die Wettkämpfe in Lahti.“

Michael Hayböck: „Es war ein Wochenende, bei dem sehr gute Sprünge dabei waren. Heute war es von den Verhältnissen her anders zu springen mit leichtem Rückenwind. Im ersten Durchgang war ich sehr spät dran und das habe ich dann im zweiten deutlich besser gemacht. Man darf sich derzeit einfach keine Fehler leisten und wenn ich das schaffe, dann reicht es gleich einmal für sehr gute Ergebnisse. So ist eben Skispringen.“

***Ergebnis***

https://www.fis-ski.com/DB/general/results.html?sectorcode=JP&raceid=5798

Nordische Kombination: 11. Platz für Lukas Greiderer in Val di Fiemme


Im letzten Wettkampf von Val di Fiemme (ITA) wurde Lukas Greiderer heute Sonntag als bester Österreicher Elfter. Der Sieg geht an Jarl Magnus Riiber (NOR) vor den beiden Deutschen Eric Frenzel (+0,1sek) und Vinzenz Geiger (+0,1sek)

Im Sprungdurchgang platzierten sich wieder der Tiroler Shootingstar Johannes Lamparter sowie Lukas Klapfer auf den aussichtsreichsten Positionen für eine Spitzenplatzierung. Lamparters Rückstand betrug als Neunter nach dem Springen nur 16 Sekunden auf die Spitze. Lukas Klapfer folgt ihm als Elfter mit 22 Sekunden Rückstand auf die 10km Runde. Mario Seidl als 13. (+27sek) und Lukas Greiderer sowie Martin Fritz als 17. (+33sek) lagen nach dem Springen ebenso in Schlagdistanz zur Spitze. 

Im Langlaufrennen bildete sich schnell eine bis zu 19 Mann starke Gruppe, die bis zum Schluss um den Sieg kämpfte. Der Rennverlauf war bestimmt von Positionskämpfen, da jeder für den Schlusssprint, der sich abzeichnete, die beste Position haben wollte. Als im Zielsprint die Positionen vergeben wurden, konnte die ÖSV-Athleten im Kampf um die Top Ten leider nicht mitreden. Lukas Greiderer wurde als bester Österreicher Elfter. Wie knapp das Rennen jedoch war, zeigt der Rückstand von Greiderer, nur 3,7 Sekunden trennten ihn als Elften von Sieger Jarl Magnus Riiber. Martin Fritz wurde als zweitbester Österreicher 15. (+4,4sek). Dahinter kam Johannes Lamparter, den ein Sturz in einer Kurve zusätzlich ausbremste, als 16. (+4,9sek) ins Ziel. Hinter dem Tiroler finishte Routinier Lukas Klapfer als 17. (+5,3sek).

***Die weiteren Platzierungen der Österreicher:***
26. Stefan Rettenegger
30. Thomas Jöbstl
32. Mario Seidl
45. Marc-Luis Rainer

***Stimmen:***

Lukas Greiderer (11.): „Ich habe mich eigentlich gut gefühlt, auch wenn ich die letzten beiden Tage ein wenig in den Beinen gespürt habe. In so einer großen Gruppe zu laufen ist nicht einfach. Ich tat mich schwer, mich in der Gruppe vorne zu positionieren, leider war das Glück heute auch nicht auf meiner Seite. Den heutigen Tag gilt es für die ganze Mannschaft abzuhaken und motiviert in die nächste Woche zu starten.“

Martin Fritz (15.): „Es war irrsinnig zach heute, in der großen Gruppe waren die besten Läufer mit dabei. Ich habe mich gut gefühlt und war bis zur letzten Zwischenzeit voll dabei. Danach hab ich mich leider zu lange in der Gruppe zurückgehalten. Ein taktischer Fehler, die anderen sind zu einfach an mir vorbeigekommen. Um ganz vorne mit dabei zu sein fehlen noch ein paar Kleinigkeiten.“

Die Mannschaft tretet heute die Heimreise an. Der Weltcup der nordischen Kombinierer geht kommendes Wochenende in Lahti (FIN) mit einem Team-Sprint und einem Einzelbewerb von der Großschanze in die nächste Runde. Das Team wird am Donnerstag nach Lahti anreisen.


Hauser im Massenstart trotz Sturz auf Rang zwölf

Das letzte Rennen im Zuge des Weltcups in Oberhof verlief für die ÖSV-Damen äußerst turbulent. Lisa Hauser, die im deutschen Traditionsort bereits dreimal als Dritte auf dem Podest stand, war auch beim heutigen Massenstart-Bewerb bis zur letzten Runde auf Podiumskurs. In der Schlussrunde kam es für die Österreicherin jedoch zu einer Schrecksekunde. Die Tirolerin kam auf Rang drei liegend in einer steilen Abfahrt unglücklich zu Sturz. Das kostete die 27-Jährige einiges an Geschwindigkeit und in Folge auch die Chance auf einen absoluten Spitzenplatz. Glücklicherweise blieb die Tirolerin unverletzt und am Ende klassierte sie sich mit drei Strafrunden als Zwölfte (+33,3 sec.) trotzdem erneut unter den Top-15. Dunja Zdouc und Julia Schwaiger belegten die Ränge 25 und 27.

Den Sieg sicherte sich heute Julia Simon. Die Französin setzte sich in einem spannenden Rennen mit drei Strafrunden und 3,9 Sekunden Vorsprung knapp gegen die Deutsche Franziska Preuß durch. Der dritte Platz ging an die Schwedin Hannah Oeberg (+11,7 sec.).

STIMME:

Markus Fischer (ÖSV-Cheftrainer Damen): „Lisa war wieder super dabei und hätte um den zweiten Platz mitkämpfen können. Leider ist dieses Missgeschick passiert, aber es geht ihr Gott sei Dank sehr gut. Klar ist man in einem ersten Moment etwas enttäuscht über das verpasste Podest. Es wäre fast der nächste große Schritt auf Platz zwei geworden, denn Lisa hat sich wirklich super gefühlt. Aber so ist eben Biathlon – abhacken und wieder weiterkämpfen.“

Weiter geht es im Biathlon-Weltcup nächste Woche mit den Rennen in Antholz (ITA).

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


error: (c) arf.at