Alpine Notlage – Schneeschuhwanderer verbrachte Nacht am Berg. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

Repenstein, Gaal, Bezirk Murtal. – Ein 31-Jähriger unternahm Freitagnachmittag, 15. Jänner 2021, eine Schneeschuhwanderung, verletzte sich und verbrachte eine Nacht am Berg. Er musste von Bergrettungskräften gerettet werden.

Der 31-Jährige aus dem Bezirk Linz-Land unternahm gut ausgerüstet eine Schneeschuhwanderung vom Gaalgraben ausgehend in Richtung Repenstein. Kurz vor dem Gipfel verdrehte er sich das Knie und spürte von da an starke Schmerzen. Der 31-Jährige versuchte noch in Richtung Tal abzusteigen, konnte jedoch gegen 16:00 Uhr aufgrund der Schmerzen nicht mehr weiter. Er entschloss sich, die Nacht in einem Biwak-Sack am Berg zu verbringen. In den Nachtstunden verschlechterte sich die Wetterlage und gegen 06:30 Uhr setzte der Wanderer einen Notruf ab. Er konnte dabei seine Lage inklusive Koordinaten exakt angeben. Von der Bergrettung Knittelfeld wurde ein kleiner Suchtrupp mit einem Alpinpolizisten der Alpinen Einsatzgruppe Murtal zum Unfallort beordert.

Der 31-Jährige beschloss jedoch in der Zwischenzeit, den rettenden Biwak-Sack zu verlassen und trotz der Schmerzen selbständig ins Tal weiter abzusteigen. Eine Bekanntgabe dieses Vorhabens war aufgrund des entladenen Handy-Akkus nicht mehr möglich.

Als die Rettungskräfte gegen 09:00 Uhr an der angegebenen Stelle eintrafen, konnten sie keine Person vorfinden. Im Anschluss wurde eine Suchaktion unter Beteiligung der Bergrettung, des Österreichischen Roten Kreuzes, der Freiwilligen Feuerwehr Bischoffeld sowie der Polizei ausgelöst.

Der Verletzte wurde um 10:05 Uhr von der Bergrettung Knittelfeld aufgefunden und mittels Quad ins Tal gebracht. Er wollte trotz seiner Knieschmerzen nicht in ein Krankenhaus gebracht werden und fuhr selbständig mit seinem Pkw nach Hause.

Demos in der Steiermark

Steiermark. – In Mürzzuschlag und Graz kam es am heutigen Samstag, 16. Jänner 2021, zu insgesamt zwei angemeldeten Versammlungen in Zusammenhang mit den aktuellen Corona-Maßnahmen. Beide verliefen ohne Zwischenfälle.

Bereits um 10.00 Uhr versammelten sich in Mürzzuschlag insgesamt zwölf Teilnehmer*innen in weißen Ganzkörper-Anzügen und maskiert zu einer angemeldeten Versammlung, welche sich gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen richtete. Dabei marschierten die Teilnehmer mit umgehängten Tafeln von der Wiener Straße über die Toni-Schruf-Gasse zum Stadtplatz, wo die Demo bereits gegen 10.20 Uhr wieder beendet wurde.

Kurz vor 14.00 Uhr kamen rund 20 Personen mit Tafeln und Transparenten zu einer ebenso angemeldeten Versammlung am Grazer Hauptplatz zusammen. Die in Form einer Standkundgebung abgehaltene Demo richtete sich unter anderem gegen „Faschismus“ und „Coronaverhamlosung“. Die Initiatoren beendeten die Versammlung gegen 15.30 Uhr. Eine im Vorfeld via Social-Media angekündigte „Blitzaktion gegen Coronalügner“ kam nicht zustande.

Hohe Polizeipräsenz

Insbesondere aufgrund des herrschenden Konfliktpotentials zwischen Anhängern beider Gruppierungen, sorgte die Polizei in beiden Fällen verstärkt für den ordnungsgemäßen Ablauf der Versammlung. Dabei standen auch Kräfte der Einsatzeinheit im Einsatz. Beide Demos verliefen diszipliniert und ruhig. Aufgrund der eingehaltenen Sicherheitsmaßnahmen musste bei keiner der Demos eingeschritten werden. Zu Beeinträchtigungen des öffentlichen Verkehrs kam es nicht.

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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